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    Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie, Vandenhoeck & Ruprecht
978-3-525-62425-8

Die Reihe ist 2006 aus einer Fusion der »Arbeiten zur Pastoraltheologie« (APT), deren Bandzählung hier fortgesetzt wird, und der »Veröffentlichungen zur Liturgik, Hymnologie und theologischen Kirchenmusikforschung« (VLH) hervorgegangen.

Band ISBN Autor Titel EUR   Jahr
86 978-3-525-62434-0 Angela Rinn Die Kurze Form der Predigt. Interdisziplinäre Erwägungen zu einer Herausforderung für die Homiletik
zur Beschreibung
50,00 Warenkorb 2016
85 978-3-525-62436-4 Ute Nürnberg Der Jahreswechsel im Kirchenlied. Zur Geschichte, Motivik und Theologie deutscher und schweizerischer Lieder
zur Beschreibung
80,00 Warenkorb 2016
84 978-3-525-62431-9 Thorsten Moos Ethik in der Klinikseelsorge. Empirie, Theologie, Ausbildung
zur Beschreibung
50,00 Warenkorb 2016
83 978-3-525-62433-3 Hans Martin Dober Von den Künsten lernen. Eine Grundlegung und Kritik der Homiletik
zur Beschreibung
59,99 Warenkorb 2015
82 978-3-525-62432-6 Wilfried Sturm »Was soll man da in Gottes Namen sagen?«. Der seelsorgerliche Umgang mit ethischen Konfliktsituationen im Bereich der Neonatologie und seine Bedeutung für das Verhältnis von Seelsorge und Ethik
zur Beschreibung
54,99 Warenkorb 2015
81 978-3-525-62435-7 Eberhard Hauschildt Telefonseelsorge interdisziplinär. Empirie, Theologie, Ausbildung
zur Beschreibung
80,00 Warenkorb 2016
80 978-3-525-62430-2 Dorothea Haspelmath-Finatti Theologia Prima. Liturgische Theologie für den evangelischen Gottesdienst
Inhalt und Leseprobe
zur Beschreibung
39,99 Warenkorb 2014
79 978-3-525-62425-8 Jürgen Henkys Dichtung, Bibel und Gesangbuch. Hymnologische Beiträge in dritter Folge. Kirchenlieder von Paul Gerhardt bis zur Gegenwart.
Inhaltsverzeichnis / Leseprobe (pdf)
zur Beschreibung
59,99 Warenkorb 2014
76 978-3-525-62426-5 Claudia Schulz Empirische Forschung als Praktische Theologie. Theoretische Grundlagen und sachgerechte Anwendung
zur Beschreibung
49,99 2013
73 978-3-525-62422-7 Nicole Frommann Das Verletzte stärken. Seelsorge für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen und für Menschen im Wachkoma
zur Beschreibung 
69,99 2013
72 978-3-525-62419-7 Katrin Stückrath Bibelgärten. Entstehung, Gestalt, Bedeutung, Funktion und interdisziplinäre Perspektiven zur Seite Pflanzen der Bibel
zur Beschreibung
69,95 2012
71  978-3-525-62418-0 Jochen Kaiser Religiöses Erleben durch gottesdienstliche Musik. Eine empirisch-rekonstruktive Studie
zur Beschreibung
58,95 2012
70 978-3-525-62416-6 Matthias Biermann Das Wort sie sollen lassen stahn. Das Kirchenlied im Kirchenkampf der evangelischen Kirche 1933-1945
zur Beschreibung
84,99 2011
69 978-3-525-62415-9 Michael Lorenz Das Wort im Spannungsfeld von Anrede und Interpretation. Erfahrungsbezug und Wirklichkeitsdeutung in der Predigt
zur Beschreibung
59,99 2011
68 978-3-525-62414-2 Alexander Deeg Das äußere Wort und seine liturgische Gestalt. Überlegungen zu einer evangelischen Fundamentalliturgik
zur Beschreibung
89,99 2012
67 978-3-525-57016-6 Silke Harms Glauben üben. Grundlinien einer evangelischen Theologie der geistlichen Übung und ihre praktische Erfahrung am Beispiel der Exerzitien im Alltag
zur Beschreibung
49,99 2011
66 978-3-525-57125-5 Andreas Kubik Protestantismus - Aufklärung - Frömmigkeit. Historische, systematische und praktisch-theologische Zugänge
zur Beschreibung
59,99 2011
65 978-3-525-62413-5 Kristin Merle Alltagsrelevanz. Zur Frage nach dem Sinn in der Seelsorge
zur Beschreibung
54,99 2011
64 978-3-525-62442-5 Dörte Gebhard Glauben kommt vom Hörensagen. Studien zu den Renaissancen von Mission und Apologetik
zur Beschreibung
64,99 2010
63 978-3-525-62441-8 Thomas Erne Die Religion des Raumes und die Räumlichkeit der Religion  
zur Leseprobe, zur Seite Die Kirche
zur Beschreibung
60,00 2010
62  978-3-525-62417-3 Isabelle Noth Nachdenkliche Seelsorge - seelsorgerliches Nachdenken. Festschrift für Christoph Morgenthaler zum 65. Geburtstag
zur Beschreibung
89,95 2012
61 978-3-525-62412-8 Ulrich H. J. Körtner Leib und Leben. Bioethische Erkundungen zur Leiblichkeit des Menschen
zur Beschreibung
64,99 2010
60 978-3-525-62411-1 Johannes Block Peccatum magnificare. Zur Wiederentdeckung des evangelischen Sündenverständnisses für die Handlungsfelder der Praktischen Theologie. Festschrift für Christian Möller zu seinem 70. Geburtstag
zur Beschreibung
49,99 2010
59 978-3-525-62410-4 Ulf Liedke Beziehungsreiches Leben. Studien zu einer inklusiven theologischen Anthropologie für Menschen mit und ohne Behinderung
zur Beschreibung
120,00 2009
58 978-3-525-62409-8 Thomas Micklich Kommunikation des Glaubens. Gottesbeziehung als Kategorie praktisch-theologischer Theoriebildung
zur Beschreibung
59,99 2009
57 978-3-525-57124-8 Jochen Arnold Von Gott poetisch - musikalisch reden. Gottes verborgenes und offenbares Handeln in Bach Kantaten
zur Beschreibung
79,99 2009
56 978-3-525-62406-7 Norbert Schwarz denn wenn ich schwach bin, bin ich stark. Rezeptivität und Produktivität des Glaubenssubjekts in der Homiletik Hans Joachim Iwands
zur Beschreibung

49,99

2008
55 978-3-525-62408-1 Hans Martin Dober Die Zeit ins Gebet nehmen. Medien und Symbole im Gottesdienst als Ritual
zur Beschreibung

49,99

2009
54 978-3-525-62402-9 Klaus Kohl Christi Wesen am Markt. Eine Studie zur Rede von der Diakonie als Wesens- und Lebensäußerung der Kirche
zur Beschreibung
59,99 2007
53 978-3-525-62398-5 Gerald Kretzschmar Kirchenbindung. Praktisch-theologische Aspekte zur Kirchlichkeit in der Moderne
zur Beschreibung
74,99 2007
52 978-3-525-62396-1 Harald Beutel Die Sozialtheologie Thomas Chalmers (1780-1847) und ihre Bedeutung für die Freikirchen. Eine Studie zur Diakonie der Erweckungsbewegung
zur Beschreibung
59,99 2007
51 978-3-525-62397-8 Jörg Herrmann Medienerfahrung und Religion. Eine empirisch-qualitative Studie zur Medienreligion     2007
  978-3-525-62395-4 Stefan Michel Gesangbuchfrömmigkeit und regionale Identität. Dargestellt am Beispiel der preußischen Herrschaften zwischen 1690 und 1922     2007
50 978-3-525-62394-7 Constanze Thierfelder Durch den Spiegel der anderen. Wahrnehmungen von Fremdheit und Differenz in Seelsorge und Beratung
zur Beschreibung
49,99 2006
49 3-525-62393-3 Andrea Grillo Einführung in die liturgische Theologie. Zur Theorie des Gottesdienstes und der christlichen Sakramente 69,90 2006
48 978-3-647-62390-0 Alexander Deeg Predigt und Derascha. Homiletische Textliteratur im Dialog mit dem Judentum
zur Beschreibung
84,90 2006
47 978-3-525-62389-3 Else Kohler Mit Absicht rhetorisch. Seelsorge in der Gemeinschaft der Kirche
zur Beschreibung
19,99 2006
46 978-3-525-62388-6 Thomas Böttrich Schuld bekennen - Versöhnung feiern. Die Beichte im lutherischen Gottesdienst / zur Seite Kasualien - Beichte
zur Beschreibung
55,00 2006
45 978-3-525-62382-4 Ralf Günther Seelsorge auf der Schwelle. Eine linguistische Untersuchung von Seelsorgegesprächen im Gefängnis
zur Beschreibung
17,99 2005
44 978-3-525-62381-7 Christian Stäblein Predigen nach dem Holocaust. Die Wahrnehmung des jüdischen Gegenübers in der evangelischen Predigtlehre nach 1945
zur Beschreibung
17,99 2004
43 3-525-62378-x Barbara Städtler-Mach Kinderseelsorge. Geschichtliche, theologische und humanwissenschaftliche Aspekte.     2003
42 978-3-525-62377-0 Hellmut Santer Persönlichkeit und Gottesbild. Religionspsychologische Impulse für eine praktische Theologie
zur Beschreibung
54,99 2003
41 3-525-62376-3 Klaus Winkler Grundmuster der Seele. Pastoralpsycholoische Perspektiven     2003
40 978-3-525-62367-1 Christoph Schneider-Harpprecht Interkulturelle Seelsorge
zur Beschreibung
49,99 2001
39 978-3-525-62366-4 Jochen Cornelius-Bundschuh Die Kirche des Wortes
zur Beschreibung
14,99 2001
38 978-3-525-62362-6 Jan Hermelink Praktische Theologie der Kirchenmitgliedschaft
zur Beschreibung
49,99 2000
37 978-3-525-62360-2 Sabine Bobert-Stützel Frömmigkeit und Symbolspiel
zur Beschreibung
17,99 2000
36 978-3-525-62359-6 Detlev Prößdorf Die gottesdienstliche Trauansprache / zur Seite Kasualien - Trauung
zur Beschreibung
12,99 1999
35 978-3-525-62358-9 Birgit Weyel Ostern als Thema der Göttinger Predigtmeditationen
zur Beschreibung
12,99 1999
34   Christ-Friedrich Der verzweifelte Versuch zu verändern     1998
33   Steinmeier Wiedergeboren zur Freiheit     1998
32 3-525-62352-6 Stahlberg Seelsorge im Übergang zur "modernen Welt"     1998
31 3-525-62353-4 Leipold Volkskirche, Ekklesiologie nach 1945     1997
30 3-525-62351-8 Haizmann Erbauung als Aufgabe der Seelsorge bei Philipp Jakob Spener / zur Spener - Seite     1997
29   Hauschildt Alltagsseelsorge     1996
28   Plieth Die Seele wahrnehmen     1994
27 3-525-62344-5 Liebau Alleinstehende     1994
26   Beyer Theologiestudium und Gemeinde. Zum Praxisbezug der theologischen Ausbildung im Kontext der DDR     1994
25   Steiger Bibel-Sprache, Welt und Jüngster Tag bei Johann Peter Hebel     1994
24 3-525-62331-3 Hermelink Die homiletische Situation     1992
23 3-525-62323-2 Martin Dutzmann Gleichniserzählungen Jesu als Texte evangelischer Predigt     1990
22 3-525-62318-6 Reinhard Schmidt-Rost Seelsorge zwischen Amt und Beruf 22,90 1988
21   Brandt Die evangelische Strafgegangenenseelsorge     1985
20 3-525-62305-4 Friedrich-Wilhem Lindemann Seelsorge im Trauerfall. Erfahrungen und Modelle aus der Pfarrerfortbildung     1984
19   Michael T. Schulz Johann Christoph Blumhardt. Leben - Theologie - Verkündigung     1984
18 3-525-62191-4 Hans-Christoph Piper Kommunizieren lernen in Seelsorge und Predigt     1981
17 3-525-57120-8 Friedemann Oettinger Gottesbild und Gottesdienst. Gedanken zur Gottesfrage in der Versammlung des Leibes Christi 23,-- 1980
16 3-525-57119-4 Christian-Erdmann Schott Möglichkeiten und Grenzen der Aufklärungspredigt 36,-- 1978
15   Ellen Stubbe Seelsorge im Strafvollzug. Historische, psychoanalytische und theologische Ansätze zu einer Theoriebildung     1978
13   Wolfgang Steck Das homiletische Verfahren. Zur modernen Predigttheorie 24,-- 1974
12 3-525-57117-8 Olaf Meyer Politische und Gesellschaftliche Diakonie in der neueren theologischen Diskussion 36,-- 1974
11 3-525-57114-3
978-3-525-57114-9
Hans Mohr Predigt in der Zeit. Dargestellt an der Geschichte der evangelischen Predigt über Lukas 5,1-11. 240 Predigten aus fast allen Epochen der Kirchengeschichte
zur Beschreibung
34,-- 1973
10   Jörg Viktor Sandberger Pädagogische Theologie. Friedrich Nibergalls Praktische Theologie als Erziehungslehre 29,65 1972
9   Werner Krusche Schritte und Markierungen. Aufsätze und Vorträge zum Weg der Kirche 14,40 1971
8 3-525-57110-0 Bjarne Hareide Die Konfirmation in der Reformationszeit. Eine Untersuchung der lutherischen Konfirmation in Deutschland 1520 - 1585 30,80 1971
7   Hans Jürgen Fraas Katechismustradition. Luthers kleiner Katechismus in Kirche und Schule     1971
6 3-525-57109-7 Friedrich Wintzer Die Homiletik seit Schleiermacher bis in die Anfänge der dialektischen Theologie in Grundzügen     1969
3 3-525-57106-2 Hartmut Metzger Kriterien christlicher Predigt nach Sören Kierkegaard     1964
2 3-525-57104-6 Wittram Die Kirche bei Theodosius Harnack     1963
1 3 525-57101-1
978-3-525-57101-9
Harding Meyer Pascals Pensées als dialogische Verkündigung 19,95 1962
978-3-525-62434-0 Angela Rinn
Die Kurze Form der Predigt
Interdisziplinäre Erwägungen zu einer Herausforderung für die Homiletik

Vandenhoeck & Ruprecht, 2016, 237 Seiten, kartoniert,
978-3-525-62434-0
50,00 EUR Warenkorb
Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie Band 86
Wie "funktionieren" kurze Predigten und warum tun sie das? Die Homiletik hat diese besondere Herausforderung der Kurzen Form der Predigt bislang kaum bearbeitet. Dabei finden sich schon in der Bibel kurze Textformen, die selbstverständlicher Bestandteil menschlicher Kultur sind: Die Gleichnisse Jesu. Gleichnisse bieten viele Anregungen für die Gestaltung der Kurzen Form der Predigt.
Angela Rinn greift darüber hinaus auf literaturwissenschaftliche und neurowissenschaftliche Erkenntnisse zurück. Kurze literarische Textsorten werden ausgewählt und im Blick auf ihre paradigmatische Funktion für Kurzpredigten überprüft.
Neben biologischen und psychologischen Forschungstraditionen, die Erkenntnisse über menschliches Lernen, Emotionen, soziales Verhalten und Sinneswahrnehmungen hervorgebracht haben, gewinnt die Perspektive der jungen, interdisziplinären Neurowissenschaft für viele Fragestellungen zu emotionalen und kognitiven Funktionen an Bedeutung. Angela Rinn erschließt neurowissenschaftliche Untersuchungen, die für die Gestaltung der Kurzen Form der Predigt ergänzende Informationen bieten und dazu beitragen, Predigten hörergerecht zu gestalten. Überdies stellt sie die Lernerträge der praktisch-theologischen Debatte vor.
Auf der Basis ihrer Untersuchungen präsentiert Angela Rinn abschließend eine Homiletik der Kurzen Form.
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe
978-3-525-62436-4 Ute Nürnberg
Der Jahreswechsel im Kirchenlied
Zur Geschichte, Motivik und Theologie deutscher und schweizerischer Lieder
Vandenhoeck & Ruprecht, 2016, 414 Seiten, mit 7 Abb. und 6 Tab, kartoniert, 978-3-525-62436-4
80,00 EUR Warenkorb
Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie Band 85
Den Kern bilden elf ausgewählte Kirchenlieder zu Silvester und zum Neuen Jahr. Sie stammen aus den letzten fünf Jahrhunderten und werden auch heute noch gesungen. Analyse und Darstellung gehen auf die jeweilige Entstehungszeit ein. Unter den Liedern sind bekannte, wie das durch alle Jahrhunderte in Gesangbüchern vertretene „Nun lasst uns gehn und treten“ (Paul Gerhardt), aber auch weniger bekannte, darunter „Ach, wiederum ein Jahr verschwunden“ (Johann C. Lavater) und „Er ruft der Sonn und schafft den Mond, das Jahr danach zu teilen“ (Christian F. Gellert).
Die hymnologische Untersuchung zeigt auf, wie die Feier des eigentlichen Neuen Jahres in der Kirche mehr und mehr den überkommenen Festgegenstand der Namengebung und Beschneidung Jesu Christi verdrängt: Ende des 19. Jahrhunderts werden die Zeit an sich, menschliche Lebenszeit und Zeitumstände, denen die göttliche Ewigkeit gegenübersteht, zu den zentralen theologischen Liedmotiven.
Am Ende findet sich die heutige Fest- und Feierpraxis am Jahreswechsel. Ute Nürnberg verbindet Fragestellungen, die sich aus den vorangegangenen Kapiteln ergeben, mit gegenwärtigen praktisch-theologischen Fragen zu Neujahrsfest und Jahresübergang. Es geht um die Singpraxis an Übergängen im Allgemeinen, die liturgische Gestaltung von Jahreswendegottesdiensten, die Stellung im Kirchenjahr hinsichtlich aktueller Kirchenjahrs-Erneuerungsbestrebungen sowie um unseren heutigen Umgang mit der Zeit.
978-3-525-62431-9 Thorsten Moos
Ethik in der Klinikseelsorge
Empirie, Theologie, Ausbildung
Vandenhoeck & Ruprecht, 2016, 403 Seiten, 5 Grafiken und 7 Tabellen, kartoniert,
978-3-525-62431-9
50,00 EUR Warenkorb
Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie Band 84
Die Krankenhausseelsorge ist in jüngerer Zeit zunehmend intensiv mit Themen der Ethik befasst. Im Kontext der Implementierung Klinischer Ethikberatung, aber auch weit darüber hinaus, reflektieren Seelsorgerinnen und Seelsorger Fragen der Ethik an den Grenzen des Lebens, der Gestaltung von Organisationsprozessen und der individuellen Lebensführung. Sie agieren in einem hoch ausdifferenzierten Gesundheitswesen, am Schnittpunkt von Medizin, Recht, Ökonomie und Religion. Konfrontiert mit unterschiedlichsten Erwartungen und Rollenzuschreibungen erproben sie gangbare Wege theologischer Professionalität im Umgang mit Ethik in der Klinik. Die vorliegende Studie dient dazu, diese eingehend wahrzunehmen, theologisch zu reflektieren und von hier aus Vorschläge für die Förderung ethischer Kompetenz in der Seelsorgeausbildung zu machen.

Die Studie ist entstanden im Kontext eines größeren Forschungsstranges zum Thema des Gewissens, der an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST), Heidelberg, seit dem Jahr 2005 verfolgt wird. Die Arbeiten zielen darauf, den theologischen Zentralbegriff des Gewissens im Gespräch zwischen natur-, sozial- und geisteswissenschaftlichen Zugängen zu entfalten. Neben der interdisziplinären Arbeit am Begriff steht dabei die empirische Wahrnehmung gelebter Religion, theologischer Profession und kirchlicher Praxis. Hierzu soll der vorliegende Band einen Beitrag leisten.
978-3-525-62433-3  Band 83:
Hans Martin Dober
Von den Künsten lernen
Eine Grundlegung und Kritik der Homiletik
Vandenhoeck & Ruprecht, 2015, 248 Seiten, kartoniert,
978-3-525-62433-3
59,99 EUR Warenkorb
Für die Theorie einer gegenwärtigen – und d.h. auch zeitgemäßen – Predigt kommt es darauf an, sich auf die Künste einzulassen, um von ihnen zu lernen. In einer dreifachen Grundlegung entwickelt Hans Martin Dober die Predigtaufgabe: der Doppelbedeutung des Logosentsprechend aus dem Verhältnis von Vernunft und Wort, in Orientierung an der Rhetorik und an Grundzügen der Ästhetik.
Kritik heißt in diesem Zusammenhang, die Grenzen der Vergleichbarkeit zwischen den genannten Bereichen Rhetorik, Ästhetik und Homiletik aufzuzeigen, zugleich aber auch mit guten homiletischen Gründen festzuhalten, was die Predigt als eine Rede von anderen Künsten – der dramatischen oder der Filmkunst etwa – unterscheidet.
Durch die Kritik neuerer homiletischer Entwürfe hindurch wird der Weg zu einer kreativen Predigtarbeit offen gehalten. Die praktische Begehbarkeit dieses Weges bleibt aber auf den orientierenden Deutungsrahmen der Theorie bezogen.
978-3-525-62432-6 Band82:
Wilfried Sturm
»Was soll man da in Gottes Namen sagen?«

Vandenhoeck & Ruprecht, 2015, 368 Seiten, kartoniert,
978-3-525-62432-6
54,99 EUR Warenkorb
Der seelsorgerliche Umgang mit ethischen Konfliktsituationen im Bereich der Neonatologie und seine Bedeutung für das Verhältnis von Seelsorge und Ethik
Braucht Seelsorge ethische Kompetenz, um ihrem Auftrag gerecht zu werden? Inwiefern bedarf umgekehrt die ethische Reflexion der Rückkopplung an seelsorgerliche Erfahrung, um lebensnah und praxisrelevant zu bleiben? Wilfried Sturm untersucht den Umgang von Klinikseelsorgerinnen und -seelsorgern mit ethischen Herausforderungen und Konfliktsituationen in der Früh- und Neugeborenenmedizin und fragt, welche Einsichten sich daraus für das Verhältnis von Seelsorge und Ethik gewinnen lassen.

Dr. Wilfried Sturm ist Pfarrer der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und seit 2015 Professor für Systematische Theologie in pastoraler Praxis an der Internationalen Hochschule Liebenzell.
978-3-525-62435-7 Eberhard Hauschildt
Telefonseelsorge interdisziplinär
Empirie, Theologie, Ausbildung

Vandenhoeck & Ruprecht, 2016, 439 Seiten, 8 Graphiken und 4 Tabellen, kartoniert,
978-3-525-62435-7
80,00 EUR Warenkorb
Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie Band 81

Zwei Leitfragen ziehen sich durch die Beiträge dieses Werkes:
Wie unterscheidet sich Telefonseelsorge in der Vielzahl der inzwischen vorhandenen Hilfehotlines, was charakterisiert sie? Damit ist die Frage nach dem Selbstverständnis der Telefonseelsorge in einer sich stark verändernden Kommunikationskultur und Gesellschaft gestellt.
Und: Wie lassen sich wesentliche Elemente ihrer Arbeit präziser bestimmen – z.B. was lässt sich über die Anrufenden sagen, was qualifiziert die Ehrenamtlichen für diese Tätigkeit, wie sind die juristischen bzw. organisatorischen Rahmenbedingungen zu setzen?
In den 60 Jahren seit Gründung der Telefonseelsorge in Deutschland sind zahlreiche Aufsätze, Handbücher und wissenschaftliche Arbeiten verfasst worden. Vielfach wurden diese Arbeiten von Insidern der Telefonseelsorge verfasst. In diesem neuen Band „Telefonseelsorge interdisziplinär“ geht es um die Perspektive externer Fachleute. Soziologen, Psychologen, Literaturwissenschaftler, Juristen, Theologen und Organisationsberater schauen aus ihrer Fachrichtung auf die Telefonseelsorge und reflektieren ihre Arbeit.
Mit Beiträgen von A. Bauer, B. Becker, B. D. Blömeke, C. Burbach, N. Dietel, U. Dinger, M. Faßnacht, P. Fuchs, B. Grawe, E. Hauschildt, F. Heidland, K. Karl, T. Kläden, M. Klein, M. Maaßen, W. Neubauer, T. Niederschmid, U. Rauschfleisch, I. Rek, C. Richter, A. Rösler, S. Schumacher, M. Stemmer-Lück, R. Strietholt, E. C. Stuckstätte, T. Tholen, M. Weimer und J. Wenzel.
978-3-525-62430-2 Band 80:
Dorothea Haspelmath-Finatti
Theologia Prima
Liturgische Theologie für den evangelischen Gottesdienst

Vandenhoeck & Ruprecht, 2014, 251 Seiten, kartoniert,
978-3-525-62430-2
39,99 EUR Warenkorb
Dieses Buch fragt nach dem Beitrag ökumenischer Modelle liturgischer Theologie zu einem Verständnis des Gottesdienstes im Sinne der Rechtfertigungslehre und nach den anthropologischen Bedingungen, die rituelles und liturgisches Leben ermöglichen. Im Bereich der amerikanischen und der italienischen liturgischen Theologie findet sich der Begriff »theologia prima«, der die Feier des Gottesdienstes als denjenigen Vollzug beschreibt, in dem Gottes erlösendes Handeln als Geschenk erfahren werden und aus dem die lobpreisende und bekennende Antwort des Menschen erwachsen kann. Liturgisches Geschehen im Sinne der »theologia prima« umfasst die Dimensionen der Transformation, der Erneuerung und Heiligung der Menschen und der gesamten Schöpfung. Der erste Teil der Arbeit widmet sich Zugängen deutschsprachiger evangelischer Theologie zum Gottesdienst als dem Ort des Rechtfertigungsgeschehens; der zweite Teil untersucht Entwürfe amerikanischer und italienischer liturgischer Theologie. Aktuelle anthropologische Forschungsergebnisse, wie sie besonders in der italienischen Liturgiewissenschaft rezipiert werden, sind im dritten Teil dargestellt.
Inhalt und Leseprobe
978-3-525-62425-8 Band 79:
Jürgen Henkys
Dichtung, Bibel und Gesangbuch
Vandenhoeck & Ruprecht, 2014, 308 Seiten, 14 Abb., Notenbeispiele, kartoniert,
978-3-525-62425-8
59,99 EUR Warenkorb
Hymnologische Beiträge in dritter Folge. Kirchenlieder von Paul Gerhardt bis zur Gegenwart.
In den 24 Beiträgen dieser Sammlung untersucht Jürgen Henkys Kirchenlieder aus der Zeit Luthers bis zur Gegenwart mit besonderem Fokus auf dem Verhältnis von biblischer Autorität, poetischer Qualität und zeitgenössischer Frömmigkeit, die in den Liedern zum Ausdruck kommt. Dabei untersucht er unter anderem Werke von Paul Gerhardt, Matthias Jorissen und Dietrich Bonhoeffer und stellt die Bedeutung des Gesangbuchs und die Rolle der Kirchenliedforschung auch für die heutige Zeit heraus.
Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie Band 79

Inhaltsverzeichnis / Leseprobe
Band 76
Claudia Schulz
Empirische Forschung als Praktische Theologie
Theoretische Grundlagen und sachgerechte Anwendung
Vandenhoeck & Ruprecht, 2013, 328 Seiten, 15 Abbildungen, 3 Tabellen, kartoniert,
978-3-525-62426-5

49,99 EUR
Was leisten Methoden der empirischen Sozialforschung für die praktische Theologie?
Die empirische Forschung hat innerhalb der Praktischen Theologie erheblich an Bedeutung gewonnen. Doch was können Methoden der empirischen Sozialforschung für die Praktische Theologie überhaupt leisten? Wo liegen Chancen von Evaluation, Befragung und Stichprobe für Theologie, Kirche und Gemeinde? Wo liegen die Grenzen? Claudia Schulz zeigt das Potential empirischer Herangehensweisen für die praktische Theologie auf und entwirft Rahmenbedingungen für eine theoriegebundene, sachgemäße und gewinnbringende Handhabung. In Studien zu Kirchen- und Gemeindeentwicklung, Zielgruppen, Lebenswelt und Lebensstil sowie der Diakonie wendet sie Methoden der empirischen Sozial- und Religionsforschung schließlich an und reflektiert die Ergebnisse und Erkenntnisse kritisch. Beispiele aus Geschichte und Gegenwart der theologischen Diskussion ermöglichen auch Theologinnen und Theologen, die bisher kaum oder noch gar nicht mit empirischer Sozialforschung in Kontakt gekommen sind, ein tieferes Verständnis dieser Thematik.
Band 73
Nicole Frommann
Das Verletzte stärken
Seelsorge für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen und für Menschen im Wachkoma

Vandenhoeck & Ruprecht, 2013, 384 Seiten, 100 meist farbige Abb., kartoniert,
978-3-525-62422-7
69,99 EUR
Seit 2004 beschäftigte sich Nicole Frommann mit dem interdisziplinären Projekt. Darin konnte die Diplom-Theologin ihre pastoralen Erfahrungen in Einrichtungen der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, dem Altenheim Haus Elim sowie Haus Rehoboth, einem stationären Wohnangebot für Menschen mit kognitiven und psychischen Einschränkungen in Folge einer erworbenen Hirnschädigung, einbringen. In ihrer Dissertation entwickelte sie ein Konzept für die seelsorgliche Begleitung von Menschen, die eine Hirnschädigung erworben haben beziehungsweise sich im Wachkoma befinden. Sie beschreibt unter anderem, wie Kommunikation mit Menschen im Wachkoma „gelingen“ und in welcher Weise Spiritualität hilfreich für den Umgang der Betroffenen mit ihrer schweren Behinderung werden kann. Um den interdisziplinären Gedanken ihres Projekts zu unterstreichen und zu überprüfen, wurde die Dissertation an der Friedrich-Schiller-Universität Jena durch Dr. Corinna Dahlgrün, Professorin für Praktische Theologie an der Fakultät für evangelische Theologie, betreut und durch Professor Dr. Klaus Rothermund als Zweitgutachter aus dem Bereich der Psychologie der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften beurteilt. Beide bewerteten die Arbeit mit summa cum laude, der Bestnote.

entnommen aus den Nachrichten des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld,
Band 72
Katrin Stückrath
Bibelgärten
Entstehung, Gestalt, Bedeutung, Funktion und interdisziplinäre Perspektiven

Vandenhoeck & Ruprecht, 2012, 512 Seiten, 100 meist farbige Abb., kartoniert,
978-3-525-62419-7
69,95 EUR
Klostergärten haben in der christlichen Kulturgeschichte eine lange Tradition; Bibelgärten hingegen sind ein Phänomen des 20. Jahrhunderts. Es sind Außenanlagen, in denen mithilfe von Pflanzen der Bibel, Pflanzen aus christlicher Namenstradition und symbolischen Elementen biblische Texte und Themen in Szene gesetzt werden. Deshalb bilden kirchliche Institutionen die größte Trägergruppe der deutschlandweit über einhundert und weltweit über fünfhundert Bibelgärten. Katrin Stückrath hat 26 Bibelgärten von evangelischen und katholischen Kirchengemeinden untersucht. Ihr Ziel ist es, Bibelgärten entstehungsgeschichtlich zu erklären, sie methodisch hinsichtlich ihrer Gestalt und Funktion zu beschreiben und zu analysieren sowie aus historischer, kulturtheoretischer und theologischer Perspektive zu erforschen. Sie inventarisierte die Gärten und befragte die Gartengestalter hinsichtlich ihrer Intentionen, von denen didaktische Ziele (Bibel-, Schöpfungs- und Symboldidaktik) die wichtigsten ausmachen. Sie konnte Bibelgärten jedoch nicht auf eine Funktion reduzieren, wie sie durch die Analysen zu den Resonanzen der Besucher auf Bibelgärten und zu den vielfältigen realen Nutzungsformen von Bibelgärten zeigen konnte.
Untersuchungen zu ideengeschichtlichen Vorläufern von Bibelgärten in der Geschichte der Gartenkunst und zur Geschichte der theologischen Identifizierung von Pflanzen der Bibel verorten Bibelgärten in der allgemeinen christlichen Geistesgeschichte. Kulturtheoretische, religionshermeneutische und theologische Überlegungen zu Gärten und Bibelgärten erweisen, dass Gärten auch für die Theologie einen interessanten Gegenstand darstellen.
Band 71
Jochen Kaiser
Religiöses Erleben durch gottesdienstliche Musik
Eine empirisch-rekonstruktive Studie

Vandenhoeck & Ruprecht, 2012, 311 Seiten, 3 Grafiken und 35 Tab., kartoniert,
978-3-525-62418-0
58,95 EUR
Jochen Kaiser hat sich zum Ziel gesetzt, den musikalischen Gottesdienstraum empirisch abzubilden und erlebbar zu machen, wie er in vielen Gemeinden erlebt werden kann. Der Sonntagsgottesdienst steht im Zentrum des Interesses ohne andere Gottesdienstformen auszugrenzen. Durch einen Schreibaufruf wurden Gottesdienstbesucher angeregt, musikalische Gottesdiensterlebnisse zu erzählen. Der Schreibimpuls wurde durch das Einspielen von fünf kirchenmusikalischen Werken erweitert. Musik wurde als hörbare Realität aufgenommen und Klang sowie Raumgefühl wurden erfahrbar. Darüber hinaus ermöglicht die Musik das Erleben einer gottesdienstlich-normierten Situation, denn die Musik und die Lieder sind auch im Gottesdienst vorgegeben, unabhängig vom Wunsch des Einzelnen. Für die Auswertung der Erlebniserzählungen wurde die dokumentarische Methode verwendet. Insgesamt konnten 64 Erlebniserzählungen von Personen beiderlei Geschlechts, einer relativ großen Altersspanne von 13–85 Jahren, unterschiedlichen Wohnorten, die über ganz Deutschland verteilt sind, unterschiedlicher Nähe und Ferne zum christlichen Glauben und den kirchlichen Gottesdiensten sowie unterschiedlichen Konfessionen gesammelt und ausgewertet werden.
Für die Musik im Gottesdienst spielt das gemeinsame Singen die Hauptrolle. Die Aspekte der Gemeinschaft und der individuellen Ebene durchziehen die Arbeit. Die soziokulturelle Prägung und die individuelle Glaubenserfahrung stellen die Frage, wie Gemeinschaft noch möglich ist: Singen und Musik im Gottesdienst sind demnach individueller und gemeinschaftlicher Glaubensausdruck der Versammelten.
Band 70
Matthias Biermann
Das Wort sie sollen lassen stahn
Das Kirchenlied im Kirchenkampf der evangelischen Kirche 1933-1945

Vandenhoeck & Ruprecht, 2011, 427 Seiten, 7 Abb., kartoniert,
978-3-525-62416-6
84,99 EUR
Der sogenannte »Kirchenkampf« 1933–1945 spaltete die evangelische Kirche Deutschlands in die Bekennende Kirche und die Deutschen Christen. Die Auseinandersetzung spielte sich nicht nur auf politischer Ebene ab, sondern wirkte sich auch auf das kirchliche Leben aus. Matthias Biermann geht den Spuren nach, die die kirchenpolitische Situation im Hinblick auf das Kirchenlied hinterlassen hat. Zunächst im praktischen Bereich: Wie lässt sich die Singpraxis während des Kirchenkampfes beschreiben? Sowohl umfangreiches Archivmaterial wie z.B. Programmabläufe und Zeitungsberichte als auch Liedersammlungen aus jenen Jahren lassen Rückschlüsse zu, wie der Kirchenkampf das kirchliche Singen beeinflusst hat. Aber auch die theoretische Diskussion um das Verständnis des Kirchenlieds spiegelt die kirchenpolitische Situation der damaligen Zeit wider. Matthias Biermann analysiert die deutsch-christliche und bekenntnischristliche Position anhand der verschiedenen Beiträge zum Kirchenliedverständnis. Unter denen, die sich zu dieser Frage zu Wort meldeten, findet man so bedeutende Namen wie Karl Barth oder Dietrich Bonhoeffer. Aufschlussreich für den Zusammenhang zwischen der kirchenpolitischen Entwicklung auf der einen und der Bedeutung des Kirchenlieds auf der anderen Seite sind nicht zuletzt die damals entstandenen Kirchenlieddichtungen. Der Autor nähert sich dem Thema durch die Sichtung des vorhandenen Materials. Dies bildet den Ausgangspunkt für den Versuch, die neuen geistlichen Lieder der Bekennenden Kirche bzw. den Deutschen Christen zuzuordnen.
Matthias Biermanns Darstellung zur Bedeutung des Kirchenlieds zeichnet sich durch die Auswertung bisher unbekannten Archivmaterials aus, wobei er sich besonders den in diesem Zusammenhang häufig vernachlässigten Deutschen Christen zuwendet.
Band 69
Michael Lorenz
Das Wort im Spannungsfeld von Anrede und Interpretation
Erfahrungsbezug und Wirklichkeitsdeutung in der Predigt

Vandenhoeck & Ruprecht, 2011, 263 Seiten, kartoniert,
978-3-525-62415-9
56,99 EUR
»Was hat die Predigt mit meinem Leben zu tun?« Viele erleben die Predigt als formelhafte Sondersprache oder als spannungslos in der Alltagssprache aufgehend. Homiletik kann dieses Problem bearbeiten helfen, wenn sie zeigt, wie das Wort Gottes und die menschliche Sprache so ineinander greifen, dass die Erfahrung Gottes in ihrer lebensverändernden Kraft plausibel und wirksam wird.
Michael Lorenz untersucht daraufhin die in den 60er-Jahren entstandenen Homiletik Hans-Rudolf Müller-Schwefes, die den Anrede-Charakter der Sprache in den Mittelpunkt stellt, und die in den 90er-Jahren entstandene Semiotische Homiletik Wilfried Engemanns, die Sprache als Kommunikation versteht. Die Analyse beider Ansätze zeigt die ungelöste Schwierigkeit, das Wort Gottes und die Sprache so zusammenzudenken, dass es nicht zu einem beziehungslosen Nebeneinander oder einer spannungslosen Identität kommt, womit die Schwierigkeiten der Predigt in der homiletischen Theorie vorausgebildet sind.
Von diesem Befund ausgehend, erarbeitet Lorenz in Anknüpfung an Einsichten der hermeneutischen Theologie Gerhard Ebelings eine andere Beschreibung des Ineinander von Wort Gottes und Sprache. Dabei spielt die interpersonale Beziehungen im Unterscheid zur Subjekt-Objekt Relation eine entscheidende Rolle, die in Anlehnung an Martin Buber und Gabriel Marcel entfaltet wird. So entsteht auf der Grundlage einer relationalen Ontologie eine an der Unterscheidung von Gesetz und Evangelium orientierte hermeneutische Homiletik, die theologische Fragen nach dem Wesen der Predigt mit praktischen Fragen der Predigtarbeit verbindet.
Band 68
Alexander Deeg
Das äußere Wort und seine liturgische Gestalt
Überlegungen zu einer evangelischen Fundamentalliturgik

Vandenhoeck & Ruprecht, 2012, 590 Seiten, 5 Tab., 13 Graphiken,5 Abb., kartoniert,
978-3-525-62414-2
89,99 EUR
Die schlichte Frage »Was ist eigentlich evangelischer Gottesdienst?« ist alles andere als leicht zu beantworten. Alexander Deeg nimmt sich angesichts gegenwärtiger Herausforderungen in der evangelischen Gottesdienstlandschaft dieser Frage an und beantwortet sie so, dass theologische und ästhetische Überlegungen beständig ineinander greifen. Damit schließt Deeg eine Lücke in der liturgischen Diskussion, in der sich fundamentalliturgische Überlegungen derzeit kaum greifen lassen.
Methodisch wählt sie ein abduktives Verfahren, das die Einseitigkeit einer bloßen Ableitung des Gottesdienstes aus theologischen Vorgaben (Deduktion) ebenso hinter sich lässt wie die Einseitigkeit einer Entwicklung des Gottesdienstes aus empirischen Wahrnehmungen (Induktion). Inhaltlich zeigt der Autor, dass evangelischer Gottesdienst seit seinen Anfängen vor der Aufgabe einer liturgischen Inszenierung des äußeren Wortes steht. In historischen (vier ausgewählte Stationen der Geschichte des evangelischen Gottesdienstes), komparatistischen (Judentum und Katholizismus) und kulturwissenschaftlichen Erkundungen (zu Subjekt, Inszenierung und Dramaturgie) geht die Untersuchung dem Wechselspiel von Wort und Kult nach und profiliert den evangelischen Gottesdienst pointiert als WortKult: Der Kult gibt dem Wort seine Gestalt, das Wort kritisiert und belebt den Kult. Die grundsätzlichen Überlegungen werden liturgiepraktisch weitergeführt und insbesondere für die Sprachgestalt des Gottesdienstes bedacht.
Band 67
Silke Harms
Glauben üben
Grundlinien einer evangelischen Theologie der geistlichen Übung und ihre praktische Erfahrung am Beispiel der Exerzitien im Alltag

Vandenhoeck & Ruprecht, 2011, 288 Seiten, 4 Abb., 2 Tab., kartoniert,
978-3-525-57016-6
49,99 EUR
Aszetik – die Lehre von der geistlichen Übung – war lange Zeit ein Stiefkind der Praktischen Theologie. Die Frage, ob man Glauben üben kann, wurde bisher weit weniger bedacht, als die Frage, ob man Glauben lernen kann. Silke Harms untersucht die Bedeutung der Übung für die evangelische Theologie und Praxis. Sie weist nach, dass die Vermittlung von Inhalten des Glaubens in der Gegenwart notwendig einer Einübung in christliche Glaubensvollzüge bedarf. Exemplarisch nimmt Harms das ursprünglich aus jesuitischer Praxis erwachsene und seit den 90er Jahren verstärkt auch in der evangelischen Kirche populär gewordene Kursmodell der »Exerzitien im Alltag« in den Blick. Sie zeigt nicht nur den Weg dieser kirchengeschichtlich bemerkenswerten Übernahme der Exerzitien in evangelische Praxis auf, sondern legt dar, dass sich das geistliche Üben mit gutem Grund auf protestantisches Erbe beziehen lässt. Anhand einer ausführlichen Untersuchung der Schriften von Martin Luther und Friedrich Schleiermacher entfaltet die Autorin die Bedeutsamkeit dieser beiden Theologen für die evangelische Aszetik der Gegenwart. Geistliche Übung innerhalb der protestantischen Kirche zeichnet sich durch die Betonung der relational-kommunikativen Dimension aus. Ihr Ziel ist nicht eine Meisterschaft, sondern eine Verwandlung durch die Begegnung mit dem lebendigen Gott. Übung geschieht in der Polarität von Individualität und Sozialität, von Aktivität und Passivität und von gewöhnlichem Alltag und besonderen Zeiten und Orten. Evangelische Aszetik hat sicherzustellen, dass alle drei Dimensionen im Blick behalten werden und keine einseitige Beschränkung auf einen der jeweiligen Pole erfolgt.
Band 66
Andreas Kubik
Protestantismus - Aufklärung - Frömmigkeit
Historische, systematische und praktisch-theologische Zugänge

Vandenhoeck & Ruprecht, 2011, 280 Seiten, kartoniert,
978-3-525-57125-5
59,99 EUR
Aufklärung und Frömmigkeit scheinen sich nicht miteinander zu vertragen. Größeres Wissen und die Bereitschaft zur Kritik bedrohen das Glaubensleben, wie andererseits ein intensives religiöses Leben sich nicht mit dem Ideal der Aufgeklärtheit zu vertragen scheint. Der Protestantismus hat traditionell größere Nähen zur Aufklärung als das katholische Christentum, bezahlt dies aber mit einer vermeintlichen Verarmung spiritueller Vollzüge. Doch gibt es im Windschatten der immer wieder beschriebenen »Rückkehr der Religion« neue Möglichkeiten des Gesprächs zwischen den verschiedenen Größen. Es kehrt auch das Bedürfnis wieder, aufgeklärtes Bewusstsein und gelebte Religion als miteinander verträglich zu denken. Der Protestantismus hat in seiner Geschichte und seiner Gegenwart große Potenziale, dieses Bedürfnis zu reflektieren und zu erfüllen.
Die Beiträger widmen sich dem spannungsreichen Verhältnis von Protestantismus, Aufklärung und Frömmigkeit. Sie untersuchen zum einen geschichtliche Positionen: Die Aufklärung bedeutet historisch nicht einfach einen Abbruch, sondern vor allem eine Transformation frommen Lebens. Sie bieten ferner Schlaglichter auf gegenwärtige Wahrnehmungen aufgeklärt-religiösen Lebens innerhalb und außerhalb der Kirche. Sie fragen des Weiteren vor allem im Anschluss an Herder und Schleiermacher nach systematisch-theologischen Verhältnisbestimmungen von Aufklärung und Frömmigkeit, und bieten schließlich eine Reihe praktisch-theologischer Anstöße zur konkreten Arbeit in religiösen Handlungsfeldern wie Predigt, Jugendarbeit, Seelsorge und Kasualien.
Band 65
Kristin Merle
Alltagsrelevanz
Zur Frage nach dem Sinn in der Seelsorge

Vandenhoeck & Ruprecht, 2011, 352 Seiten, kartoniert,
978-3-525-62413-5
54,99 EUR
Wie baut sich Sinn lebensweltlich auf? Die vorliegende praktisch-theologische Grundlagenarbeit geht von dem Befund aus, dass der Sinnbegriff im poimenischen Diskurs merkwürdig selbstverständlich wie unpräzise gleichermaßen geführt wird, und dass dabei in der Regel von einer Klärung des Sinnbegriffs abgesehen wird. Dies ist umso erstaunlicher, als die Kategorie »Sinn« eine der grundsätzlichen Reflexionskategorien der Seelsorge darstellt. Die vorliegende Abhandlung findet mit ihrer Fragestellung einen wesentlichen Gesprächspartner in der phänomenologisch orientierten Soziologie, v.a. in den Arbeiten Alfred Schütz’. Schütz’ Überlegungen zum sinnhaften Aufbau der Lebenswelt und zu den Strukturen der Lebenswelt konturiert die alltägliche Lebenswelt als »ausgezeichnete Wirklichkeit« (Schütz), die dem Menschen als intersubjektive Kulturwelt vorgegeben ist. Unter den Bedingungen von Raum, Zeit und Sozialität internalisiert der Mensch Deutungsmuster, er verwandelt sie sich entsprechend individuell-biographisch ausgeprägter Relevanzhierarchien an, und er wirkt auf seine Umwelt zurück. Sinn zu deuten bzw. zu »konstruieren«, gehört insofern zu den kontinuierlichen alltäglichen und intersubjektiven Lebensleistungen des Menschen, wobei die Seelsorge Tragweiten differenziert zu betrachten und kulturell vermittelte Deutungsangebote kritisch zu sichten hat. Das Problem des Fremdverstehens ist und bleibt dabei der Gegenstand, mit dem es die Seelsorge wesentlich zu tun hat. Als methodischen Reflex hierauf stellt die Abhandlung Überlegungen zur Arbeit an und mit Relevanzsystemen an und bietet am Schluss eine Zusammenstellung von Anregungen möglicher Schritte der Interaktion für die seelsorgerliche Begegnung.

Die diesem Buch zugrundeliegende Dissertation wurde 2010 mit dem der Ev.-theol. Fakultät der Uni Tübingen ausgezeichnet.
Band 64
Dörte Gebhard
Glauben kommt vom Hörensagen
Studien zu den Renaissancen von Mission und Apologetik

Vandenhoeck & Ruprecht, 2010, 352 Seiten, kartoniert,
978-3-525-62442-5
64,99 EUR
Lässt die Christenheit noch etwas von ihrem Glauben hören? Was hat sie dann zu sagen? Dörte Gebhard stellt die problematischen Aufbrüche und die lehrreichen Untergänge von Mission und Apologetik im 19. und 20. Jahrhundert vor. Sie haben nach langem wissenschaftlichem und kirchenleitendem Schweigen zur Jahrtausendwende eine Renaissance erlebt. Sie wird als komplexes Sprachphänomen analysiert.
Bei der Rekonstruktion von Wirkungsgeschichten werden inzwischen geleerte Begriffe und Sprachgewohnheiten des 20. Jahrhunderts wie Krise, Dialog und Markt in Frage gestellt. Die 2000jährige christliche Missionsgeschichte zeigt, dass Glauben nur dann vom Hörensagen kommen kann, wenn auch die Sprache gewaltfrei bleibt. Exemplarisch stellt Gebhard die Sprachkriege um die christliche Wahrnehmung der Welt und die verbalen Diskriminierungen der Adressaten von Mission und Apologetik vor. Die frühere Rede von »Heiden« und heute von Kunden erscheint damit auf ähnliche Weise problematisch-zeitgenössisch.
Stattdessen empfehlen sich Sprachspiele, die die Selbstbezeichnungen der Adressaten wahrnehmen, die Zahlen und statistisches Material mit weniger Glauben bedenken, die mit Ehrfurcht und Sympathie Menschen ansprechen üben und die besonderen Eigenarten pluraler, kirchlicher Gemeinschaften sorgfältiger pflegen. Das positive Potenzial menschlicher Sprache, besonders des mündlichen Ausdrucks, wird für die Praktische Theologie neu erschlossen. Plädiert wird für Wortwahlen, die der Freiheit des Evangeliums entsprechen. Dafür müssen sich die weit voneinander entfernten Fächer Missionswissenschaft und Praktische Theologie, besonders die Homiletik, wieder neu begegnen und befruchten.
Thomas Erne
Die Religion des Raumes und die Räumlichkeit der Religion

Vandenhoeck & Ruprecht, 2010, 256 Seiten, 50 Abb., kartoniert,
978-3-525-62441-8
60,00 EUR
Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie Band 63
Kirchen fungieren in der Moderne als öffentliche Zeichen der Transzendenz, abgekoppelt von Fragen der Kirchenmitgliedschaft. Sie sind aber offen für Religiosität jenseits der Konfessionalität.

Kirchen fungieren in der Moderne als öffentliche Zeichen der Transzendenz, abgekoppelt von Fragen der Kirchenmitgliedschaft, aber offen für Religiosität jenseits der Konfessionalität und offen für Bedeutungszuschreibungen. Sie dienen als kollektiver Gedächtnisspeicher, für Inszenierungen im Quartier und in der Stadt, sie sind Refugien der Andersheit.
Das neue Interesse an den Räumen der Religion muss der Theologie zu denken geben. Welche Veränderungen individueller Frömmigkeit, welche Transformation institutioneller Formen sind dabei im Spiel? Die Beiträge dieses Bandes zeigen, wie das neue Interesse an den Räumen der Religion der Theologie zu denken geben kann.
Leseprobe,
Band 62
Isabelle Noth
Nachdenkliche Seelsorge - seelsorgerliches Nachdenken
Festschrift für Christoph Morgenthaler zum 65. Geburtstag

Vandenhoeck & Ruprecht, 2012, 357 Seiten, 4 Abb., kartoniert, 978-3-525-62417-3
89,95 EUR
Disziplinen werden ideen- und zeitgeschichtlich, aber auch stets durch die jeweiligen Persönlichkeiten ihrer Vertreter geprägt. Dieser Band ist als Festschrift für den Schweizer Praktischen Theologen und Psychologen Christoph Morgenthaler konzipiert und lässt sich inhaltlich von seinem Wirken leiten. Fünf Schwerpunkte sind charakteristisch und typisch für Morgenthalers Schaffen: Träume, Systemische Seelsorge, spezialisierte Seelsorge (u.a. im Krankenhaus und im Gefängnis) und das Verhältnis der Seelsorge zur allgemeinen (Religions-)Psychologie (Beratung) sowie Interdisziplinäres und Transnationales. Alle Beiträger/innen knüpfen in der einen oder anderen Weise an Veröffentlichungen von Christoph Morgenthaler an. Sie setzen sich direkt mit ihnen auseinander und verwenden sie als Impulsgeber und Inspiration für das eigene seelsorgliche Nachdenken.
Albrecht und Elisabeth Grözinger beschäftigen sich mit dem Thema »Träume« und widmen diesem Thema je einen Beitrag zur Praktischen Theologie und zur Religionspsychologie. Unter anderem nehmen sich Ralph Kunz und Ursula Riedel-Pfäfflin der systematischen Seelsorge in Ihren Aufsätzen über die »gesellige« Gottheit und gesellschaftspolitische und spirituelle Kommunikation an. Dem Thema Religionspsychologie nähert sich u.a. David Plüss »über das Gebet oder über die Beichte in der Seelsorge«. Helmut Weiss zeigt, dass die islamische Seelsorge wichtig zu nehmen ist und repräsentiert einen Teil der spezialisierten Seelsorge. Pasqualina Perrig-Chiello geht auf Menschen in biographischen Übergangsphasen ein und nimmt sich so einer Facette der seelsorgerlichen Beratung an.
Band 61
Ulrich H. J. Körtner
Leib und Leben
Bioethische Erkundungen zur Leiblichkeit des Menschen

Vandenhoeck & Ruprecht, 2010, 230 Seiten, kartoniert,
978-3-525-62412-8
64,99 EUR
Leiblichkeit ist die Signatur unserer menschlichen Existenz. Wir haben nicht nur einen Leib, sondern wir sind auch Leib. Der Leib verkörpert die Einheit und die Geschichte unseres Lebens. Es hinterlässt an und in unserem Körper seine Spuren, und das Gesicht eines Menschen enthält in Kurzschrift seine ganze Biographie. Leib und Leben, Leibgeschichte und Lebensgeschichte bilden eine innere Einheit.
Sorge um Leib und Leben – so nennen wir bezeichnenderweise unsere Sorge um uns selbst, unsere physische Existenz und unsere Person. Die Sorge um Leib und Leben ist in besonderer Weise die Aufgabe der Medizin und der Pflege. Leiblichkeit gehört zu den Schlüsselbegriffen heutiger medizin- und pflegeethischer Debatten. Eine Bioethik, die sich an den Einsichten einer Phänomenologie der Leiblichkeit orientiert, steht allerdings vor nicht geringen Begründungsproblemen, haben doch die klassischen Vertreter einer Leibphänomenologie die besondere Stellung des menschlichen Leibes als erkenntnistheoretisches und ontologisches Problem betrachtet, nicht aber als eine Frage der Ethik.
Mit den angesprochenen Begründungsproblemen setzt sich Ulrich Körtner auseinander. Seine bioethischen Erkundungen zur Leiblichkeit des Menschen befassen sich mit der Geburtlichkeit des Menschen, mit Krankheit, Alter und Tod. Körtner geht es weniger um materialethische Einzelfragen als um fundamentalethische und anthropologische Grundfragen heutiger Bioethik, die hier aus einem theologischen Blickwinkel diskutiert werden.
Bio- und medizinethische Themen sind heute eine wichtige Schnittstelle zwischen Systematischer und Praktischer Theologie. Generell wird das interdisziplinäre Gespräch zwischen Seelsorge und Ethik seit einiger Zeit wieder intensiver als in der Vergangenheit geführt. Auch die bioethischen Erkundungen zur Leiblichkeit des Menschen verstehen sich als Beitrag zu diesem Dialog.
Band 60
Johannes Block
Peccatum magnificare
Zur Wiederentdeckung des evangelischen Sündenverständnisses für die Handlungsfelder der Praktischen Theologie. Festschrift für Christian Möller zu seinem 70. Geburtstag

Vandenhoeck & Ruprecht, 2010, 283 Seiten, kartoniert,
978-3-525-62411-1
49,99 EUR
Das Buch greift mit dem Stichwort Sünde ein weithin vergessenes, aber bei dem Praktischen Theologen Christian Möller wichtig gewordenes Stichwort auf. In Aufnahme der reformatorischen Formel »peccatum magnificare« wird ein geistlicher Erfahrungsraum beschrieben, der jenseits aller menschlichen Möglichkeiten liegt und der von Gottes Charisma erfüllt ist. Im Licht des Evangeliums vollzieht sich eine Sündenerkenntnis, die das Machbarkeitsdenken des sich selbst erlösenden Menschen entlarvt. Durch den Riss in der menschlichen Existenz leuchtet die allem vorausliegende Güte Gottes auf.
Die AutorInnen dieser Festschrift loten den Erkenntnisgewinn des evangelischen Sündenbegriffs für das Selbstverständnis der Praktischen Theologie aus. Dies geschieht aus der jeweiligen Perspektive einer praktisch-theologischen Disziplin heraus. Von der Reflexion werden Bezüge zur kirchlichen Praxis entfaltet. Es wird gezeigt, welches theologische Potenzial das Stichwort Sünde für eine Praxis bietet, die weiter reicht als das menschlich Mögliche und Machbare
Mit Beiträgen von Johannes Block, Rudolf Bohren, Peter Bubmann, Corinna Dahlgrün, Holger Eschmann, Tanja Gojny, Michael Heymel, Klaus-Peter Jörns, Manfred Josuttis, Ralph Kunz, Fritz Lienhard, Michael Meyer-Blanck, Klaus Raschzok, Wolfgang Ratzmann, Ingrid Schoberth, Helmut Schwier und Peter Zimmerling.
978-3-525-62410-4 Ulf Liedke
Beziehungsreiches Leben
Studien zu einer inklusiven theologischen Anthropologie für Menschen mit und ohne Behinderung

Vandenhoeck & Ruprecht, 2009, 652 Seiten, 3 Graphiken, kartoniert,
978-3-525-62410-4
120,00 EUR
Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie, Band 59
Ulf Liedkes Ziel ist es, den anthropologischen Diskurs der Theologie zum Thema »Behinderung« zu rekonstruieren und zu diskutieren sowie grundlegende Dimensionen einer inklusiven theologischen Anthropologie für Menschen mit und ohne Behinderung zu entwickeln. Die Untersuchung besteht aus zwei Hauptteilen: der erste gilt der Analyse der wichtigsten theologischen Deutungsmodelle des Phänomens »Behinderung« seit Beginn der 1980er Jahre. Dabei werden dreizehn theologische Konzepte vorgestellt und diskutiert. Diese sind von erheblichen Deutungsunterschieden geprägt. Sie reichen von Behinderung als Teil der guten Schöpfung Gottes einerseits bis zu Behinderung als Manifestation widergöttlicher Macht andererseits. Dazwischen liegen zahlreiche weitere, inhaltlich verschiedene Interpretationen.
Im zweiten Hauptteil der Untersuchung werden Grundzüge einer inklusiven theologischen Anthropologie entwickelt, die für Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen gilt. Sie wird theologisch von der Gottebenbildlichkeit des Menschen aus entwickelt und als ein Menschsein in Beziehung verstanden, das in relationaler Analogie zum Beziehungsreichtum des dreieinigen Gottes verwirklicht wird. An den Kategorien Personalität, Subjektivität, Leiblichkeit, Sozialität, Glaube, Bildung, Fragmentarität und Inklusion werden anthropologische Grunddimensionen dieses beziehungsreichen Lebens reflektiert.
Die Studie interpretiert das Leben mit einer Behinderung vor diesem Hintergrund als beziehungsbestimmtes Leben mit einer individuellen Gegebenheit. In Analogie zu Gottes trinitarischem Sein können sich Menschen in ihren Erschwernissen und ihrer Ermächtigung als Gott entsprechende, von ihm angenommene, getröstete, begleitete und aufgerichtete Personen verstehen. Dies gilt für alle Menschen.
Band 58
Thomas Micklich
Kommunikation des Glaubens
Gottesbeziehung als Kategorie praktisch-theologischer Theoriebildung

Vandenhoeck & Ruprecht, 2009, 357 Seiten, 21 Graphiken, kartoniert,
978-3-525-62409-8
59,99 EUR
Thomas Micklich geht es um die Gottesbeziehung des Menschen. Der Denkbarkeit dieser Voraussetzung des Glaubens stellen sich aber rationalitätslogische Probleme in den Weg. Die Studie verfolgt eine doppelte Strategie. Einerseits sollen implizite Voraussetzungen theologischen Denkens expliziert sowie innere Widersprüchlichkeiten offen geleget, andererseits einzelne Konstellationen des Glaubens in den Blick genommen werden. Die Hauptthese der Studie ist, dass die »Gottesbeziehung« in der Regel als eine zweistellige Relation gedacht wird. Diese Konzeption ist jedoch aporetisch, aber nicht als Aporie des Glaubens, sondern der zugrunde liegenden rationalitätslogischen Struktur. Die Perspektive, die die Studie zu eröffnen sucht, ist, die Gottesbeziehung als eine genuin dreistellige Relation zu denken. Dieser formalen Pointe entspricht ihre materiale Fassung als soziale Beziehung der Intersubjektivität. Intersubjektivität besteht dabei nicht zwischen »Gott« und »Mensch«, sondern zwischen Mensch und Mensch, derart, dass »Gott« als die Beziehung der Bezogenen zu denken ist. Nur so kann vermieden werden, dass der Mitmensch zur bloßen Randbedingung der Gottesbeziehung des Anderen wird, für die er vielmehr mitkonstitutiv ist. Dies ist denkbar auf der Basis einer transitiven – triadischen – Relation. Die Kommunikation des Glaubens kann nun als eine spezifische Geschichte Gottes mit dem Menschen, als seine sozial für uns wirkliche Mitmenschlichkeit, begriffen werden, deren Transzendenz sich inmitten unserer Welt erfahrbar realisiert.
Band 57
Jochen Arnold
Von Gott poetisch - musikalisch reden
Gottes verborgenes und offenbares Handeln in Bach Kantaten

Vandenhoeck & Ruprecht, 2009, 488 Seiten, kartoniert,
978-3-525-57124-8
79,99 EUR
Nach einer grundsätzlichen Einführung in den Stand der Forschung werden ca. 30 geistliche Kantaten aus unterschiedlichen kompositorischen Stadien des Thomaskantors poetisch, theologisch und musikalisch analysiert.
Jedem der fünf Kapitel (verborgener Gott, richtender Gott, fürsorgender Gott, dreieiniger Gott) geht eine eher grundsätzliche dogmatische Reflexion zum jeweiligen Thema voran. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem Bekenntnisaspekt, da die Kantate zu Bachs Zeit am Ort des Credo musiziert wurde.
Johann Sebastian Bachs Kompositionen sprechen bis heute Menschen an und berühren sie. Deshalb werden in der
hier vorliegenden Arbeit seine geistlichen Kantaten als Zeugnisse einer Welt- und Lebensdeutung in den Blick genommen. Sie werden in ihrer poetischen und musikalischen Struktur wahrgenommen und sowohl mit den Gotteserfahrungen der Bibel als auch mit theologischen Fragen der Gegenwart ins Gespräch gebracht. Ausgehend vom poetisch-musikalischen Profil einzelner Kantaten wird auch nach einer angemessenen Aufführung im heutigen Gottesdienst gefragt. Dabei geht der Verfasser der Frage nach, wie die Musik von Bach spirituelle Erlebnisse neu ermöglichen kann und ob sie sogar Glücks- und Trosterfahrungen spenden können.
Somit ist die vorliegende Arbeit für theologisch, seelsorgerlich und kirchenmusikalisch Interessierte gleichermaßen attraktiv.
Band 56
Norbert Schwarz
denn wenn ich schwach bin, bin ich stark
Rezeptivität und Produktivität des Glaubenssubjekts in der Homiletik Hans Joachim Iwands

Vandenhoeck & Ruprecht, 2008, 368 Seiten, kartoniert,
978-3-525-62406-7
49,99 EUR
»Predigt ist Gottes Wort, durch das er selbst zu uns redet.« – Mit diesem Grundsatz hat Hans Joachim Iwand (1899–1960) die Homiletik seiner Zeit nachhaltig geprägt. Die Erwartung einer die Predigtarbeit steuernden Selbstwirksamkeit des Wortes war für ihn der entscheidende Bestimmungsgrund von Verkündigung. Ist dieser Anspruch haltbar angesichts der Tatsache, dass jede Predigt ein Produkt menschlicher Rede ist? Oder wird damit nicht die Subjektivität von Prediger und Predigthörern notwendigerweise übergangen?
Norbert Schwarz untersucht den inneren Verweisungszusammenhang von Predigttheorie und -praxis bei Hans Joachim Iwand. Iwands Homiletik liegt ein differenziertes systematisch-theologisches Konzept von Subjektivität zu Grunde, das es erlaubt, empirische und theologische Bestimmungsgründe in der Predigt aufeinander zu beziehen. Anhand seiner Vorlesung zur Homiletik aus dem Jahre 1937 wird gezeigt, wie Iwand von seinen Voraussetzungen her die Predigtarbeit als ein methodisch geleitetes Handeln zu verstehen gibt. Schließlich unterzieht Schwarz die Predigten Iwands erstmals ausführlichen rhetorischen Analysen. Dabei wird deutlich, dass dieser Theologe nicht nur einen eigenen Typus rhetorischer Predigtgestaltung hervorgebracht hat, sondern sich an vielen Stellen überraschend anschlussfähig erweist an gegenwärtige Reflexionsperspektiven.
Band 55
Hans Martin Dober
Die Zeit ins Gebet nehmen
Medien und Symbole im Gottesdienst als Ritual

Vandenhoeck & Ruprecht, 2009, 308 Seiten, kartoniert, 978-3-525-62408-1
49,99 EUR
Hat der reguläre Sonntagsgottesdienst ausgedient? Es scheint so, als sei er zur musealen Veranstaltung geworden, die sich der alten Medien bedient und gerade das erfordert, was in einer von digitalen Medien erzeugten Öffentlichkeit selten wird: die tatsächliche Begegnung von Angesicht zu Angesicht. Oder hat der Sonntagsgottesdienst das Zeug dazu, nach wie vor in einem wesentlichen und ritualisiert regelmäßigen Sinne der Darstellung des Christentums zu dienen, die gerade in einer durch Beschleunigung gekennzeichneten gesellschaftlichen Situation solcher Erfahrungsräume bedarf?
Diese Untersuchung Hans Martin Dobers will Einsicht verschaffen in eine heute weitgehend verstellte und vergessene, zumindest aber gefährdete Praxis der Kirchen; eine Praxis, die über Jahrhunderte wie selbstverständlich am umfassenden Bildungsauftrag des einzelnen teilhatte, der die Gründe je seines bzw. ihres Selbstgefühls zu betreffen vermag.
In einer methodischen Verknüpfung humanwissenschaftlicher Zugänge und religionsphilosophischer Interpretationen entfaltet Dober die These, dass der Gottesdienst wesentlich aus der Praxis des gemeinsamen Gebets zu verstehen ist, in welcher die sich aus der Zeitlichkeit des Menschen ergebenden Herausforderungen verwunden werden können.
Band 54
Klaus Kohl
Christi Wesen am Markt
Eine Studie zur Rede von der Diakonie als Wesens- und Lebensäußerung der Kirche

Vandenhoeck & Ruprecht, 2007, 323 Seiten, kartoniert,
978-3-525-62402-9
59,99 EUR
Von der Wohlfahrt zum Wettbewerb! Auch die Diakonie ist zu einem bestimmten Grad dem wirtschaftlichen Wandel unterworfen. Damit gehen Veränderungsprozesse einher, die sich sprachlich niederschlagen. Die vier Schritte, nach denen Klaus Kohl die Rede von der Diakonie als Wesens- und Lebensäußerung der Kirche untersucht, sind von einer Grundhaltung der Wahrnehmung bestimmt, mit der er sich in die zurzeit prägende Bestimmung von Praktischer Theologie als Wahrnehmungswissenschaft stellt.
Der Autor entwickelt sein Untersuchungsverfahren im Laufe der Darstellung, die von hermeneutischen Überlegungen begleitet werden. Dabei verknüpft er Jüngel’sche Dogmatik mit qualitativ-empirischen Analysemethoden. Die Kombination von empirisch-deskriptivem Erkenntnisgang und theologisch-metaphorischer Sprache ist ungewöhnlich und macht die Studie umso reizvoller.
Band 53
Gerald Kretzschmar
Kirchenbindung
Praktisch-theologische Aspekte zur Kirchlichkeit in der Moderne

Vandenhoeck & Ruprecht, 2007, 384 Seiten, 1 Grafik und mehrere Tab., kartoniert,
978-3-525-62398-5
74,99 EUR
Im öffentlichen Diskurs einer Gesellschaft, deren Struktur wesentlich durch Individualisierung, Pluralisierung und Differenzierung geprägt ist, steht die Frage danach, was eine solche Gesellschaft eigentlich zusammenhält, regelmäßig auf der Tagesordnung.
Sie wird überall dort aufgeworfen, wo »postmoderne Beliebigkeit und Unverbindlichkeit«, »Orientierungskrise bzw. –verlust«, »Sinnkrise« und schließlich eine »Bindungskrise« als Ergebnisse gesellschaftsanalytischer Betrachtungen benannt werden.
Die Frage nach verbindenden Größen und Kräften stellt sich nicht nur auf gesamtgesellschaftlicher Ebene, sondern auch im Kontext von Großorganisationen wie der Evangelischen Kirche in Deutschland, die die für die Gesamtgesellschaft charakteristischen Strukturmerkmale aufweist.
In Bezug auf die evangelische Kirche stellt sich diese Frage sogar besonders dringlich. Schließlich hat sie auf Grund ihres reformatorischen Ursprungs die Förderung der Autonomie und der Emanzipation des Individuums in Glaubenssachen zu einem Proprium kirchlichen Handelns gemacht. Mit ihrer in Abgrenzung zur katholischen Kirche des Mittelalters geförderten institutionenkritischen Subjektivierung des Glaubens ist die evangelische Kirche zu einer Wegbereiterin der Moderne geworden. Als »Institution der Freiheit« (vgl. Rendtorff 1977) hat sie die modernen Strukturen maßgeblich mitgestaltet, die die gegenwärtige Gesellschaft, aber auch die soziale Binnenstruktur der Kirche selbst, prägen. Was hält eine gesellschaftliche Großorganisation wie die evangelische Kirche eigentlich zusammen?
Die vorliegende Untersuchung will eine Antwort auf diese Frage geben. Sie richtet ihr Augenmerk auf Kommunikationsmuster zwischenmenschlicher Beziehungen, die helfen, alltägliche Interaktionssituationen zwischen einander fremden Menschen zu bewältigen.
Band 52
Harald Beutel
Die Sozialtheologie Thomas Chalmers (1780-1847) und ihre Bedeutung für die Freikirchen
Eine Studie zur Diakonie der Erweckungsbewegung

Vandenhoeck & Ruprecht, 2007, 336 Seiten, kartoniert,
978-3-525-62396-1
59,99 EUR
Thomas Chalmers könnte man als das reformierte Gegenstück zu Johann Hinrich Wichern bezeichnen. Ihm war zwar nicht die gleiche Wirkungsgeschichte vergönnt wie dem Initiator des »Centralausschusses für Innere Mission«, aber auch sein Name ist im angelsächsischen Protestantismus bis heute nicht vergessen. Wie sein jüngerer Zeitgenosse in Deutschland die Reichweite der Diakonie aus Sicht der lutherischen Tradition deutlich machte, so war für Chalmers die Theologie Calvins der Ausgangspunkt seiner Sozialtheologie. Die Verwerfungen der frühen Industriegesellschaft bildeten für beide den Anlass, den Stellenwert der Diakonie mit neuem Nachdruck geltend zu machen. Chalmers sozial-theologisches Konzept war das Werk eines Mannes, der sich zeitlebens zur Volkskirche bekannte.
Weit mehr als in Mitteleuropa haben sich in Großbritannien protestantische Volks- und Freikirchen gegenseitig beeinflusst. Dies soll im Laufe der Arbeit auch am Beispiel Chalmers deutlich werden.
So ist sein Konzept zuletzt nicht nur formal im ökumenischen Horizont angesiedelt, es ist ebenfalls im Blick auf die volkskirchlichen und freikirchlichen Traditionen genuin ökumenisch. In ihm gewinnen auch spezifisch freikirchliche Theologumena eine Gestalt, die heute noch in der Lage ist, der kirchlichen Praxis Impulse zu vermitteln.
Wenn hier von »Freikirchen« geredet wird, so sind damit in erster Linie die Kirchen gemeint, die sich als »Gemeinden der Glaubenden« verstehen, also solche, die beispielsweise in Deutschland in der Vereinigung Evangelischer Freikirchen zusammengeschlossen sind. Traditionslinien der freikirchlichen Theologie werden vor allem am Beispiel angelsächsischer Freikirchen aufgezeigt.
Band 50
Constanze Thierfelder
Durch den Spiegel der anderen
Wanhrnehmungen von Fremdheit und Differen in Seelsorge und Beratung

Vandenhoeck & Ruprecht, 2006, 256 Seiten, kartoniert,
978-3-525-62394-7
49,99 EUR
Seelsorge und Beratung gelingen nur, wenn sie auf die gesellschaftlichen Gegebenheiten abgestimmt sind. In einem Kontext, der von vielfältigen kulturellen Zusammenhängen und Lebenswelten geprägt ist, kann eine Lehre von Seelsorge und Beratung nicht nur Beziehung und Nähe in den Vordergrund stellen, sondern muss ein Konzept des Umgangs mit Fremdheit und Differenz entwickeln.
In Auseinandersetzung mit unterschiedlichen fachspezifischen Feldern (Linguistik, Philosophie, Psychoanalyse, Ethnopsychoanalyse und Paartherapie) entwickelt Constanze Thierfelder ihren eigenen Ansatz zur Wahrnehmung von Fremdheit und Differenz. Die Studie besticht durch ihren inhaltlichen Weitblick und ihre interdisziplinären Verknüpfungen.
Band 48
Alexander Deeg
Predigt und Derascha
Homiletische Textliteratur im Dialog mit dem Judentum

Vandenhoeck & Ruprecht, 2006, 608 Seiten, 8 Tab. und 3 s/w Abb., kartoniert,
978-3-647-62390-0
84,90 EUR
Alexander Deeg bereichert das christliche Predigen durch Erkenntnisse aus dem Judentum. Ausgangspunkt ist die Derascha, die jüdische »Predigt«, in ihren unterschiedlichen Spielarten seit rabbinischer Zeit bis in die unmittelbare Gegenwart. Die historische Untersuchung zur jüdischen Predigt erhellt ihren Umgang mit dem biblischen Text im Blick auf die homiletische Hermeneutik.
Durch die Darstellung jüdischer Predigtgeschichte schließt der Autor eine Lücke in der bisherigen Forschung mit dem Ziel, daraus Impulse für eine erneuerte christliche Homiletik zu gewinnen. Klassische und neuere Grundfragen, etwa nach »Sakramentalität des Gotteswortes«, »Gesetz und Evangelium«, »Intertextualität« oder »canonical approach«, werden mit Entdeckungen aus der Geschichte der Derascha in Dialog gesetzt.
Band 47
Else Kohler
Mit Absicht rhetorisch
Seelsorge in der Gemeinschaft der Kirche

Vandenhoeck & Ruprecht, 2006, 320 Seiten, 5 Abb. und 2 Tab., kartoniert,
978-3-525-62389-3
19,99 EUR
Kommunikation ist immer rhetorisch – wie absichtsvolle rhetorische Kommunikation aussieht und welche Bedeutung sie für die seelsorgerliche Praxis hat, zeigt dieses Buch. Dabei zieht der Autor klare Verbindungslinien zu Ästhetik, Symboltheorie und Psychotherapie. Kohler untersucht das Beziehungsdreieck von Seelsorge, Rhetorik und Gemeinschaft und entwickelt über die Auseinandersetzung mit gemeinschaftsorientierten Kommunikationstheorien einen eigenen, pragmatisch orientierten Begriff von Seelsorge. Diesen macht er mit Hilfe von ausführlichen rhetorischen Analysen von Seelsorgegesprächen aus den Bereichen der verkündigenden Seelsorge, der therapeutischen Seelsorge und der Alltagsseelsorge anschaulich.
Band 46
Thomas Böttrich
Schuld bekennen - Versöhnung feiern
Die Beichte im lutherischen Gottesdienst
Vandenhoeck & Ruprecht, 2006, 319 Seiten, kartoniert,
978-3-525-62388-6
55,00 EUR
Die Beichte als ein Sündenbekenntnis mit anschließender Lossprechung erscheint vielen als Fremdkörper im Gottesdienst. Meist ganz unvermittelt gesprochen, wird sie im Ablauf der Liturgie kaum wahrgenommen. Beichte als gottesdienstliches Element ist kaum noch plausibel und steht in der Gefahr, aus den Gottesdienstordnungen zu verschwinden.
Drei gottesdienstliche Beichtformen werden in ihrer Geschichte und heutigen Form dargestellt. Ist das Sündenbekenntnis im Gottesdienst überhaupt nötig? Und wie kann es gestaltet werden? Diesen Fragen geht Böttrich nach und befragt dazu die dogmatischen Gesamtentwürfe von Althaus, Tillich und Barth. Schließlich plädiert er dafür, die Vielfalt der Beichtformen wieder zu entdecken und zu praktizieren und durch eine bessere Vermittlung neu plausibel zu machen.
Band 45
Ralf Günther
Seelsorge auf der Schwelle
Eine linguistische Untersuchung von Seelsorgegesprächen im Gefängnis

Vandenhoeck & Ruprecht, 2005, 357 Seiten, incl. CD, kartoniert,
978-3-525-62382-4
17,99 EUR
Jedes seelsorgliche Gespräch findet auf einer kommunikativen Schwelle statt. Menschen aus oft unterschiedlichen sozialen Lebenswelten und biographischen Zusammenhängen begegnen einander und inszenieren auf dieser Schwelle eine Interaktion. In Seelsorgegesprächen im Gefängnis treffen verschiedene Welten besonders hart und erfahrbar aufeinander, was von beiden Seiten auch sprachlich bewältigt werden muss. Nach einer Einführung in die Theorie und Methodik der linguistischen Gesprächsforschung unterzieht der Autor Seelsorgegespräche im Gefängnis einer linguistischen Analyse. So zeigt er differenziert die Probleme und Chancen solcher Begegnungen auf. Die vollständigen Transkriptionen der Gespräche auf der Begleit-CD runden die Ausführungen Günthers ab und regen zur Weiterarbeit an.
Band 44
Christian Stäblein
Predigen nach dem Holocaust
Die Wahrnehmung des jüdischen Gegenübers in der evangelischen Predigtlehre nach 1945

Vandenhoeck & Ruprecht, 2004, 360 Seiten, kartoniert,
978-3-525-62381-7
17,99 EUR
Die evangelische Theologie stand nach 1945 vor der Frage ob nicht der Holocaust zu einem grundsätzlichen Neuansatz im theologischen Denken und im Verhältnis zum Judentum führen müsse. Stäblein stellt diese Frage erstmals nicht nur für die konkrete Predigt, sondern für die evangelische Predigtlehre insgesamt. Er macht den Ertrag kulturwissenschaftlicher und geschichtsphilosophischer Forschungen für die Homiletik fruchtbar und untersucht insbesondere die Rolle von Erinnern und Gedenken für das Predigen nach dem Holocaust. Als Schlüssel für ein angemessenes Predigen wird die Wahrnehmung des Judentums als eines selbstbestimmten Gegenübers herausgestellt. Der Autor zeichnet den Lernprozess nach, den die Predigtlehre nach 1945 in deutlich unterscheidbaren Phasen durchlaufen hat und zeigt deren Erkenntnisgewinn auf. Dabei skizziert er die Umrisse einer evangelischen Predigtlehre, die aus dem Gedenken an den Holocaust die spezifischen Aufgaben christlicher Verkündigung mit der Wahrnehmung eines lebendigen, jüdischen Gegenübers zu verbinden vermag.
Band 42
Hellmut Santer
Persönlichkeit und Gottesbild
Religionspsychologische Impulse für eine praktische Theologie

Vandenhoeck u. Ruprecht, 2003, 336 Seiten, kartoniert,
978-3-525-62377-0
54,99 EUR
Gottesbilder können über das eigene seelische Befinden ebenso entscheiden wie über die Überzeugungskraft des Glaubens für andere. Es erscheint erstaunlich, dass in Homiletik oder Seelsorge die Gottesbildthematik hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Persönlichkeit bisher kaum reflektiert wurde. Diese Zurückhaltung wird vor dem Hintergrund der methodischen und anthropologischen Probleme im Dialog zwischen Theologie und Psychologie verständlich.
H. Santer nimmt auf der Basis der kritischen Reflexion von Dialogkriterien das Gespräch mit der im deutschsprachigen Raum wenig beachteten Objektbeziehungstheorie und ihrer Religionspsychologie auf. Dieser Ansatz erweist sich nicht nur für die Frage nach dem Zusammenhang von Persönlichkeit und Gottesbild als fruchtbar, sondern bringt auch neue Impulse für die pastoralpsychologische Dimensionierung einer Praktischen Theologie.
Band 40
Christoph F. W. Schneider-Harpprecht
Interkulturelle Seelsorge

Vandenhoeck u. Ruprecht, 2001, 386 Seiten, kartoniert,
978-3-525-62367-1
49,99 EUR
Kultur ist ein Faktor, der jeden Seelsorge- und Beratungsprozess von Grund auf prägt. Seelsorge und Beratung werden ihrem Auftrag nur gerecht, wenn sie die kulturelle Bedingtheit des Verhaltens von Klienten, Seelsorgern und Beratern bewusst wahrnehmen und mit ihr arbeiten. Das Ziel dieser Studie ist es, im Gespräch mit Erkenntnissen der Ethnologie, Psychotherapieforschung, Psychologie und Soziologie Elemente der Theorie und Praxis einer kulturell sensiblen Beratung und Seelsorge zu entwickeln. Das Modell greift Erfahrungen aus der Familienberatung in Brasilien auf, beansprucht aber darüber hinaus, für die interkulturelle Seelsorge und Beratung in westlichen Industrieländern relevant und anwendbar zu sein. Die Arbeit bringt den Kulturbegriff der »interpretierenden Anthropologie« (Clifford Geertz) in Verbindung mit dem Kognitions- und Kulturverständnis der »Theorie der lebenden Systeme« (Humberto Maturana) und entwickelt eine interkulturelle Hermeneutik und Kommunikationstheorie. Sie analysiert das Verhältnis von Evangelium und Kultur im ökumenischen Kontext und prüft den Nutzen verschiedener Psychotherapie-Theorien und Methoden für die interkulturelle Seelsorge. Dabei legt sie einen besonderen Schwerpunkt auf den Beitrag der Familientherapie und der narrativen Therapie. Das Buch ist der erste Entwurf interkultureller Seelsorge im deutschsprachigen Raum.
Band 39
Jochen Cornelius-Bundschuh
Die Kirche des Wortes
Zum evangelischen Predigt- und Gemeindeverständnis

Vandenhoeck u. Ruprecht, 2001, 352 Seiten, kartoniert,
978-3-525-62366-4
14,99 EUR
Die evangelische Kirche ist die Kirche des Wortes, geprägt durch Lesen und Schreiben, Reden und Hören. In ihrem Zentrum stand seit Martin Luther die Predigt, die im Zeitalter der Bilder an Bedeutung zu verlieren scheint. Statt dessen gelten Konzeptionen des Gemeindeaufbaus, neue Medien, Leiblichkeit und Ganzheitlichkeit, aber auch Management-Theorien vielfach als wichtiger für die Zukunft der Kirche. In dieser Situation ruft die Studie »Die Kirche des Wortes« den theologischen, sozialen und anthropologischen Sinn der Konzentration auf das Wort in Erinnerung. Dazu werden sechs aktuelle homiletische Konzeptionen (Lange, Bohren, Otto, Albrecht, Daiber und Engemann) auf ihr Predigt- und Gemeindeverständnis befragt und mit einer Interpretation des Luther’schen ›ecclesia creatura verbi‹ – ausgehend von seinen Invokavitpredigten – konfrontiert. Dabei wird deutlich, dass das Sprachgeschehen in der Kirche mit heutigen Vorstellungen von Kommunikation und Verständigung nur unzureichend erfasst ist: das machtvolle Wort unterbricht die eingespielten lebensweltlichen Strukturen und führt in eine Kirche als Gemeinschaft von bleibend Fremden.
Band 38
Jan Hermelink
Praktische Theologie der Kirchenmitgliedschaft
Interdisziplinäre Untersuchungen zur Gestaltung kirchlicher Beteiligung

Vandenhoeck u. Ruprecht, 2000, 413 Seiten, kartoniert,
978-3-525-62362-6
49,99 EUR
Die Untersuchung leistet einen Beitrag zur anhaltenden Debatte um die Zukunft und Struktur der Volkskirche. Das Verhältnis des Einzelnen zu einer Großkirche wird aus der Sicht des kirchlichen Handelns selbst umfassend untersucht. Dabei sind drei Perspektiven leitend:
Systematisch-theologisch fragt die Arbeit anhand aktueller Entwürfe nach dem Verhältnis von individueller Gottesbeziehung und kirchlicher Gemeinschaft.
In einem zweiten Schritt wird das Thema in den historischen und systematischen Kontext des Kirchenrechts gestellt.
Schließlich werden einschlägige kirchensoziologische Ergebnisse interpretiert.
Ausgehend vom Theorem der »Individualisierung« wird die Abhängigkeit der Mitgliedschaft von sozialen, biographischen und nicht zuletzt von kirchlich-institutionellen Vorgaben aufgezeigt. Besondere Aufmerksamkeit erhalten die sogenannte »distanzierte« Mitgliedschaft, die Gründe für den Kirchenaustritt sowie die spezifischen Mitgliedschaftsverhältnisse in Ostdeutschland.
Die Einzelergebnisse laufen zu auf die praktisch-theologische These: Es ist vor allem das gottesdienstliche Handeln der Kirche, das die verschiedenen Formen und Dimensionen der Mitgliedschaft sowohl zum Ausdruck bringt als auch konstruktiv zu gestalten erlaubt. Damit erhält die Diskussion über das kirchliche Handeln gegenüber den Mitgliedern weiterführende Impulse.
Band 37
Sabine Bobert-Stützel
Frömmigkeit und Symbolspiel
Ein pastoralpsychologischer Beitrag zu einer evangelischen Frömmigkeitstheorie

Vandenhoeck u. Ruprecht, 2000, 424 Seiten,
978-3-525-62360-2
17,99 EUR
Die Abhandlung »Frömmigkeit und Symbolspiel« will einen Beitrag zur Grundlegung einer evangelischen Frömmigkeitstheorie leisten. Leitende Perspektive ist dabei nicht die einer ungebrochenen Fortschreibung der Tradition, sondern das nicht mehr stimmige Passungsverhältnis zwischen gegenwärtig lebenden Menschen einerseits und überlieferten Bausteinen frommer Lebensweise andererseits.
Für eine zeitgenössische Theorie von Aneignungsprozessen, die unter den Bedingungen individualisierter Religiosität verlaufen, wird auf psychoanalytische spieltheoretische Erörterungen zum Symbolspiel zurückgegriffen. Hierfür leistete besonders D.W. Winnicott entscheidende Beiträge. Seine Überlegungen zum Symbolspiel werden durch Überlegungen aus H. Kohuts Spätwerk weiterentwickelnd aufgenommen und in einen Dialog mit geeigneten Ansätzen für eine theologische Spieltheorie gebracht. Ziel ist eine pastoralpsychologisch akzentuierte theologische Theorie des Symbolspiels.
Der Schwerpunkt frömmigkeitstheoretischer Erörterungen liegt auf der Frage nach persönlichen Spielräumen, in denen überlieferte Frömmigkeitselemente in Aneignungsprozessen persönlicher Übertragungen neu erfunden werden können.
Band 36
Detlev Prössdorf
Die gottesdienstliche Trauansprache
Inhalte und Entwicklung in Theorie und Praxis

Vandenhoeck u. Ruprecht, 1999, 284 Seiten, kartoniert,
978-3-525-62359-6
12,99 EUR
Die Trauansprache gilt unter den Kasualreden als besonders schwierig. Das »weltlich Ding« der Eheschließung aus christlicher Sicht so zu deuten, daß es sowohl den Bedürfnissen des Paares als auch der Botschaft des Evangeliums gerecht wird, erweist sich nicht nur angesichts eines sich wandelnden Eheverständnisses als Herausforderung für alle, die Ansprachen für kirchliche Trauungen vorzubereiten haben.
Der Autor gibt eine Übersicht über die theoretische Auseinandersetzung mit der Trauansprache und zeigt die formale und inhaltliche Bandbreite dieser Gattung in der Praxis. Einem geschichtlichen Überblick über die Veränderungen der Gattung schließen sich Überlegungen zu den gegenwärtigen Anforderungen an die Trauansprache an.
Band 35
Birgit Weyel
Ostern als Thema der Göttinger Predigtmeditationen
Eine homiletische Analyse zu Text und Wirklichkeit in der Predigtarbeit

Vandenhoeck u. Ruprecht, 1999, 292 Seiten, kartoniert,
978-3-525-62358-9
12,99 EUR
Wie kann der biblische Predigttext mit der gegenwärtigen Wirklichkeit, auf welche die Predigt zielt, in sachgemäßer Weise vermittelt werden? Diese für die Predigtarbeit grundlegende und komplexe Frage wird hier am Beispiel der Osterpredigt erörtert.
Methodisch nimmt die Studie ihren Ausgangspunkt bei zugänglichen literarischen Predigtmeditationen. So können zentrale hermeneutische Probleme auf der Grundlage einer Analyse ausgewählter Predigtmeditationen der Zeitschrift »Göttinger Predigtmeditationen« (GPM) benannt werden.
In einem zweiten Teil werden die konzeptionellen Voraussetzungen der Zeitschrift, in der die Predigtmeditationen erschienen sind, erarbeitet. Auf diese Weise ergibt sich ein geschichtlicher Überblick über homiletische Entwicklungen und Tendenzen in den letzten fünfzig Jahren.
Abschließend werden die Ergebnisse der empirischen Auswertung mit der Frage nach einem sachgemäßen homiletischen Verfahren verbunden. Es ergeben sich sowohl grundsätzliche Überlegungen zur Berücksichtigung von Text und Wirklichkeit in der Predigtarbeit als auch hermeneutische Leitlinien für die Osterpredigt.
3-525-57114-3 Arbeiten zur Pastoraltheologie Band 11

Hans Mohr
Predigt in der Zeit

Vandenhoeck u. Ruprecht, 1973, 416 Seiten, kartoniert
3-525-57114-3
978-3-525-57114-9
34,00 EUR
Dargestellt an der Geschichte der evangelischen Predigt über Lukas 5,1-11.
Rund 240 Predigten aus fast allen Epochen der Kirchengeschichte hat der Verfasser dieses Buches aufgespürt. In einem ersten Teil schildert er die wechselvolle Predigtgeschichte des lukanischen Berichts der Berufung des Petrus und seiner Genossen.
Das Hauptinteresse gilt dabei der Frage: Gibt es einen roten Faden, in dem durch fast zweitausend Jahre hindurch die Identität des Textes bewahrt wird, oder ist die Einfärbung durch die Situation von Prediger und Hörer so stark, daß darüber diese Identität verlorengeht ?
Im zweiten Teil des Buches wird das aufbereitete Material systematisch ausgewertet. Welches sind die im Verlauf der Auslegungsgeschichte gewachsenen Strukturen der Vergegenwärtigung eines solchen Textes? Welche Rollen spielen die Exegese des Textes, die Person des Predigers, der Hörer als Adressat der Predigt, das jeweils aktuelle Zeitgeschehen als Varianten für die Konstante des vorliegenden Textes?
In Lukas 5,1-11 hat der Evangelist den knappen Markustext von der Berufung des Petrus durch die gleiche wunderbare Fischzuggeschichte angereichert, die auch Johannes im 21. Kapitel seines Evangeliums zugrunde lag. Ein eigener Abschnitt der Arbeit gilt von daher dem Wunderproblem: Wie haben die Prediger der verschiedenen Epochen die Wunderfrage behandelt? Ein Kapitel über die "prophetische Dimension der Predigt" beschließt die Arbeit.
Professor D. Martin Fischer schreibt über die Untersuchng: "Das Buch verbindet Sorgfalt in der Analyse mit homiletischen: ragestellungen, die dazu geeignet sind, das Predigtproblem in der Gegenwart mit der nötigen Umsicht zu erörtern... "
     
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