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AThANT - Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments, Zwingli Verlag / Theologischer Verlag Zürich
Der TVZ hat sich entschlossen, diese traditionsreiche Reihe weiterzuführen. Herausgegeben wird die Reihe von Konrad Schmid (Universität Zürich) und Erhard Blum (Universität Tübingen) für das Alte Testament, sowie Samuel Vollenweider (Universität Zürich) und Jens Schröter (Universität Hamburg) für das Neue Testament. (Herbst 2003). In der Reihe werden Ergebnisse theologischer Forschungen im Bereich von Altem und Neuem Testament sowie deren Umwelt publiziert.
Band ISBN Autor Titel EUR   Jahr
106 978-3-290-17826-0 Erich Bosshard-Nepustil  Schriftwerdung der Hebräischen Bibel. Thematisierungen der Schriftlichkeit biblischer Texte im Rahmen ihrer Literaturgeschichte
zur Beschreibung
65,00 Warenkorb 2015
105 978-3-290-17778-2 Johannes Klein Beschworene Selbstverpflichtung. Eine Studie zum Schwur im Alten Testament und dessen Umwelt, mit einem Ausblick auf Mt 5,33–37
zur Beschreibung
76,00 Warenkorb 2015
104 978-3-290-17768-3 Reinhard Achenbach Wege der Freiheit. Zur Entstehung und Theologie des Exodusbuches.
zur Beschreibung
32,00 Warenkorb 2014
103 978-3-290-17638-9 Detlef Dieckmann Worte von Weisen sind wie Stacheln (Koh 12,11). Eine rezeptionsorientierte Studie zu Koh 1–2 und zum Lexem dabar im Buch Kohelet 
zur Beschreibung
49,80 2012
102 978-3-290-17578-8 Samuel Vollenweider Eva Ebel Wahrheit und Geschichte. Exegetische und hermeneutische Studien zu einer dialektischen Konstellation
zur Beschreibung
36,90 2012
101 978-3-290-17606-8 Annette Schellenberg Der Mensch, das Bild Gottes. Zum Gedanken einer Sonderstellung des Menschen im Alten Testament und in weiteren altorientalischen Quellen 
zur Beschreibung
64,80 2011
100 978-3-290-17583-2 Stefan Wenger Der wesenhaft gute Kyrios. Eine exegetische Studie über das Gottesbild im Jakobusbrief 
zur Beschreibung
52,-- 2011
99 978-3-290-17561-0 Albert de Pury Die Patriarchen und die Priesterschrift / Les Patriarches et le document sacerdotal. Gesammelte Studien zu seinem 70. Geburtstag / Recueil d'articles, à l'occasion de son 70e anniversaire.
zur Beschreibung
52,-- 2011
98 978-3-290-17545-0 Christian Metzenthin Jesaja-Auslegung in Qumran
zur Beschreibung
56,-- 2010
97 978-3-290-17539-9 Andreas Dettwiler Studien zu Matthäus und Johannes / Études sur Matthieu et Jean. Festschrift für Jean Zumstein zu seinem 65. Geburtstag / Mélanges offerts à Jean Zumstein pour son 65 aaniversaire
zur Beschreibung
52,-- 2009
96 978-3-290-17535-1 Thomas Krüger Das menschliche Herz und die Weisung Gottes. Studien zur alttestamentlichen Anthropologie und Ethik
zur Beschreibung
42,-- 2009
95 978-3-290-17536-8 Sarah Shectman The Strata of the Priestly Writings. Contemporary Debate and Future Directions
zur Beschreibung
42,-- 2009
94 978-3-290-17490-3 Wolfgang Oswald Nathan der Prophet. Eine Untersuchung zu 2. Samuel 7 und 12 und 1. Könige 1
zur Beschreibung
44,-- 2008
93 978-3-290-17491-0 Felipe Blanco Wißmann Er tat das Rechte.... Beurteilungskriterien und Deuterononismus in 1 Kön 12 - 2 Kön 25
zur Beschreibung
54,-- 2008
92 978-3-290-17472-9 Daniel Marguerat Lukas, der erste christliche Historiker. Eine Studie zur Apostelgeschichte, aus dem Französischen von Anne-Lise Fink zur Beschreibung 55,40 2011
91 978-3-290-17492-7 Volker Haarmann JHWH-Verehrer der Völker. Die Hinwendung von Nichtisrealiten zum Gott Israels in alttesamentlichen Überlieferungen
zur Beschreibung
44,-- 2008
90 978-3-290-17452-1 Martin Leuenberger Segen und Segenstheologien im alten Israel. Untersuchungen zu ihren religions-und theologiegeschichtlichen Konstellationen und Transformationen
zur Beschreibung
58,-- 2008
89 978-3-290-17442-2 Jürg Hutzli Die Erzählung von Hanna und Samuel. Textkritische und literarische Analyse von 1. Samuel 1–2 unter Berücksichtigung des Kontexts 
zur Beschreibung
44,-- 2007
88 978-3-290-17407-1 Thomas Krüger Das Buch Hiob und seine Interpretationen. Beiträge zum Hiob-Symposium auf dem Monte Verità vom 14.-19. August 2005
zur Beschreibung
54,-- 2007
87 978-3-290-17413-2 Pascale Rondez Alltägliche Weisheit? Untersuchung zum Erfahrungsbezug von Weisheitslogien in der Q-Tradition
zur Beschreibung
30,-- 2006
86 978-3-290-17359-3 Andreas Schüle Der Prolog der hebräischen Bibel. Der literar- und theologiegeschichtliche Diskurs der Urgeschichte (Genesis 1-11)
zur Beschreibung
    2006
85 978-3-290-17382-1 Jörg Lanckau Der Herr der Träume. Eine Studie zur Funktion des Traumes in der Josefsgeschichte der Hebräischen Bibel
zur Beschreibung
48,-- 2006
84 978-3-290-17294-7 Jean Zumstein Kreative Erinnerung. Relecture und Auslegung im Johannesevangelium
zur Beschreibung
40,-- 2004
83 978-3-290-17274-9 Martin Leuenberger Konzeptionen des Königstums Gottes im Psalter. Untersuchungen zu Komposition und Redaktion der theokratischen Bücher IV-V (Ps 90-150) im Psalter
zur Beschreibung
40,-- 2004
82 3-290-17273-2 Oeming / Schmid Der eine Gott und die Götter
zur Beschreibung
vergriffen   2003
78   Jegher-Bucher Galaterbrief      
77   Biddle Redaction History Jeremiah      
76   Rhea The Johannine vergriffen   1990
75   Liebers Das Gesetz als Evangelium      
74 3-290-10033-2 Müller Anfänge der Paulusschule. Dargestellt am 2. Thessalonicherbrief und am Kolosserbrief vergriffen   1988
73 3-290-01000-6 Krieg Todesbilder im Alten Testament vergriffen   1988
72   Kohler Kreuz und Menschwerdung      
71   Breytenbach Nachfolge und Zukunftserwartung nach Markus vergriffen   1984
70   Mohr Markus und Johannes vergriffen    
69   Kellenberger häsaäd wää als Ausdruck einer Glaubenserfahrung vergriffen   1982
67   Rose Deuteronomist und Jahwist vergriffen    
66   Hofmann Reform und Reformen. Untersuchungen zu einem Grundthema der deuteronomistischen Geschichtsschreibung vergriffen   1980
65   Bartelmus Heroentum in Israel und seiner Umwelt vergriffen   1979
64   Brändle Die Ethik der "Schrift an Diognet" vergriffen   1975
63   Meurer Das Recht im Dienst der Versöhnung und des Friedens 38,-- 1972
62   Klopfenstein Scham und Schande nach dem Alten Testament vergriffen   1972
61   Silber Mit Christus leben 38,-- 1971
60   Stolz Jahwes und Israels Kriege vergriffen   1972
59   Stoebe Wort - Gebot - Glaube 38,-- 1970
58   Bjorn Sandvik Das Kommen des Herrn beim Abendmahl im Neuen Testament 28,00 1970
57   Christ Jesus Sophia. Die Sophia-Christologie bei den Synoptikern 38,-- 1970
56   Rissi Studien zum 2. Korintherbrief vergriffen   1969
55   Wilkens Zeichen und Werke 38,-- 1969
54   Fohrer Die symbolischen Handlungen der Propheten vergriffen   1953
53   Fohrer Elia vergriffen   1957
52   Baltensweiler Die Ehe im Neuen Testament vergriffen    
51   Hans-Alwin Wilcke Das Problem eines messianischen Zwischenreiches bei Paulus
Abbildung
38,-- 1967
50 3-290-12050-3
978-3-290-12050-4
Schütz Johannes der Taufer
zur Beschreibung
19,90 1967
49   Popkes Christus Traditus 41,-- 1967
48   Schille Die urchristliche Kollegialmission 38,-- 1967
47   Mattern Das Verständnis des Gerichte bei Paulus 38,-- 1966
46   Rissi Was ist und was geschehen soll danach. Die Zeit- und Geschichtsauffassung der Offenbarung des Johannes 38,-- 1965
45   Gabathuler Jesus Christus 38,-- 1965
42   Rissi Die Taufe für die Toten 38,-- 1962
41   Bächli Israel und die Völker. Eine Studie zum Deuteronomium 39,-- 1962
40   Bright Altisrael in der neuen Geschichtsschreibung 35,-- 1961
39   Günter Wagner Das religionsgeschichtliche Problem von Römer 6,1-11
zur Beschreibung
39,-- 1962
38   Bieder Die Berufung im Neuen Testament 35,-- 1961
36   Bosch Die Heidenmission in der Zukunftsschau Jesu vergriffen   1959
35   Schweizer Gemeinde und Gemeindeordnung vergriffen    
34   Huppenbauer Der Mensch zwischen zwei Welten vergriffen   1959
28   Schweizer Erniedrigung und Erhöhung bei Jesus und seinen Nachfolgern
zur Seite Nachfolge Jesu
28,-- 1962
20   Rad Heiliger Krieg in Israel vergriffen    
17   Bentzen Messias Moses redivius Menschensohn 15,-- 1948
10   Stamm Das Leiden des Unschuldigen in Babylon und Israel vergriffen   1946
9   Liechtenhan Die urchristliche Mission 15,-- 1946
7   Hering Die Biblischen Grundlagen des christlichen Humanismus vergriffen   1946
3   Cullmann Urchristentum vergriffen    
978-3-290-17826-0 Erich Bosshard-Nepustil
Schriftwerdung der Hebräischen Bibel
Thematisierungen der Schriftlichkeit biblischer Texte im Rahmen ihrer Literaturgeschichte
Theologischer Verlag Zürich, 2015, 300 Seiten, Paperback, 16,5 x 24 cm
978-3-290-17826-0
65,00 EUR Warenkorb
AThANT, Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 106:
Schriftlichkeit kommt im Alten Testament nicht nur gelegentlich zur Sprache, sondern sie spielt in einer Anzahl von Texten eine konstitutive Rolle: so etwa bei den von Gott beschriebenen Gesetzestafeln (Ex 24 und 34), bei der Entstehung der Jeremia-Schriftrolle (Jer 36) oder beim Studium der schriftlichen Tora (Ps 1).
Die nach den drei Kanonteilen Tora, Propheten und Schriften gegliederte Studie geht den Fragen nach, wie die Heilige Schrift ihre eigene Schriftwerdung thematisiert und inwiefern sich diese Thematisierung und Konzipierung der Schriftlichkeit von Teilen des Alten Testaments als Spur durch die alttestamentliche Literaturgeschichte verfolgen lässt. Trägt die Thematisierung von Schriftlichkeit bei zur Erhellung der Genese des Alten Testaments, das schliesslich zu einer kanonisierten Schrift geworden ist.
978-3-290-17778-2 Band 105:
Johannes Klein
Beschworene Selbstverpflichtung
Eine Studie zum Schwur im Alten Testament und dessen Umwelt, mit einem Ausblick auf Mt 5,33–37
Theologischer Verlag Zürich, 2015, 436 Seiten, Paperback, 16,5 x 24 cm
978-3-290-17778-2
76,00 EUR Warenkorb
AThANT, Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 105:
Schwören ist ein kulturübergreifendes Phänomen. Ein Schwur beinhaltet in den verschiedenen Kulturen das Gleiche: eine Beschwörungsformel, in der die Gottheit angerufen wird, eine Erklärung, die den Schwurinhalt expliziert, und die Konkretisierung der Verbindlichkeit durch einen Segen oder Fluch. Während die Flüche mitgedacht, aber in der Formulierung oft ausgespart werden, wird der Segen als Anreiz zur Einhaltung des Schwurs gelegentlich angesprochen.
Eine Schwurkritik findet sich im Alten Testament nur in Ansätzen und bezieht sich auf das falsche Schwören und darauf, wie gefährlich das Beschwören ist. Jesus kritisiert diese beschworene Selbstverpflichtung unter Verschärfung des dritten Gebots: Du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen. Davon unangetastet bleiben aber viele im Alten Testament formulierte Schwüre. Wie also ist die Schwurkritik Jesu vor dem Hintergrund des Alten Testaments zu deuten?

Johannes Klein, Dr. theol., Jahrgang 1969, ist Privatdozent an der Theologischen Fakultät der Universität Bern und Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde A. B. Fogarasch/Rumänien.
978-3-290-17768-3 Band 104:
Reinhard Achenbach
Wege der Freiheit
Zur Entstehung und Theologie des Exodusbuches.

Theologischer Verlag Zürich, 2014, 230 Seiten, Paperback, 16,5 x 24 cm
978-3-290-17768-3
32,00 EUR Warenkorb
Die Beiträge eines Symposions zum 70. Geburtstag von Rainer Albertz
Entstehung und Theologie des Exodusbuchs werden in der gegenwärtigen alttestamentlichen Wissenschaft intensiv diskutiert. In zwölf Referaten, die bei einem Symposion anlässlich des 70. Geburtstages von Rainer Albertz gehalten wurden, gehen international renommierte Experten auf verschiedene Aspekte der Forschung zum Exodusbuch ein: Behandelt werden etwa die literarische Einbindung in den Pentateuch, die historischen Hintergründe der priesterlichen Passagen, die narrative Inszenierung Gottes, die Bedeutung des im Exodusbuch belegten Gesetzes sowie verschiedener Einzelbestimmungen oder auch die Relevanz der Exodustradition für die christliche Theologie.

Reinhard Achenbach, Dr. theol. habil., Jahrgang 1957, ist Professor für Altes Testament an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Jakob Wöhrle, Dr. theol. habil., Jahrgang 1975, ist Professor für Altes Testament an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.
Ruth Ebach, Dr. theol., Jahrgang 1982, ist wissenschaftliche Angestellte am Seminar für Altes Testament an der Eberhard Karls Universität Tübingen.
Band 103
Detlef Dieckmann
Worte von Weisen sind wie Stacheln (Koh 12,11)
Eine rezeptionsorientierte Studie zu Koh 1–2 und zum Lexem dabar im Buch Kohelet

Theologischer Verlag Zürich, 2012, 400 Seiten, Paperback,
16,5 x 24 cm
978-3-290-17638-9
49,80 EUR
Seit das Buch Kohelet in den Kanon gelangt ist, fasziniert es durch seine innere Widersprüchlichkeit. Kohelet erscheint als Prediger der Lebensfreude
oder als depressiver Pessimist, er widerspricht gängigen Weisheiten – und am Ende oft sich selbst.
Ausgehend von philologisch sorgfältig begründeten Übersetzungsalternativen zeichnet Dieckmann die Entstehung der Widersprüche im Leseprozess nach, indem er den Leserinnen und Lesern gleichsam über die Schulter schaut. Erstmals in der Kohelet-Exegese werden dafür auch qualitative Interviews mit «Alltags-Lesern» fruchtbar gemacht. Nach der eingehenden Analyse von Koh 1–2 arbeitet der Autor die Gegensätzlichkeit im Denken und in der Sprache Kohelets anhand des Leitwortes dabar («Wort»/«Sache») heraus und legt dabei grossen Wert auf die theoretische Begründung der angewandten Methoden.

Detlef Dieckmann, Dr. theol., Jahrgang 1970, ist Privatdozent für Altes Testament an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum sowie Pastor in der Kirchengemeinde Engerhafe/Kreis Aurich. Zudem ist er in der Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Aurich tätig.
Band 102
Samuel Vollenweider, Eva Ebel
Wahrheit und Geschichte
Exegetische und hermeneutische Studien zu einer dialektischen Konstellation

Theologischer Verlag Zürich, 2012, 186 Seiten, Hardcover,
978-3-290-17578-8
36,90 EUR
Die aus einer Zürcher Tagung hervorgegangenen exegetischen, hermeneutischen und geschichtsphilosophischen Aufsätze dieses Bandes kundschaften das spannungsvolle Verhältnis von Wahrheit und Geschichte aus, zwischen denen es nach christlichem Glauben zu einer episodischen Berührung gekommen ist. Die Autorinnen und Autoren setzen sich dabei mit den erkenntnistheoretischen Fragen der neueren Geschichtsforschung auseinander. Behandelt werden aus dem antiken Bereich die Jesusforschung, das Johannesevangelium, das lukanische Geschichtswerk sowie Texte von Sophokles und Platon, während in hermeneutischer Perspektive neben Überlegungen zu Kierkegaard und Ricœur das Geschichtsverständnis bei Darwin und in der analytischen Philosophie thematisiert wird.
Mit Beiträgen von Knut Backhaus, Pierre Bühler, Claire Clivaz, Konrad Haldimann, Hans-Ulrich Rüegger, Philipp Sarasin, Jens Schröter, Hans Weder, Jean Zumstein.

Eva Ebel, Dr. theol., Jahrgang 1971, war von 2006 bis 2011 Assistentin und Oberassistentin am Lehrstuhl für Neutestamentliche Wissenschaft des Theologischen Seminars der Universität Zürich und ist seit 2007 Dozentin für Religiöse Grundfragen und Didaktik des Faches «Religion und Kultur» am Institut Unterstrass an der Pädagogischen Hochschule Zürich.

Samuel Vollenweider, Dr. theol., Jahrgang 1953, ist Professor für neutestamentliche Wissenschaft mit dem Schwerpunkt Geschichte und Theologie der urchristlichen Literatur an der Universität Zürich.
Band 101:
Annette Schellenberg
Der Mensch, das Bild Gottes
Zum Gedanken einer Sonderstellung des Menschen im Alten Testament und in weiteren altorientalischen Quellen

Theologischer Verlag Zürich, 2011, 476 Seiten, Hardcover, 978-3-290-17606-8
64,80 EUR
Verschiedentlich stösst man im Alten Testament auf den Gedanken einer Sonderstellung des Menschen, so besonders deutlich in Genesis 1 («Bild Gottes»), Genesis 2–3 («sein wie Gott») und Psalm 8 («nur wenig geringer als Gott»). Doch was hat es mit dem Gedanken einer Sonderstellung des Menschen eigentlich genau auf sich? Dieser Frage geht Annette Schellenberg in ihrem Buch nach. Sie konzentriert sich dabei nicht nur auf das Alte Testament, sondern berücksichtigt Texte (und Bilder) aus dem gesamten Alten Orient.
Ein systematischer Überblick zeigt, dass sich die Vorstellung einer Sonderstellung des Menschen im Alten Orient auf unterschiedliche Arten niedergeschlagen hat. Dabei fällt auf, dass diese Vorstellung an sich weitverbreitet war, aber nur sehr selten explizit ausformuliert wurde. Ein weiterer Blick auf «Gegentexte» zeigt, dass dieses Ungleichgewicht weniger mit Vorstellungen zum Verhältnis Mensch–Tier zu tun hat, sondern primär mit Verengungen im Menschenbegriff und Vorstellungen zu Sonderstellungen gewisser Menschen.
Band 100
Stefan Wenger
Der wesenhaft gute Kyrios
Eine exegetische Studie über das Gottesbild im Jakobusbrief

Theologischer Verlag Zürich, 2011, 368 Seiten, Hardcover, 978-3-290-17583-2
52,00 EUR
Die Frage nach dem Gottesbild im Jakobusbrief ist in der theologischen Forschung bisher kaum bedacht worden. Die exegetische Studie bietet nach einem einleitenden Forschungsüberblick und knapp gehaltenen Vorüberlegungen zur Gesamtanlage des Jakobusbriefes eine umfassende Analyse des Briefs, die sich auf die Frage nach der Rede von Gott (und Jesus Christus) konzentriert. Die Ergebnisse zusammengefasst ergeben ein «Gesamtgemälde» des jakobeischen Gottesbildes. Dabei wird deutlich, dass das Gottesbild in sich komplementär (in hellen und dunklen «Farben » gemalt) ist: Die Rede ist von Gott, der als wesenhaft Guter allein das Gute will, sucht und fördert und der als majestätisch-souverän richtender Kyrios gleichzeitig Rechenschaft einfordern wird.

Stefan Wenger, Dr. theol., Jahrgang 1968, ist freiberuflicher Theologe.

Band 99:
Albert de Pury
Die Patriarchen und die Priesterschrift / Les Patriarches et le document sacerdotal
Gesammelte Studien zu seinem 70. Geburtstag / Recueil d'articles, à l'occasion de son 70e anniversaire. Festschrift für Albert de Pury
Theologischer Verlag Zürich, 2010, 356 Seiten, Hardcover,
978-3-290-17561-0
52,00 EUR
Der Schweizer Alttestamentler Albert de Pury hat mit seinen Arbeiten massgeblich zur Erforschung der Literatur, Religion und Geschichte des Alten Testaments beigetragen. Besonders im Bereich des Pentateuch haben seine Beiträge neue Perspektiven für die Forschung eröffnet und die Diskussionslage entscheidend beeinflusst. Im vorliegenden Sammelband sind einige seiner wichtigsten Aufsätze vereinigt: (1) Zur Theologie der Priesterschrift, (2) Der Jakobszyklus als Ursprungslegende des antiken Israel, (3) Monotheismus als historische Ökumene, (4) Der Schriftenkanon in kulturvergleichender Sicht.
Diese Festschrift für Albert de Pury wird von Jean-Daniel Macchi, Thomas Römer und Konrad Schmid herausgegeben.

Albert de Pury, Dr. theol., Jahrgang 1940, war von 1972 bis 1984 Professor für Altes Testament an der Université de Neuchâtel und von 1984 bis 2005 an der Université de Genève.

zur Seite Priesterschrift /P
Band 98:
Christian Metzenthin
Jesaja-Auslegung in Qumran

Theologischer Verlag Zürich, 2010, 400 Seiten, Hardcover
978-3-290-17545-0
56,-- EUR
Unter den in den Jahren 1947 bis 1956 entdeckten Schriftrollen von Qumran befinden sich auch die ersten Kommentartexte zu Jesaja. Sie zeigen, wie hoch angesehen dieses Prophetenbuch und wie wichtig dessen richtiges Verständnis für die Verfasser der Qumrantexte gewesen sein muss. Christian Metzenthin bezieht neben diesen Kommentartexten auch die Jesaja-Auslegung in der Damaskusschrift, in der Gemeinderegel und in der Kriegsregel in seine Darstellung mit ein. Er stellt sie in den grösseren historisch-hermeneutischen Kontext von innerbiblischer Auslegung uns späterer Schriftauslegung in neutestamentlichen und rabbinischen Schriften. Ein Buch für alle, die sich für Jesaja, seine Rezeption in frühjüdischer Zeit oder für Qumran interessieren.

Christian Metzenthin, Pfr., Dr.theol., Jahrgang 1970, war von 2004 bis 2009 wissenschaftlicher Assistent für Altes Testament an der Universität Zürich und ist Mitarbeiter bei der Abteilung Pädagogik und Animation der Landeskirche des Kantons Zürich.

zur Seite Qumran
Band 97
Andreas Dettwiler, Uta Poplutz
Studien zu Matthäus und Johannes / Études sur Matthieu et Jean
Festschrift für Jean Zumstein zu seinem 65. Geburtstag / Mélanges offerts à Jean Zumstein pour son 65 aaniversaire

Theologischer Verlag Zürich, 2009, 422 Seiten, Hardcover,
16,5 x 24 cm
978-3-290-17539-9
52,00 EUR
Die vorliegende dreisprachige Festschrift zu Ehren von Jean Zumstein umfasst 24 Studien zum Matthäus- und Johannesevangelium, zwei wichtigen Arbeitsfeldern des Zürcher Exegeten. Die Beiträge – neuere literaturwissenschaftliche Ansätze sind darin ebenso zu finden wie Arbeiten mit hermeneutischer und rezeptionsgeschichtlicher Ausrichtung – spiegeln aufs Beste das Anliegen Jean Zumsteins wider, in grosser methodischer Offenheit sorgfältige Interpretationen der biblischen Texte mit theologischem Tiefgang zu verbinden.

Les mélanges trilingues en l’honneur de Jean Zumstein comprennent 24 études sur les évangiles de Matthieu et de Jean, deux des champs de recherche de prédilection de l’exégète zurichois. Les contributions, qui font appel tant aux avancées récentes des sciences du langage qu’à des approches orientées par l’herméneutique et l’histoire de la réception, reflètent au mieux le souci qu’a Jean Zumstein de fournir des interprétations précises des textes bibliques permettant de saisir leur profondeur théologique, tout en préservant une grande ouverture méthodologique.

Andreas Dettwiler, Dr. theol., Jahrgang 1960, war Assistent bzw. Oberassistent bei Jean Zumstein in Neuenburg und Zürich. Von 1997 bis 2004 lehrte er an der Universität Neuenburg. Seit 2004 ist er Professor für Neues Testament an der Universität Genf.

Uta Poplutz, Dr. theol., Jahrgang 1971, war von 1998 bis 2004 Assistentin an der Universität Würzburg, von 2004 bis 2009 Assistentin bzw. Oberassistentin bei Jean Zumstein an der Universität Zürich. Seit dem WS 2009/2010 ist sie Lehrstuhlvertreterin für Neues Testament an der Universität Mainz.
Band 96
Thomas Krüger
Das menschliche Herz und die Weisung Gottes
Studien zur alttestamentlichen Anthropologie und Ethik

Theologischer Verlag Zürich, 2009, 250 Seiten, Hardcover, 16,5 x 24 cm
978-3-290-17535-1
42,00 EUR
Kann der Mensch selbst erkennen, was für ihn gut ist und wie er leben soll? Oder muss er sich das von Gott sagen lassen? Kann er verstehen, was Gott ihm sagt, und sein Leben daran ausrichten? Oder muss Gott ihn dazu erst befähigen? Oder will Gott, dass der Mensch selbst erkennt, was gut ist und was böse, und hat er ihn bereits bei seiner Erschaffung mit allen dafür nötigen Fähigkeiten ausgestattet? Diese und ähnliche Fragen der Lehre vom Menschen (Anthropologie) und der Lehre vom richtigen Handeln und vom guten Leben (Ethik) werden in der Hebräischen Bibel eingehend diskutiert und auf unterschiedliche Weise beantwortet. Die in diesem Band gesammelten Studien zeichnen diese Diskussionen an wichtigen Texten und Themen des Alten Testaments nach. Dabei wird deutlich, dass die biblischen Texte, die das abendländische Denken bis heute geprägt haben, noch immer lesens- und nachdenkenswert sind.


Thomas Krüger, Dr. theol, Jahrgang 1959, ist Professor für Alttestamentliche Wissenschaft und Altorientalische Religionsgeschichte an der Universität Zürich.
Band 95
Sarah Shectman, Joel S. Baden
The Strata of the Priestly Writings
Contemporary Debate and Future Directions

Theologischer Verlag Zürich, 2009, 250 Seiten, Hardcover, 16,5 x 24 cm
978-3-290-17536-8
42,00 EUR
The papers in this volume are the fruits of a conference on the priestly strata of the Pentateuch that took place in Vienna in the summer of 2007. The conference brought together scholars from Europe, North America, and Israel, and revealed the diversity of contemporary views on the nature of the priestly material. The essays in this volume cover a wide range of critical issues, including the question of the extent to which a view of P as a consistent and unified whole can still be defended, criteria for determining literary strata within the priestly material, evaluation of models for understanding these strata, and a discussion about the existence of the Holiness Code and its relationship to P.
Contributors include Joel Baden, David Bernat, Erhard Blum, Simeon Chavel, William Gilders, Tamar Kamionkowski, Christophe Nihan, Eckart Otto, Thomas Römer, Baruch Schwartz, Sarah Shectman, and Jeffrey Stackert.

Dr. Sarah Shectman, Jahrgang 1973, ist Visiting Assistant Professor am Department of Judaic Studies der Binghamton University in Binghamton, New York.

Dr. Joel S. Baden, Jahrgang 1977, ist Assistant Professor of Old Testament an der Yale Divinity School in New Haven, Connecticut.

zur Seite Priesterschrift /P
Band 94
Wolfgang Oswald
Nathan der Prophet
Eine Untersuchung zu 2. Samuel 7 und 12 und 1. Könige 1

Theologischer Verlag Zürich, 2008, 350 Seiten, Paperback, 16,5 x 24 cm
978-3-290-17490-3
44,00 EUR
Der Prophet Nathan stand bislang am Rande der Forschung, insbesondere gelang es nicht, ihn in die Geschichte des Prophetismus einzuordnen. Die Suche nach einer historischen Gestalt verhinderte die Rezeption der klar profilierten literarischen Gestalt des Nathan. Der Prophet Nathan ist im Rahmen der Thronfolge-Erzählung der von Gott Gesandte, der in zwei tiefen Krisen (2Sam 11 f.; 1Kön 1) den Bestand des Hauses David rettet. Diese Rolle baut 2Sam 7 aus, worin Nathan zum Verkünder der ewigen Herrschaft des Hauses David wird. 2Sam 7 zielt auf die Begnadigung des deportierten Königs (Jojachin, 2Kön 25,27-30). Die Verbindung zwischen beiden Texten wird durch das System der Dynastie-Orakel in den Königebüchern hergestellt. Nathan ist somit der «Hofprophet» schlechthin, zwar nicht als Berater des historischen David, sehr wohl aber als prophetische Idealgestalt der späteren Königszeit und der Exilszeit.
Die vorliegende Untersuchung richtet sich an alle, die an der Theologie des Samuel- und des Königebuches interessiert sind.

Wolfgang Oswald, Dr. theol., Jahrgang 1958, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen und Privatdozent für Altes Testament.

Band 93
Felipe Blanco Wißmann
Er tat das Rechte...
Beurteilungskriterien und Deuterononismus in 1 Kön 12 - 2 Kön 25

Theologischer Verlag Zürich, 2008, 350 Seiten, Hardcover, 16,5 x 24 cm
978-3-290-17491-0
54,00 EUR
Nicht nur über den historischen Ort und die theologische Prägung, sondern auch über den ursprünglichen literarischen Horizont der Königebücher besteht in der heutigen Forschung keine Einigkeit mehr. Die Arbeit nimmt ihren Ausgangspunkt bei den Beurteilungen der Könige bzw. des Volkes im Textbereich 1Kön 12 - 2Kön 25 und untersucht deren innerbiblische Voraussetzungen und vergleichbare Darstellungsprinzipien in anderen altorientalischen Texten. Dabei zeigt sich, dass sich diese Texte nicht nur in sprachlicher und sachlich-konzeptioneller Hinsicht deutlich vom Buch Deuteronomium unterscheiden, sondern dass für die Königebücher auch ein anderer kultur- und sozialgeschichtlicher Hintergrund anzunehmen ist. Die Königebücher sind Reflex einer gewandelten Königsideologie; sie vertreten die Sicht der Priesterschaft auf das Königtum und zeigen dabei eine grosse Nähe zu neubabylonischen Texten.
Band 92:
Daniel Marguerat
Lukas, der erste christliche Historiker
Eine Studie zur Apostelgeschichte

Theologischer Verlag Zürich, 2011, 480 Seiten, Paperback,
16,5 x 24 cm
978-3-290-17472-9
55,40 EUR
Mit der an sein Evangelium anschliessenden Apostelschichte hat Lukas die erste Geschichte des Cristentums geschrieben. Sein Werk ist einmalig und entspricht mit seinen 52 Kapiteln rund einem Viertel des Neuen Testaments. War aber Lukas ­ der erste christliche Historiker - ein guter Historiker? Die aktuelle Forschung macht ihm verschiedene Vorwürfe: Sein Werk sei einseitig und vollständig, unpräzise, antijüdisch und vermittle ein verzerrtes Bild von Paulus. Dagegen wehrt sich Daniel Marguerat in seiner Studie: Bevor wir Lukas der Fälschung christlicher Geschichtsüberlieferung beschuldigen; gilt es, sich Gedanken zu seiner theologischen Motivation und seinem literarischen Arrangement zu machen.
Der Erfolg des in mehrere Sprachen übersetzten Buchs Daniel Marguerats basiert auf seinem Geschick, solide Kenntnis der jüdischen und griechisch-römischen Geschichtsschreibung des ersten Jahrhunderts und moderne Werkzeuge der narrativen Analyse zu kombinieren: ein frischer und ursprünglicher Zugang zu den klassischen Themen der lukanischen Theologie.
Band 91
Volker Haarmann
JHWH-Verehrer der Völker
Die Hinwendung von Nichtisrealiten zum Gott Israels in alttesamentlichen Überlieferungen

Theologischer Verlag Zürich, 2008, 340 Seiten, Paperback,
16,5 x 24 cm
978-3-290-17492-7
44,00 EUR
Verschiedene alttestamentliche Überlieferungen sprechen von einer Hinwendung von Nichtisraeliten zum Gott Israels: Moses Schwiegervater Jitro (Ex 18), die Kanaanäerin Rahab (Jos 2) und der Aramäer Naaman (2Kön 5) bekennen sich ausdrücklich zu JHWH. Bei den Seeleuten des Jona (Jon 1) steht besonders die kultische Verehrung JHWHs im Vordergrund. Auch 1Kön 8,41­43 und Jes 56,1-8 handeln von Fremden, die sich JHWH und dessen Verehrung anschliessen.
Bislang wurden diese Überlieferungen üblicherweise als erste Belege für das Phänomen des Proselytismus gewertet. Die vorliegende Studie kann demgegenüber zeigen, dass ihnen ein anderes Modell der JHWH-Beziehung von «Heiden» zugrunde liegt, das insbesondere nicht mit deren Inkorporation in Israel verbunden ist. Die als «JHWH-Verehrer der Völker» zu bezeichnenden Fremden erhalten im Kontext des nachexilischen Israel/Juda Zugang zum Gottesverhältnis Israels, ohne dass dadurch ihre Identität oder die Identität Israels aufgehoben würde.

Volker Haarmann, Dr. theol., Jahrgang 1973, studierte Evangelische Theologie und absolvierte Jüdische Studien in Heidelberg, Jerusalem, Tübingen und Cambridge/USA. Seit 2006 ist er Vikar der Evangelischen Kirche im Rheinland in Wuppertal.

Band 90:
Leuenberger, Martin
Segen und Segenstheologien im alten Israel

Theologischer Verlag Zürich, 2008, 600 Seiten, Hardcover,
978-3-290-17452-1
58,00 EUR
Untersuchungen zu ihren religions-und theologiegeschichtlichen Konstellationen und Transformationen
Die Segensthematik spielt im alten Israel eine vielfältige, aber anhaltende und fundamentale Rolle. In der vorliegenden Arbeit wird dies anhand archäologischer Primärquellen und alttestamentlicher Sekundärquellen herausgearbeitet. Das resultierende, differenzierte Bild ermöglicht historisch-kritisch reflektierte Einsichten und theologisch verantwortete Impulse für gegenwärtige Rezeptionen der Segensthematik.

Martin Leuenberger, Dr. theol., Jahrgang 1973, ist seit 2008 Professor für Altes Testament an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Band 89
Jürg Hutzli
Die Erzählung von Hanna und Samuel
Textkritische und literarische Analyse von 1. Samuel 1–2 unter Berücksichtigung des Kontexts

Theologischer Verlag Zürich, 2007, 296 Seiten, Hardcover,
978-3-290-17442-2
44,00 EUR
Die Erzählung vom Gelübde Hannas im Tempel zu Schilo und von der Geburt Samuels wurde zu verschiedenen Zeiten von Redaktoren und Abschreibern ergänzt. Die vorliegende Studie verfolgt den textlichen und literarischen Werdegang von 1Sam 1–2 von den jüngsten über ältere Überlieferungsstufen zurück bis zum mutmaßlichen Grundbestand der Erzählung: In einer ausführlichen textkritischen Untersuchung macht der Autor zunächst in allen drei Haupttextzeugen (MT, LXX, 4QSama) kleinere, theologisch motivierte Bearbeitungen ausfindig. Weiter identifiziert er ältere Ergänzungsschichten, die der ursprünglichen Erzählung noch vor der Phase der Texttransmission zugeführt worden sind.
Bei der Analyse der eruierten Grunderzählung spielt die Frage der Abgrenzung von den nachfolgenden Erzähleinheiten 1Sam 3 und 4 eine wichtige Rolle. Schließlich wird das literarhistorische Verhältnis des älteren Erzählbestandes der Bücher Richter und Samuel zum frühdeuteronomistischen Königebuch untersucht und neu bestimmt.

Jürg Hutzli, Dr. theol., Jahrgang 1963, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Collège de France (Lehrstuhl «Milieux Bibliques») und Lehrer für Biblisches Hebräisch an der Kirchlich-Theologischen Schule Bern.
Band 88
Thomas Krüger
Das Buch Hiob und seine Interpretationen
Beiträge zum Hiob-Symposium auf dem Monte Verità vom 14.-19. August 2005

Theologischer Verlag Zürich, 2007, 522 Seiten, Hardcover,
16,5 x 24 cm
978-3-290-17407-1
54,00 EUR
Das Buch Hiob gehört nicht nur zu den religiös und theologisch besonders bedeutenden Schriften der jüdischen und der christlichen Bibel, es ist auch ein Werk der Weltliteratur, das immer wieder zur Interpretation herausfordert und zur Abfassung neuer Werke inspiriert. Entsprechend vielfältig sind nicht nur die literarischen und künstlerischen Rezeptionen, sondern auch die wissenschaftlichen Zugänge zur Interpretation dieses Textes. Sie reichen von philologischen über literatur-, religions- und kulturgeschichtliche Fragestellungen und Untersuchungen zur Rezeptionsgeschichte bis hin zu theologischen, philosophischen sowie literatur- und kulturwissenschaftlichen Deutungen. Der vorliegende Band dokumentiert die Beiträge eines internationalen und interdisziplinären Symposiums auf dem Monte Verità, das unterschiedliche Interpretationsansätze miteinander ins Gespräch gebracht hat.

Manfred Oeming, Dr. theol., Jahrgang 1955, ist Professor für Alttestamentliche Theologie an der Universität Heidelberg.
Konrad Schmid, Dr. theol., Jahrgang 1965, ist Professor für Alttestamentliche Wissenschaft und Frühjüdische Religionsgeschichte an der Universität Zürich.
Thomas Krüger, Dr. theol, Jahrgang 1959, ist Professor für Alttestamentliche Wissenschaft und Altorientalische Religionsgeschichte an der Universität Zürich.
Christoph Uehlinger, Dr. theol., Jahrgang 1958, ist Professor für Allgemeine Religionsgeschichte und Religionswissenschaft an der Universität Zürich.
Band 87
Pascale Rondez
Alltägliche Weisheit?
Untersuchung zum Erfahrungsbezug von Weisheitslogien in der Q-Tradition

Theologischer Verlag Zürich, 2006, 200 Seiten, Hardcover, 16,5 x 24 cm
978-3-290-17413-2
30,00 EUR
Sprachliche Prägnanz und Offenheit in Bezug auf das ihnen zukommende Sinnpotential machen die Weisheitslogien der Q-Tradition zu einem ebenso faszinierenden wie herausfordernden Untersuchungsgegenstand. Diese Arbeit setzt beim exegetisch-hermeneutischen Problem des «Erfahrungsbezuges» weisheitlicher Texte ein und ist entsprechend der Fragestellung interdisziplinär angelegt. Ziel ist es, die Art und Weise des Erfahrungsbezuges ausgewählter Logien aus der Q-Tradition präziser in den Blick zu bekommen. Anhand eines eigens entwickelten exegetischen Instrumentariums werden die Texte analysiert und im Blick auf ihre theologische Relevanz erschlossen. Untersucht werden fünf Textbereiche, die als Mikrotexte und anschliessend im näheren Kontext von Q ausgelegt werden: Q 12,6–7a Spatzen und Haare, Q 12,24.27f. Raben und Lilien, Q 11,11f. Brot und Fisch, Q 6,39f. Blinde und Schüler sowie Q 11,33 Lampe. Leitend ist dabei die Frage, wie in den rekonstruierten Texten Erfahrung erschlossen und artikuliert wird.

Pascale Rondez, Jahrgang 1968, Dr. theol. VDM, Neutestamentlerin. Studium und Assistenz in Zürich, Promotion 2007 «Alltägliche Weisheit? Untersuchung zum Erfahrungsbezug von Weisheitslogien in der Q-Tradition», TVZ 2006 (AThANT 87). Tätigkeit im Pfarramt in Egg b. Zürich und Maur sowie in der theologischen Erwachsenenbildung, 2005–2009 Studienleiterin in Basel im Bereich Ökumene, Mission, Interkulturalität und Entwicklungszusammenarbeit. Seit 2009 Fachmitarbeiterin am Hochschulforum von Bildung und Gesellschaft, einem gesamtkirchlichen Dienst der Landeskirche des Kantons Zürich.
Band 86
Andreas Schüle
Der Prolog der hebräischen Bibel
Der literar- und theologiegeschichtliche Diskurs der Urgeschichte (Genesis 1-11)

Theologischer Verlag Zürich, 2006, 442 Seiten, Hardcover,
16,5 x 24 cm
978-3-290-17359-3
Die biblische Urgeschichte erzählt nicht nur von Anfängen, sie ist ein Anfang – derjenige des Alten Testaments, der Hebräischen Bibel. Gemäss der These dieser Studie erfolgte die literarische und theologische Arbeit an der Urgeschichte im Bewusstsein, dass es sich um den Prolog zu einem Textcorpus aus Tora, Propheten und Schriften handelt. Ein diskursiver Durchgang durch Gen 1–11 zeigt die Auseinandersetzung der verschiedenen Stimmen der Urgeschichte (Priesterschrift und nicht-priesterliche Texte) insbesondere mit den prophetischen und weisheitlichen Traditionen, die schliesslich im Rahmen des Tanak kanonisiert wurden.
Auch in anderer Hinsicht erweist sich die Urgeschichte als Prolog: Es finden sich Einflüsse mythologischer Traditionen mesopotamischer und griechischer Provenienz. Dies wird dahingehend interpretiert, dass die Autoren der Urgeschichte die literarischen Traditionen Israels und Judas gezielt in den Kontext antiker Literatur zu integrieren suchten.

Andreas Schüle, Dr. phil., Dr. theol. habil., Jahrgang 1968, ist Aubrey Lee Brooks Professor of Biblical Theology am Union Theological Seminary in Richmond (Virginia), USA.
Band 85
Jörg Lanckau
Der Herr der Träume
Eine Studie zur Funktion des Traumes in der Josefsgeschichte der Hebräischen Bibel

Theologischer Verlag Zürich, 2006, 480 Seiten, Hardcover,
16,5 x 24 cm
978-3-290-17382-1
48,00 EUR
Die in der Bibel überlieferten Träume haben ihre Leser und Auslegerinnen schon immer fasziniert. Sie dürfen aber nicht als Traumprotokolle, sondern müssen als literarische Niederschläge des universal-menschheitlichen Phänomens Traum gelesen werden. Zudem benutzten die biblischen Autoren die literarische Gattung «Traumerzählung», um theologische Sachverhalte auszudrücken. Damit beziehen sie auch Stellung zu der im Alten Israel zeitweilig hart umstrittenen Legitimation von Träumen als Offenbarungsmedium des Gottes Israels. Die Studie fragt somit nach den literarischen und theologischen Funktionen alttestamentlicher Traumerzählungen. Aufgezeigt wird dies am Beispiel der Josefsgeschichte, deren Gottes- und Menschenbild dazu herausfordert, erkenntnistheoretisch begründete Schwierigkeiten zu überwinden und eine theologische Dimension des Phänomens Traum wiederzuentdecken.

Jörg Lanckau, Dr. theol., Jahrgang 1970, studierte evangelische Theologie in Halle (Saale), Basel und Leipzig und war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für alttestamentliche Wissenschaft der Universität Leipzig. Seit 2003 ist er Pfarrer in Untervaz-Haldenstein im Kanton Graubünden.
Band 84
Jean Zumstein
Kreative Erinnerung
Relecture und Auslegung im Johannesevangelium

Theologischer Verlag Zürich, 2004, 364 Seiten, Hardcover,
16,5 x 24 cm
978-3-290-17294-7
40,00 EUR
Die Tiefe, der Scharfsinn und die Neuheit des theologischen Denkens, welches das Johannesevangelium als Werk kennzeichnet, die Schönheit seiner Sprache, die oft übersehene Feinheit und Stringenz der Argumentation faszinieren die Leser stets von neuem. Das vierte Evangelium ist aber kein leicht zu interpretierendes Werk. Nur wer sich mit einer oberflächlichen Lektüre nicht zufrieden gibt und bereit ist, sich überraschen zu lassen, entdeckt den komplexen Reichtum der johanneischen Erzählwelt, die ihrerseits das menschliche Leben in signifikanter Weise auslegt.
Die Aufsätze dieses Sammelbandes sind Ergebnisse einer mehr als zehnjährigen Forschungsarbeit über die johanneische Literatur. Zwei Fragestellungen stehen im Vordergrund. Zum einen wird versucht, das Johannesevangelium als Interpretationsprozess wahrzunehmen und anhand des Relecture-Modells diese hermeneutische Bewegung zur Sprache zu bringen. Zum andern wird die jüngere Literaturwissenschaft, insbesondere die Narratologie, in Anspruch genommen, um die johanneische Erzählwelt sachgemäss auszulegen.

Jean Zumstein, Jahrgang 1944, lehrte von 1975 bis 1990 an der Universität Neuenburg. Er ist seit 1990 Professor für Neutestamentliche Theologie, Exegese und Hermeneutik an der Universität Zürich.
Band 83
Martin Leuenberger
Konzeptionen des Königstums Gottes im Psalter
Untersuchungen zu Komposition und Redaktion der theokratischen Bücher IV-V (Ps 90-150) im Psalter

Theologischer Verlag Zürich, 2004, 480 Seiten, Hardcover,
978-3-290-17274-9
40,00 EUR
Das biblische Psalmenbuch besteht aus Einzelpsalmen, die als planvolle und sachlich profilierte Komposition arrangiert sind. Die Arbeit untersucht, im Anschluß an die neuere Psalmen- und Psalterforschung, die vorliegende Anlage des Psalters und dessen Entstehungsgeschichte im Bereich der Psalmenbücher IV–V (Ps 90–150). Die jetzige Buchgestalt erweist sich ebenso wie der vorangehende redaktionsgeschichtliche Prozeß als konzeptionell vom Königtum Jhwhs dominiert: Die Endkomposition wird als Ergebnis einer mehrphasigen kritischen Fortführung des sog. »messianischen« Psalters (Ps 2–89) durch die »theokratischen« Bücher IV–V (Ps 90–150) verständlich, dabei fungiert das unterschiedlich akzentuierte Königtum Jhwhs als umfassende Leitkonzeption, die für das Sachgefälle des Psalters kennzeichnend ist und der deshalb besondere Beachtung gilt.

Martin Leuenberger, Dr. theol., Jahrgang 1973, ist seit 2008 Professor für Altes Testament an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Band 82
M. Oeming /K. Schmid
Der eine Gott und die Götter
Polytheismus und Monotheismus im antiken Israel

Theologischer Verlag Zürich, 2003, 270 Seiten, Hardcover,
978-3-290-17273-2
In den letzten Jahren hat sich das Thema des biblischen Monotheismus zu einem besonders intensiv bearbeiteten Gebiet der alttestamentlichen Wissenschaft entwickelt, was aus einer Vielzahl von Publikationen zu ersehen ist. Religionswissenschaftliche Präzisierungen, elementare Umbrüche in der Einschätzung der altisraelitischen Religions- und Literaturgeschichte sowie neue epigraphische Funde zwingen dazu, die Frage nach den Ursprüngen und Entwicklungen, vor allem aber auch nach den theologischen Motiven und den Problemen der Alleinverehrung Jahwes neu zu stellen.
Der Band bietet einen Überblick über die unterschiedlichen Positionen zur Gottesfrage innerhalb des antiken Israel. Die Beiträge stammen von Gregor Ahn (Heidelberg), Matthias Albani (Leipzig), Erik Aurelius (Göttingen), Bob Becking (Utrecht), Christian Frevel (Köln), Ernst Axel Knauf (Bern), Matthias Köckert (Berlin), Bernhard Lang (Paderborn), Baruch A. Levine (New York), Franz Maciejewski (Heidelberg), Herbert Niehr (Tübingen) und Konrad Schmid (Zürich).

Manfred Oeming, Dr. theol., Jahrgang 1955, ist Professor für Alttestamentliche Theologie an der Universität Heidelberg.

Konrad Schmid, Dr. theol., Jahrgang 1965, ist Professor für Alttestamentliche Wissenschaft und Frühjüdische Religionsgeschichte an der Universität Zürich.
Das Problem eines messianischen Zwischenreiches bei Paulus Band 51:
Hans-Alwin Wilcke
Das Problem eines messianischen Zwischenreiches bei Paulus

Zwingli Verlag, 1967, 199 Seiten, kartoniert,  38,00 EUR
 
978-3-290-12050-4 Band 50:
Roland Schütz
Johannes der Täufer

Zwingli Verlag / Theologischer Verlag Zürich, 1967, 151 Seiten, Klappenbroschur, 22,5 x 15,5 cm
978-3-290-12050-4
19,90 EUR
In dieser Studie über Johannes den Täufer würdigt der Autor, Prof. D. Dr. Roland Schütz, die souveräne Grösse, die dem eschatologischen Propheten gebührt. Niemand ausser dem Täufer hatte vor J esu Wirken das Wagnis unternommen, schuldbeladenen Menschen Sündenvergebung und Anwartschaft auf das Gottesreich zuzusichern.
War der in der Wüste zum Propheten berufene Täufer selbst nicht getauft? Die Quellen haben diese Frage nicht gestellt. Jedenfalls waren seine Tauchbäder unabhängig von den täglichen Waschungen der Essener; sie hatten keinen levitischen Charakter. Auch blieben sie abseits der jüdischen Proselytentaufe.
Des Täufers radikal umwälzende Stellungnahme zu Pharisäern und Zöllnern in seiner Volkstümlichkeit spiegelt sich in Jesu Gleichnisreden wieder. Und dies ist nicht die einzige Wirkung des Elia redivivus als des Vorbereiters für Jesu Verkündigung.
Wagner, religionsgeschichtliches Problem Römer 6 Band 39:
Günter Wagner
Das religionsgeschichtliche Problem von Römer 6,1-11

Zwingli Verlag, 1962, 351 Seiten, kartoniert,
39,00 EUR
Die Tauffrage beschäftigt die heutige Forschung auf das lebhafteste. Es ist verständlich, dass dabei das 6. Kapitel des Römerbriefes mit seinem für die paulinische Taufanschauung aufschlussreichen Text im Mittelpunkt der Diskussion steht. Die vorliegende Untersuchung von Dr. Günter Wagner, Associate Professor of New Testament am Baptist Theological Seminary Rüschlikon/Zürich, will keine neue Interpretation von Römer 6 bieten. Es soll vielmehr gefragt werden, was von den religionsgeschichtlichen Parallelen her - und das heisst in diesem Falle, besonders von den Mysterien her - aufhellend zum Text zu sagen oder auch nicht zu sagen ist. Hat z. B. R. Bultmann recht, wenn er behauptet, dass die Interpretation der Taufe, die Paulus in Römer 6 bietet, aus der hellenistischen Gemeinde stammt? Der erste Teil der Arbeit versucht, einen darstellenden Überblick über die Geschichte der Exegese von Römer 6 im Lichte der religionsgeschichtlichen Fragestellung zvi gehen. In einem zweiten Teil wird das religionsgeschichtliche Material gesichtet. Im dritten Teil schliesslich wird kurz die Frage behandelt, inwieweit eine «mysterienhafte» Auslegung von Römer 6, also eine Interpretation in Analogie zu verwandten Vorstellungen des Miterlebens des Schicksals der Gottheit in den Mysterienreligioncn, im Text selbst einen Rückhalt findet.
Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 39
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