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Kirchengeschichte

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Beiträge zur Europäischen Religionsgeschichte

Die Reihe »Beiträge zur Europäischen Religionsgeschichte« stellt die Europäische Religionsgeschichte in ihrer Besonderheit dar: als Geschichte der Beziehungen und Wechselwirkungen der religiösen Traditionen Europas. auf deren Boden sich eine akademische Religionswissenschaft erst entwickeln konnte.
Marvin Döbler
Die Mystik und die Sinne
Eine religionshistorische Untersuchung am Beispiel Bernhards von Clairvaux
Vandenhoeck & Ruprecht, 2012, 250 Seiten, Gebunden
978-3-525-54019-0

69,95 EUR
Band 2:
Mystik hat Religionswissenschaftler seit den Anfängen der Disziplin fasziniert. Doch wie kann sich eine post-phänomenologische Religionswissenschaft Mystik nähern? Darf sie angesichts der häufig konstatierten Begriffsverwirrung überhaupt von ihr reden? Wenn ja, wie kann sie es tun? Marvin Döbler widmet sich dem Zisterzienser Bernhard von Clairvaux (1090-1153), dem charismatischen Abt von Clairvaux. Methoden und Beschreibungstiefe der Religionswissenschaft werden in der dichten Beschreibung der Mystik in Bernhards Predigten über das Hohelied exemplarisch aufgezeigt und vor dem Hintergrund der Mystikdiskurse der Moderne kontextualisiert. Dabei werden die Sermones super cantica aber gerade nicht aus dem Kontext ihrer Entstehung gerissen. Döbler folgt Bernhard bei der Entwicklung der Gedanken einzelner Predigten und nutzt dabei die Religionsaisthetik – nicht eine Theorie des Schönen, sondern der Sinne –, um sich Bernhard beschreibend anzunähern. So erscheint Bernhards Mystik dann nicht mehr als bloße religiöse Spitzenerfahrung, sondern ist eingebettet in die Gesamtkonzeption seiner monastischen Lebenswelt. Seine monastische Theologie wurzelt im Alltag der Mönche, gibt antike Bildung und Wissen nicht preis und soll den ganzen Menschen in seiner Körperlichkeit und Geistigkeit ansprechen.
Ilinca Tanaseanu-Döbler
Theurgy in Late Antiquity
The Invention of a Ritual Tradition
Vandenhoeck & Ruprecht, 2012, 320 Seiten, Gebunden
978-3-525-54020-6
79,95 EUR
Band 1:
Theurgy is commonly taken to denote a complex of rites which are based on the so-called Chaldean Oracles, a collection of oracles in hexameters, which were probably composed during the late 2nd century AD. These rituals are mostly known through Neoplatonic sources, who engage in a passionate debate about their relevance to the salvation of the soul and thus to the philosopher’s ultimate goal. Ilinca Tanaseanu-Döbler examines the development of the discourse on theurgy, attempting to reconstruct what was understood as theurgic ritual in the late antique sources. Withstanding the temptation to impose a unity on the disparate sources which span several centuries, she thus goes beyond the picture of a coherent, extra-philosophical tradition drawn by the Neoplatonists to sketch the variations in the rituals subsumed under ‘theurgy’ and their function, and shows how every author constructs his own ‘theurgy’. This perspective leads to consider theurgy as an example of an ‘artificial’ ritual tradition, composed from already existing elements to create something claimed as sui generis. Theurgy offers the great opportunity to look at such a tradition from its beginning up to its end and to analyse the mechanisms of inventing and reinventing such a ritual tradition in process.
Zusammenfassung
Wie kann man dem Göttlichen direkt begegnen, es mit eigenen Augen sehen und mit eigenen Ohren hören? Einen Weg dazu versprechen in der Spätantike bestimmte Rituale, die in philosophischen Kreisen kursieren und in der Forschung unter dem Oberbegriff ‚Theurgie‘ zusammengefasst werden können. Sie garantieren leibhaftige Erscheinungen der Götter, Engel und Dämonen, besondere Zustände der göttlichen Besessenheit, Einblicke in die Zukunft, Macht über Naturphänomene und Beseelung von Statuen. Grundlage dieser Rituale ist eine nur fragmentarisch erhaltene Sammlung von Orakeln aus dem 2. Jh. n. Chr, die sogenannten ‚Chaldäischen Orakel‘, die, so Martin Nilsson, als veritable ‚Bibel der Neuplatoniker‘ höchstes Ansehen in philosophischen Kreisen genießt. Bis in die byzantinische Zeit und in die Renaissance hinein erwecken die Texte, die von diesen Ritualen sprechen, besonderes Interesse; auf den ersten Blick ergibt sich das Bild einer kohärenten rituellen Tradition, die aus nichtphilosophischen Kreisen in die Philosophie importiert wurde und der menschlichen ratio mit der Autorität göttlicher Offenbarung entgegentritt.
Was macht also der Theurg genau? Hier setzt die vorliegende Untersuchung ein und betrachtet die Quellen zur spätantiken Theurgie in einem konsequent diachronen Ansatz. Dabei verändert sich das Bild: die in den Texten als feste Größe präsentierte Theurgie verflüchtigt sich. Zurück bleibt ein ausschließlich inner-neuplatonischer Diskurs über Rituale. Es gibt keine weiteren Theurgen als die neuplatonischen Philosophen, die diese Tradition ausgehend von den ‚Chaldäischen Orakeln‘ in ihren Texten als den ‚Chaldäern‘ göttlich offenbartes esoterisches rituelles Expertenwissen konstruieren. Der Inhalt dieses Wissens variiert von Autor zu Autor, wenngleich das allgemeine Vokabular ähnlich bleibt. Eine solche diachrone Herangehensweise erlaubt einen Einblick darin, wie eine rituelle Tradition auf dem Papier erfunden wird, Gestalt annimmt, legitimiert wird und schließlich als vorgeblich feste gottgegebene Referenzgröße Autorität gewinnt und diese ihrerseits verleiht.

Professor Dr. Ilinca Tanaseanu-Döbler isti Juniorprofessor am Courant Forschungszentrum EDRIS und Leiterin der Forschungsgruppe "Religion and Education in Late Antiquity" an der Universität Göttingen.
 

 

 
Änderungen und Lieferbarkeit vorbehalten     Startseite       letzte Bearbeitung: 25.01.2015, DH