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Janusz Korczak, Sämtliche Werke, Gütersloher Verlagshaus

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1972, Hartmut von Hentig, Laudatio Janusz Korcak oder Erziehung in einer friedlosen Welt
Band 1
Janusz Korczak
Kinder der Strasse, Kind des Salons

Gütersloher Verlagshaus, 1996, 549 Seiten, Leinen,
15,0 x 22,5 cm
978-3-579-02340-3
79,00 EUR
Band 1 enthält Korczaks frühe "Romane" Kinder der Straße (1901) und Kind des Salons ( 1906), von den Herausgebern ausführlich kommentiert, ferner das Editionskonzept "Sämtliche Werke" einschließlich einer detaillierten Chronologie von Korczaks literarischer und wissenschaftlicher Hinterlassenschaft.
Band 2
Janusz Korczak
Humoresken, Satiren, Albernes Zeug

Gütersloher Verlagshaus, 2002,
772 Seiten, Gebunden, Schutzumschlag,
978-3-579-02341-0
99,00 EUR
Der Band 2 versammelt alle journalistischen Arbeiten des jungen Henryk Goldszmit/Janusz Korczak, die in den Jahren 1896-1911 im satirischen Warschauer Wochenblatt Kolce (Stacheln) erschienen sind. Die chronologisch geordnetetn Humoresken, Satiren und Bagatellen werden eröffnet mit dem wegweisenden Text Der gordische Knoten und beschlossen mit Koszalki Opalki (Albernes Zeug), von Korczak 1905 aus seinen Kolce-Texten ausgewählt und eigenständig veröffentlicht. Hinzugefügt sind die Korczak-Passagen der Mehr-Autoren-Erzählung Lokaj (Der Lakai).
978-3-579-02342-7 Band 3
Janusz Korczak
Bobo. Die verhängnisvolle Woche. Wenn ich wieder klein bin. Regeln des Lebens. Beichte eines Schmetterlings.

Gütersloher Verlagshaus, 2000, 600 Seiten, Gebunden,
15,0 x 22,5 cm
978-3-579-02342-7
59,00 EUR
Mit diesem Band werden die Schriften Korczaks vorgelegt, die seine wissenschaftliche und literarische Bearbeitung der komplexen Entwicklungsaufgaben des heranwachsenden Menschen dokumentieren. Ausgehend von eigenen Beobachtungen und Erfahrungen findet Korczak mit psychologischer Einfühlung und poetischer Ausgestaltung seinen spezifischen Weg zum Kind. Unter Berücksichtigung der Errungenschaften der zu seiner Zeit jungen Humanwissenschaften gelingt es ihm, einen originellen Zugang zum pädagogisch-psychologischen Verstehen vorzulegen. Der Verstehensprozess meint hier nicht nur das Einfühlen und Miterleben, das Erkennen von Zusammenhängen und Wertgesichtspunkten, sondern auch die Bereitschaft, das Kind als ganze Person in ihrem Umfeld zu erfassen, um zu erahnen, was es meint, will, kann, und was ihm förderlich ist.
Leseprobe
978-3-579-02343-4 Band 4
Janusz Korczak
Wie man ein Kind liebt. Erziehungsmomente. Das Recht des Kindes auf Achtung. Fröhliche Pädagogik

Gütersloher Verlagshaus, 1999, 600 Seiten, gebunden, Pappband, 15,0 x 22,5 cm
978-3-579-02343-4
79,00 EUR
Mit dieser Veröffentlichung werden die pädagogischen Hauptschriften Korczaks erstmals vollständig in einem Band vorgelegt und in ihren historischen und pädagogischen Zusammenhängen kommentiert.

Das ganze Spektrum der kreativen Ideen Korczaks wird in neuer Übersetzung deutlich. Gleichzeitig dokumentieren die aus unterschiedlichen Perspektiven verfassten Schriften, wie sich Korczaks erzieherisches Denken und Handeln über 25 Jahre hinweg inhaltlich und methodisch entwickelten.

zum Band "Wie man ein Kind lieben soll"
Band 5
Janusz Korczak

Der Frühling und das Kind. Allein mit Gott. Senat der Verrückten. Die Menschen sind gut. Drei Reisen Herscheks

Gütersloher Verlagshaus, 1997, 269 Seiten, Gebunden,
978-3-579-02344-1
49,99 EUR
Band 5 versammelt Texte sehr unterschiedlicher Gattung: Vortrag und Gebete, ein Drama und satirische Miniaturen, die Betrachtung des biblischen Kindes Mose und Palästina-Schriften für Kinder.

Alle Publikationen stammen aus den Jahren der polnischen Unabhängigkeit, aus Korczaks Jahren der Krise - entstanden aus Kontemplation und Meditation, aus Mitleiden, Traum und Hoffnung. Die Texte zeigen die Vielseitigkeit des Autors und die Breite der literarischen Möglichkeiten, die er für seine Erkenntnisse und Bekenntnisse nutzte.

Eingeleitet ist der Band mit dem berühmten Vortrag Der Frühling und das Kind (1921); geschlossen mit den Mose-Meditationen von 1939. Im Mittelpunkt steht Korczaks dramatischer Versuch über Zustand und Zukunft der Welt von 1931: Senat der Verrückten.
978-3-579-02345-8 Band 6
Janusz Korczak
Geschichten und Erzählungen. Belehrungen und Betrachtungen. Die Schweizreise.

Gütersloher Verlagshaus, 2000, 390 Seiten, Gebunden,
15,0 x 22,5 cm
978-3-579-02345-8
49,95 EUR
Band 6 der Sämtlichen Werke versammelt erstmals in deutscher Übersetzung frühe journalistische Arbeiten Janusz Korczaks, fast alle erschienen in der Warschauer Wochenschrift Czytelnia dla Wszystkich (Leihbibliothek für alle) in den Jahren 1898 - 1911.

Es sind dies Arbeiten des jungen Studenten, des gerade bestallten Arztes Goldszmit/Korczak, der auf dem Weg zum Schriftsteller in das Spannungsfeld »Schriftsteller und Presse« hineingezogen, in die »Schlinge des Feuilletons« geraten war. Im Eifer für die Moral des Volkes schrieb der Debütant Geschichten und Erzählungen, Belehrungen und Betrachtungen aus Erlebtem, Gehörtem und literarischen Vorgaben. Dieser Band 6 vermittelt auch das Bild einer kurzlebigen Wochenschrift, die der Familie und den alten Tugenden diente und in der Tradition Moralischer Wochenschriften im Geist der Aufklärung schrieb.
Band 7
Janusz Korczak
Sozialkritische Publizistik, Die Schule des Lebens

Gütersloher Verlagshaus, 2002, 527 Seiten, Gebunden,
15,0 cm x 22,5 cm
978-3-579-02346-5
69,00 EUR
zur Zeit nicht lieferbar, wir merken vor
Die im vorliegenden Band 7 abgedruckte Sozialkritische Publizisitk des jungen Korczak dokumentiert die unmittelbare politische Auseinandersetzung Henryk Goldszmits mit den gesellschaftlichen Problemen Polens in der Zeit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.

1907/08 veröffentlicht er unter dem Titel Die Schule des Lebens eine Sozial-Utopie, in der die zuvor angemahnten gesellschaftlichen Veränderungen durch Erneuerung der Erziehung angestrebt werden.

Unter den gegebenen Zeitumständen waren Korczaks Bemühungen, die Lebensbedingungen der notleidenden Bevölkerungsschichten durch eine Reform der Gesellschaft radikal zu verändern, nicht realisierbar. Um dennoch erfolgversprechend für seine Ziele arbeiten zu können, konzentrierte er sich auf das Feld der Erziehung als einer Schlüsselstelle zur Veränderung der sozialen Lage des am härtesten betroffenen Teils der Bevölkerung, des Proletariats und seiner Kinder.
Band 8
Janusz Korczak
Sozialmedizinische Schriften

Gütersloher Verlagshaus, 1998, 349 Seiten, gebunden, Pappband, 15,0 x 22,5 cm
978-3-579-02347-2
44,95 EUR
Erstmals erscheinen hier die medizinischen Schriften Korczaks: u.a. frühe Warschauer Spitalbilder, pädiatrische Arbeiten zur Säuglingspflege, pädagogische Studien zur Psychosomatik des Kindes und seine Eindrücke aus Berlin.

Die Schriften geben nicht nur Einblicke in die neuere Medizingeschichte, sondern dokumentieren auch eine gelungene Einheit von Arzt und Erzieher.
978-3-579-02348-9 Band 9
Janusz Korczak
Theorie und Praxis der Erziehung, Pädagogische Essays 1898-1942
Pädagogische Essays
Gütersloher Verlagshaus, 2004, 629 Seiten, Gebunden, Schutzumschlag,
15,0 cm x 22,5 cm
978-3-579-02348-9
79,00 EUR
Janusz Korczak schrieb nicht nur vielbeachtete pädagogische Monographien und Kinderbücher, er veröffentlichte auch viele kurze, prägnante Studien zu Einzelproblemen des erzieherischen Alltags.

Band 9 der Janusz Korczak Werke fasst alle Kurzveröffentlichungen aus 42 Jahren zusammen theologischer Reflexion. Neben einer historisch neuen Sicht vom Kind vermittelt der Band vor allem, wie wichtig es ist, die Probleme des täglichen Umgangs im Feld der Erziehung ernsthaft und verantwortlich zu behandeln. In diesem Band zeigt sich ein Janusz Korczak, der sich als Erzieher der Erzieher profiliert.

Inhaltsverzeichnis
Band 10
Janusz Korczak
Eindrücke und Notizen aus Sommerkolonien. Die Mojscheks, Joscheks und Sruleks. Die Józeks, Jasieks und Franeks. Ruhm.

Gütersloher Verlagshaus, 1998, 368 Seiten, gebunden, Pappband, 15,0 cm x 22,5 cm 978-3-579-02349-6
68,00EUR
Erlebnisse und Impressionen aus den Jahren 1904, 1907 und 1908, als Korczak Warschauer Kinder bei Ferienaufenthalten auf dem Lande betreute.

Diese Sommerkolonien haben ihn zum Schreiben seiner ersten Kinderbücher inspiriert.
Band 11
Janusz Korczak
König Macius der Erste. König Macius auf der einsamen Insel

Gütersloher Verlagshaus, 2002, 461 Seiten, gebunden, Schutzumschlag,
15,0 cm x 22,5 cm
978-3-579-02350-2
68,00 EUR
Janusz Korczak schrieb nicht nur über Kinder und darüber, wie er mit ihnen gelebt hat, er schrieb auch für Kinder. Mit seiner König-Macius-Erzählung wurde er international bekannt. Sie zählt zu den Klassikern der Kinderliteratur und setzt »einen Maßstab für das, was ein gutes Kinderbuch leisten sollte« (Hartmut von Hentig). Es ist ein »politisches Buch - und ein poetisches« (Süddeutsche Zeitung), in dem »es gelungen ist, Erlebnisfülle und Abenteuerreichtum mit einer Schule der Demokratie zu verbinden« (DIE ZEIT).

Die König-Macius-Texte werden in den Sämtlichen Werken in neuer Bearbeitung und mit einem ausführlichen Kommentar vorgelegt. Das 1923 erschienene Werk zeigt Kindern, wie schwer es ist, ein gerechtes und gleichberechtigtes Zusammenleben zwischen den Generationen und Völkern zu ermöglichen, und es hilft den Erwachsenen, die Welt mit den Augen eines Kindes zu betrachten.
Band 12
Janusz Korczak
Der Bankrott des kleinen Jack, Kajtus, der Zauberer

Gütersloher Verlagshaus, 1998, 432 Seiten, gebunden, Pappband,
15,0 cm x 22,5 cm
978-3-579-02351-9
49,95 EUR
Korczak hat nicht nur über, sondern auch für Kinder geschrieben. Er zählt zu den wenigen „Poetischen Pädagogen“ der Literatur- und Erziehungsgeschichte.

Diese beiden - auch Erwachsenen zur Lektüre empfohlenen – Kinderbücher erscheinen in diesem Band erstmals in vollständiger, neubearbeiteter deutscher Übersetzung.
Band 13
Janusz Korczak
Ein hartnäckiger Junge. Publizistik für Kinder und Jugendliche. Berichte und Geschichten aus den Waisenhäusern

Gütersloher Verlagshaus, 2003, 576 Seiten, Gebunden, Schutzumschlag,
978-3-579-02352-6
99,00 EUR
Der Band 13 der Werkreihe setzt drei Schwerpunkte: Am Anfang steht eine Beschreibung von Leben und Werk Louis Pasteurs für Jugendliche aus der Feder Korczaks. Es folgen alle Pressebeiträge, die Korczak in den Jahren 1921 bis 1942 für Jugendliche verfasste. Den Abschluss des Bandes bildet die umfangreiche Dokumentation des Alltags in den von Korczak geleiteten Waisenhäusern. Gerade letztere schließt ein großes Desiderat der Korczak-Forschung: Die Heimpädagogik des polnischen Erziehers wird hier erstmals in seinen erstaunlichen Details sichtbar.

Inhaltsverzeichnis
Band 14
Janusz Korczak
Kleine Rundschau, Chanukka- und Purim-Szenen

Gütersloher Verlagshaus, 2005, 656 Seiten, Gebunden, Schutzumschlag,
15,0 cm x 22,5 cm
978-3-579-02353-3
98,00 EUR
 Band 14 der Janusz Korczak Werke versammelt alle Texte, die Korczak für die Kleine Rundschau verfasst hat. Als wöchentliche Beilage zu einer großen polnisch-jüdischen Tageszeitung konnte sie sich als eigenständiges Aussprache- und Mitsprache-Forum der Heranwachsenden behaupten. Auf subtile Weise ermutigte, begleitete und prägte der »kahlköpfige Alte mit der Brille« die jungen Leser und Schreiber, von denen nicht wenige später als Schriftsteller und Publizisten arbeiteten.

Den Abschluss des Bandes bilden die überlieferten Chanukka- und Purim-Szenen für ein kleines Kindertheater.
Band 15
Janusz Korczak
Briefe und Palästina-Reisen, Dokumente aus den Kriegs- und Ghetto-Jahren, Tagebuch-Erinnerungen, Varia

Gütersloher Verlagshaus, 2005, 516 Seiten, Gebunden, Schutzumschlag,
978-3-579-02354-0
77,00 EUR
Fünfundfünfzig Briefe an Freunde in Palästina und viele weitere Texte aus dem Nachlass enthält dieser Band. In ihnen zeigt sich ein Janusz Korczak, der in existentiellen Krisen um eine Neuorientierung und mögliche Emigration ringt. Jäh beendet werden diese Überlegungen, als die Deutschen Polen überfallen. Der wie durch ein Wunder gerettete Nachlass zeichnet diese Schreckensjahre überaus realistisch nach. Die kenntnisreiche Kommentierung ist ein unentbehrlicher Schlüssel zum Verständnis des letzten Lebensjahrzehnts des großen Warschauer Pädagogen und Humanisten.
Band 16
Janusz Korczak
Themens seines Lebens, Kalendarium: Werkbiographie
Bearbeitet und kommentiert von Friedhelm Beiner
Gütersloher Verlagshaus, 2010, 288 Seiten, Gebunden, Schutzumschlag,
15,0 x 22,5 cm
978-3-579-02355-7
69,00 EUR
Wann hat Korczak was geschrieben? In diesem »Kalendarium« werden die zahlreichen Schriften Janusz Korczaks in seine Biographie eingeordnet. Dieses die Werkausgabe abschließende Buch bietet eine Chronologie des Schaffens Korczaks und macht zugleich die Genese und Entwicklung seines Denkens im Kontext seiner Lebensgeschichte deutlich.
Friedhelm Beiner
Korczak Janusz - Themen seines Lebens
Eine Werkbiographie
,

Gütersloher Verlagshaus, 2011, 288 Seiten, kartoniert, 15,0 x 22,5 cm
978-3-579-06561-8

nicht mehr lieferbar
Das umfangreiche publizistische und literarische Werk Janusz Korczaks ist ohne Kenntnis der biografischen Hintergründe, vor denen es entstanden ist, nur schwer zu verstehen. Hier zeichnet Friedhelm Beiner nach, in welchen Lebensabschnitten und unter welchen Eindrücken der Arzt, Literat und Pädagoge seine Themen entwickelte. In der Entfaltung der Lebensthemen Korczaks entsteht so eine einzigartige Werk-Biografie. Sie reicht von den Erinnerungen Korczaks an seine Kinder- und Jugendzeit bis zum Tagebuch aus dem Warschauer Ghetto, das Korczak am 4. August 1942 abbrechen muss, weil die Nazi-Schergen ihn und seine Kinder in die Todeswaggons nach Treblinka trieben.
Erg. Band 3-579-02357-8 Janusz Korczak in der Erinnerung von Zeitzeugen. Mitarbeiter, Kinder und Freunde berichten vergriffen 1999
Erg. Band 3-579-02356-x So war es wirklich. Die letzten Lebensjahre und das Vermächtnis Janusz Korczaks vergriffen 1998
978-3-525-31510-1 Janusz Korczak
Wie man ein Kind lieben soll

Vandenhoeck u. Ruprecht, 2014, 366 Seiten, Kartoniert,
978-3-525-31510-1
20,00 EUR Warenkorb
Das Kind in der Familie, Das Internat, Sommerkolonien, Das Waisenhaus

Janusz Korczaks Meisterwerk ist ein Leitfaden für Eltern und Erzieher, die ihre Kinder entdecken wollen.
Korzcak war einer der bedeutendsten Pädagogen des vorigen Jahrhunderts – aber er war kein Systematiker. Letztlich postuliert er ein einziges Prinzip, aus dem sich alles Handeln ergibt: das Prinzip der uneingeschränkten Achtung vor Kindern. Diese Achtung, die von uneingeschränkter Liebe getragen war, setzte er um in pragmatische Erziehungsleitlinien.
Mit einer Einleitung von Igor Newerly. Aus dem Poln. v. Armin Droß
Leseprobe
Janusz Korczak wurde am 22. Juli 1878 als Henryk Goldszmit in Warschau geboren. In einer assimilierten jüdischen Familie aufwachsend entschied er sich für das Medizinstudium. Durch sein gleichzeitiges literarisches Engagement wurde er schon früh als Schriftsteller in Polen bekannt. Obwohl ihm ein unaufhaltsamer internationaler akademischer Aufstieg bevorstand, wählte er einen anderen Weg: er wollte den Armen und Waisen in den Elendsvierteln Warschaus helfen. Schon als kleiner Junge hatte er heimlich das Elternhaus verlassen, um mit den armen Kindern der Hinterhöfe zu spielen. Parallel zu seiner Entscheidung gegen eine bürgerliche private Karriere, für ein Leben mit sozial benachteiligten Kindern verlief sein Namenswechsel: aus Henryk Goldszmit wurde Janusz Korczak. Das Pseudonym entnahm er einem beliebten polnischen Roman des 19. Jahrhunderts: der Geschichte von J.I. Kraszewski über "Janasz Korczak und die schöne Schwertfegerin". Der Drucker machte versehentlich aus einem Janasz einen Janusz Korczak - und dabei blieb es.

Ab 1911 leitete Korczak das nach seinen Plänen errichtete Waisenhaus Dom Sierot. Hier entwickelte er aus der refektierten Praxis heraus seine Vorstellungen von Erziehung als einer Utopie von einer friedfertigen, klassenlosen Gesellschaft. Denn für Korczak war die Welt bisher eingeteilt in zwei Klassen: in Erwachsene und Kinder. Zwischen beiden herrschte ein Kampf - allerdings ein Kampf von Ungleichen, denn die Kinder waren in diesem Kampf hoffnunglos unterlegen. Neben der Leitung des Kinderhauses Dom Sierot und eines weiteren, Nasz Dom, ist Korczak unentwegt damit beschäftigt, seine Erfahrungen zu durchdenken, seine Erziehungsentwürfe zu konkretisieren und mit allen Kräften für die Verbesserung des Loses der Kinder der Strassen zu arbeiten. In seinen beiden Kinderbüchern von König Hänschen - genauer - Krol Macius - z.B. beschreibt Korczak, wie Kinder als Sachkenner in Angelegenheiten von Kindern ihre Welt ordnen und wie Erwachsene ihnen dabei helfen können. Im Dom Sierot realisiert er seine Vorstellungen von einer demokratischen Kinderrepublik. Da gibt es ein Parlament, ein Kindergericht, eine Kinderzeitung und viele andere "Institutionen", mit denen und in denen Kinder und Erzieher lernen können, so miteinander zu leben, daß die eine Gruppe nicht die andere unterdrückt oder dominiert.

Ausser Heimleiter, Arzt und Literat war Janusz Korczak Mitarbeiter beim polnischen Rundfunk, Leiter einer Versuchsschule, Herausgeber einer Kinderzeitung und Redner an polnischen Hochschulen. Nach Kriegsausbruch 1939 zog er seine polnische Offiziersuniform wieder an, die er schon als Militärarzt getragen hatte, und demonstrierte auf diese Weise seine Loyalität mit dem angegriffenen polnischen Volk.

Als das Ghetto errichtet wurde, musste das jüdische Waisenhaus ebenfalls in ein Haus innerhalb der Ghetto-Mauern ziehen. Dort lebten Korczak und die Kinder unter unsäglichen Bedingungen bis die Nazis am 22. Juli 1942 mit der Massentötung der Bevölkerung des Warschauer Ghettos durch die "Umsiedlung" nach Treblinka begannen. Am Mittwoch, dem 5. August 1942, war das bisher verschont gebliebene Waisenhaus Korczaks an der Reihe.
Dr. Korczak selbst hatte wiederholt die Möglichkeit gehabt, sein Leben zu retten. Aber alle diesbezüglichen Vorschläge lehnte er entrüstet ab. Er hätte eine solche Tat als Verrat an den Kindern und an seiner Aufgabe betrachtet.

Janusz Korczak hat eine Fülle von Gedanken und Anregungen hinterlassen, Romane, Essays, Geschichten, kinder-psychologische Abhandlungen, Gedichte, Gebete, die jeden aufgeschlossenen Menschen, insbesondere Erzieher, elementar ansprechen und herausfordern, trösten und ermuntern, so daß noch viele Generationen sich von ihm anstecken lassen werden und sich an ihm orientieren können. Indes, alles Gesagte und Geschriebene, alles noch so logisch Durchdachte ist nicht das Wegweisende, und Korczaks Bedeutung liegt nicht darin, dass er es gesagt und aufgezeichnet, obwohl bei ihm Wort und Schrift sich durch ein Höchstmass an menschenmöglicher Empathie auszeichnen, sondern darin, dass er dem Gesagten und Geschriebenen nachgekommen ist mit der Tat.

 

Änderungen und Lieferbarkeit vorbehalten     Startseite       letzte Bearbeitung: 09.12.2016, DH