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  Herders Bibliothek der Philosophie des Mittelalters bis 2009 Herders Bibliothek der Philosophie des Mittelalters, zweite Reihe ab 2010
Herders Bibliothek der Philosophie des Mittelalters / Herders philosophische Bibliothek des Mittelalters, Herder Verlag
Die auf 20 Bände angelegte zweisprachige Auswahl präsentiert die wichtigsten lateinischen, arabischen und jüdischen Autoren der Philosophie des Mittelalters mit ihren zentralen Texten zu den Fragen der menschlichen Erkenntnis, der Entfaltung der Wissenschaften und der philosophischen und theologischen Weisheitslehren. Diese stehen in enger Verbindung mit den religiös und kulturell unterschiedlichen Traditionen der Autoren. Daher dokumentiert die vorgelegte Sammlung zugleich den Beitrag der Philosophie des Mittelalters zum Dialog der drei Religionen Judentum, Christentum, Islam.
Dem Leser dieser Bibliothek erschließt sich in den Bänden nicht nur der Reichtum einer Epoche der Geschichte der Philosophie, die bis heute von hohem systematischen Interesse ist, sondern er begegnet auch den geistigen Grundlagen der kulturellen Identität Europas. Zu ihr zählen bis heute der mit der Gründung der Universitäten verbundene Prozess der wissenschaftlichen Rationalisierung, die Suche nach religiöser Verständigung und der Ausgleich zwischen politischer Einheit und kultureller Vielfalt.
Bei Subskription ca. 10 % Ermäßigung.
Band ISBN Autor Titel EUR   Jahr
ab Band 22     Herders Bibliothek der Philosophie des Mittelalters, zweite Reihe ab 2010     2010
21 978-3-451-28704-6 Gabirol Salomon Ibn  Fons vitae - Lebensquelle Kapitel I und II    Lateinisch - Deutsch zur Beschreibung 38,-- 2009
20 978-3-451-28709-1 Alain von Lille  Regulae theologiae - Regeln der Theologie    Lateinisch - Deutsch zur Beschreibung 37,-- 2009
19 978-3-451-28707-7 Moses Maimonides Wegweiser für die Verwirrten    Arabisch/Hebräisch-Deutsch zur Beschreibung 45,-- 2009
18 978-3-451-30298-5 Thomas von Aquin Expositio in libri Boetii De Hebdomadibus. Kommentar zur Hebdomaden-Schrift des Boethius. Lateinisch - Deutsch zur Beschreibung 33,00 Warenkorb 2009
18 978-3-451-28708-4 Robert Kilwardby Über den Ursprung der Wissenschaften    Buch ist nicht erschienen      
17 978-3-451-28710-7 Hillel von Verona Vom Lohn der Seele   Lateinisch - Deutsch zur Beschreibung 37,-- 2008
16 978-3-451-28711-4 Wilhelm von Ockham Über die Verknüpfung der Tugenden   Lateinisch - Deutsch zur Beschreibung 30,-- 2008
15 978-3-451-28699-5 Averroes, Hg. David Wirmer Über den Intellekt   Arabisch/Lateinisch/Deutsch zur Beschreibung     2007
14 978-3-451-28705-3 Johannes von Salisbury Policraticus    Lateinisch - Deutschz ur Beschreibung 45,-- 2007
13 978-3-451-28712-1 Roger Bacon Opus maius - Eine moralphilosophische Auswahl     Lateinisch - Deutsch zur Beschreibung 33,-- 2007
12 978-3-451-29033-6 Siger von Brabant Über die Lehre des Intellekts nach Aristoteles   Lateinisch - Deutsch zur Beschreibung 34,-- 2007
11 978-3-451-28706-0 Dominicus Gundissalinus Über die Einteilung der Philosophie    Lateinisch - Deutsch zur Beschreibung 35,-- 2007
10 978-3-451-28698-8 Albert der Große Über die Natur und den Ursprung der Seele    Lateinisch - Deutsch zur Beschreibung 38,-- 2006
9 978-3-451-28685-8 Al Farabi Über die Wissenschaften  Lateinisch - Deutschzur Beschreibung 33,-- 2006
8 978-3-451-28690-2 Petrus Johannes Olvi Über die menschliche Freiheit   Lateinisch - Deutsch zur Beschreibung 38,-- 2006
7 978-3-451-28689-6 Thomas von Aquin Über das Seiende und das Wesen    Lateinisch - Deutsch zur Beschreibung 28,-- 2006
6 978-3-451-28687-2 John Blund Traktat über die Seele    Lateinisch - Deutsch zur Beschreibung 40,-- 2006
5 978-3-451-28688-9 Yusuf al-Basir Das Buch der Unterscheidung    Arabisch - Deutsch zur Beschreibung 44,-- 2005
4 978-3-451-28686-5 Johannes Duns Scotus Pariser Vorlesungen über Kontingenz und Wissen    Lateinisch - Deutsch zur Beschreibung 33,-- 2005
3,2 978-3-451-28684-1 Thomas von Aquin Kommentar zum Trinitätstraktat des Boethius II    Lateinisch - Deutsch zur Beschreibung 35,-- 2007
3,1 978-3-451-28504-2 Thomas von Aquin Kommentar zum Trinitätstraktat des Boethius I    Lateinisch - Deutsch zur Beschreibung 34,-- 2005
2 978-3-451-28505-9 Ibn Sab'in Die Sizilianischen Fragen    Arabisch - Deutsch zur Beschreibung 34,-- 2005
1 3-451-28506-1
978-3-451-28506-6
Gilbert Crispin Religionsgespräche mit einem Juden und einem Heiden. Lateinisch - deutsch zur Beschreibung 32,00 Warenkorb 2005
Crispin, Gilbert
Religionsgespräche mit einem Juden und einem Heiden
Lateinisch - Deutsch

Herder Verlag
2005, 198 Seiten, Gebunden
978-3-451-28506-6
32,00 EUR
Gilbert Crispin (ca. 1045-1117): In den Lehrdialogen des Benediktinerabtes von Westminster diskutiert ein Christ mit einem Juden und mit einem nichtchristlichen Philosophen, "Heide" genannt, über zentrale Fragen des Glaubens. Das Werk bezeugt, dass es bereits im frühen Mittelalter eine Kultur des Dialogs zwischen Vertretern der verschiedenen Religionsgemeinschaften auf der Basis des Respekts und der Wertschätzung der Vernunft gab.
Sab'in, Ibn
Die Sizilianischen Fragen
Arabisch - Deutsch

Herder Verlag
2005, 256 Seiten, Gebunden
978-3-451-28505-9
34,00 EUR
Ibn Sab'in (ca. 1217-1270), aus Murcia stammend, verband in seinem Werk Logik, Metaphysik und Mystik in einzigartiger Weise und gehört damit zu den bemerkenswertesten Gestalten der arabischen Philosophie. Sein erstes großes Werk, das er in Antwort auf die sog. Sizilianischen Fragen Friedrichs II. verfasste, gilt als einführendes Kompendium in die arabisch-islamische Philosophie Andalusiens.
Thomas von Aquin
Kommentar zum Trinitätstraktat des Boethius I
Lateinisch - Deutsch

Herder Verlag
2005, 288 Seiten, Gebunden
978-3-451-28504-2
34,00 EUR
Kommentar zum Trinitätstraktat des Boethius I: Expositio super librum Boethii De trinitate I
Thomas von Aquin
Kommentar zum Trinitätstraktat des Boethius II
Lateinisch - Deutsch

Herder Verlag
2007, 223 Seiten, Gebunden
978-3-451-28684-1
34,00 EUR
Thomas von Aquin (1225-1274) darf als einer der wichtigsten Vertreter der lateinischen Philosophie und Theologie des Mittelalters betrachtet werden. Er schloss sich schon früh dem Dominikanerorden an, studierte bei Albertus Magnus in Paris und Köln, lehrte dann in Paris und in Italien. Im hier vorgelegten Kommentar zu der Schrift des A. M. T. S. Boethius "De Trinitate", den Thomas zu Beginn seiner ersten Lehrtätigkeit in Paris zwischen 1256 und 1258 verfasste, entwickelt er seine für die Debatte zur Theorie der Wissenschaften im Mittelalter wichtige Wissenschaftslehre.
Johannes Duns Scotus
Pariser Vorlesungen über Kontingenz und Wissen
Lateinisch - Deutsch

Herder Verlag
2005, 216 Seiten, Gebunden
978-3-451-28686-5
33,00 EUR
Johannes Duns Scotus (ca. 1265-1308) zählt zu den bedeutendsten Denkern des lateinischen Mittelalters. Kritisch gegenüber unreflektierter Autoritätsgläubigkeit entwirft er ein neuartiges Konzept von Philosophie als Transzendentalwissenschaft. In ihrem Zentrum steht die Frage nach den Wahrheitsbedingungen von Wissen unter den Bedingungen radikaler Kontingenz. In den Pariser Vorlesungen zu den Sentenzen des Petrus Lombardus findet sich Scotus' letzte und reifste Antwort auf diese Frage. Diese Texte liegen in einer von ihm selbst autorisierten Ausarbeitung vor und werden hier zum erstenmal überhaupt zugänglich gemacht. Das Ergebnis dieser Denkbemühungen ist eine modern anmutende Philosophie der Freiheit.
Yusuf al-Basir
Das Buch der Unterscheidung
Arabisch - Deutsch

Herder Verlag
2005, 384 Seiten, Gebunden
978-3-451-28688-9
44,00 EUR
Yusuf al-Basir (gest. 1040): Der jüdische Gelehrte, vermutlich in Persien oder dem Irak geboren, wuchs in einer überwiegend islamischen Gesellschaft auf, bevor er nach Jerusalem kam. Die Fülle von Kontakten zu Menschen anderer Konfessionen und Weltanschauungen, namentlich der islamischen Philosophie, spiegelt sich eindrucksvoll in seinem Denken wider und macht ihn zu einem herausragenden Vertreter der spekulativen Theologie des jüdischen kalam. Der hier erstmalig aus dem Arabischen übersetzte Text ist exemplarisch für diese von philosophischen Argumenten getragene rationalistische Auseinandersetzung mit Fragen der Religion.
Blund, John
Traktat über die Seele
Lateinisch - Deutsch

Herder Verlag
2006, 360 Seiten, Gebunden
978-3-451-28687-2
40,00 EUR
John Blund (ca. 1175-1248) war Magister der Theologie an der Universität Oxford und ab 1234 Kanzler der Kathedrale von York. Die für die Philosophie, insbesondere die Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie des Mittelalters zentrale Schrift des Aristoteles De anima wird von John Blund unter Rückgriff auf Avicenna systematisch interpretiert. Der hier übersetzte Text ist damit ein frühes Dokument der Rezeption und Interpretation der Erkenntnislehre des Aristoteles, aber vor allem auch des wachsenden Interesses an naturphilosophischen Fragen an den (englischen) Universitäten des lateinischsprachigen Mittelalters.
Thomas von Aquin
Über das Seiende und das Wesen
Lateinisch - Deutsch

Herder Verlag
2006, 112 Seiten, Gebunden
978-3-451-28689-6
28,00 EUR
Thomas von Aquin (1225-1274) hat in seinem umfangreichen Werk die Philosophie und Theologie der lateinischen Scholastik zu einer exemplarischen Synthese geführt, die bis in die Gegenwart wirksam geblieben ist.
In seiner Schrift De ente et essentia, verfasst schon am Anfang seiner Karriere, legt er die logisch-ontologischen Grundbegriffe seiner Philosophie dar und stellt ihre systematische Bedeutung für seine Metaphysik vor. Der kurze, aber dichte Traktat gilt mit Recht als beste Einführung in dieses Kernstück seines Denkens.
Petrus Johannes Olvi
Über die menschliche Freiheit
Lateinisch - Deutsch

Herder Verlag
2006, 240 Seiten, Gebunden
978-3-451-28690-2
38,00 EUR
Der Franziskaner Petrus Johannis Olivi (1248-1298) rückt nach und nach als einer der ganz Großen des 13. Jahrhunderts ins Bewusstsein. Er war Schüler von Bonaventura in Paris, Lehrer in Florenz und Montpellier.
Aus seinem vielseitigen Werk (u.a. ein epochemachender Traktat zur Zinstheorie) ragt seine Theorie der Willensfreiheit hervor, die hier erstmals übertragen wird. Olivi präsentiert die Realität der Freiheit im Rückgriff auf das innere Erleben. In seiner in der mittelalterlichen Literatur einzigartigen Affectus-Lehre weist er den Freiheitsbezug der für unser Selbstverständnis wesentlichen Gefühle nach; so kann man etwa nicht auf jemanden zornig sein, ohne anzunehmen, dass der andere frei ist. Darüber hinaus zeigt Olivi, dass es ohne Freiheit keine Werte (Versprechen, Gemeinschaft) geben kann.
Al Farabi
Über die Wissenschaften
Lateinisch - Deutsch

Herder Verlag
2006, 232 Seiten, gebunden
978-3-451-28685-8
33,00 EUR
Al-Farabi ist einer der bedeutendsten arabischen Philosophen, der sich um die Rezeption und Weiterentwicklung sowohl der platonischen als auch der aristotelischen Philosophie in besonderer Weise verdient gemacht hat, die er im Sinne einer Harmonie zwischen beiden zu versöhnen trachtete. Von großem Interesse sind seine schon im 12. Jahrhundert ins Lateinische übersetzten wissenschaftstheoretischen Traktate, v.a. ›Von den Wissenschaften‹ mit einer differenzierten Begründung und Strukturierung menschlichen Wissens und der Wissenschaften.
Albert der Große
Über die Natur und den Ursprung der Seele
Lateinisch - Deutsch

Herder Verlag
256 Seiten, gebunden
978-3-451-28698-8
38,00 EUR
Der Theologe und Philosoph Albertus Magnus (etwa 1200 – 1280) gilt als einer der bedeutendsten lateinischen Ausleger der Schriften des Aristoteles im Mittelalter. Sein philosophisches Programm war es, alle wesentlichen Teile der Philosophie, wie diese in den Büchern des Aristoteles zusammengefasst waren, den Lateinern durch umfassende Kommentarwerke und eigene Schriften zugänglich zu machen. Unter seinen naturwissenschaftlichen Schriften nimmt das Werk ›Vom Wesen und Ursprung der Seele‹ eine herausragende Stellung ein.
Dominicus Gundissalinus
Über die Einteilung der Philosophie
Lateinisch - Deutsch

Herder Verlag
2007, 288 Seiten, Gebunden
978-3-451-28706-0
35,00 EUR
Dominicus Gundissalinus (ca. 1110-1190) ist der wichtigste Vertreter der so genannten Übersetzerschule von Toledo, an der er nicht nur an die 20 Werke aus dem Arabischen ins Lateinische übertrug, sondern auch eine Reihe bedeutender selbständiger Traktate verfasste. In seiner Schrift entwickelt Gundissalinus eine differenzierte Klassifikation der Wissenschaften, die den in der lateinischen Welt überlieferten Kanon der Wissenschaften radikal zu Gunsten eines pluralen Wissenschaftsverständnisses erweitert.
Siger von Brabant
Über die Lehre des Intellekts nach Aristoteles
Lateinisch - Deutsch

Herder Verlag
2007, 272 Seiten, Gebunden
978-3-451-29033-6
34,00 EUR
Siger von Brabant (ca. 1240-1284), den schon Dante als Prototyp eines Philosophen ansah, gilt als Vorkämpfer einer rein philosophischen Wahrheitssuche im Paris des 13. Jahrhunderts. Seine aus Aristoteles gewonnene These, dass der Intellekt aller Menschen einer sei, führte schnell zu intensiven Diskussionen mit Thomas von Aquin und anderen Zeitgenossen. Sigers revolutionärstes Werk, seine Untersuchungen zu Aristoteles' Schrift über die Seele, werden hier erstmals in vollständiger Übersetzung vorgelegt.
Roger Bacon
Opus maius - Eine moralphilosophische Auswahl
Lateinisch - Deutsch

Herder Verlag
2007, 256 Seiten, Gebunden
978-3-451-28712-1
33,00 EUR
Herders Bibliothek der Philosophie des Mittelalters Band 13
Roger Bacon (ca. 1219-1292/94) zählt zu den bedeutendsten und umstrittensten Denkern des 13. Jahrhunderts. Von zentraler Aussagekraft für sein umfangreiches philosophisches Schaffen ist das Papst Clemens IV gewidmete Opus maius. Im vorliegenden Band werden erstmals in deutscher Sprache jene zentralen Textpassagen zugänglich gemacht,
in welchen sich Roger Bacon programmatisch mit den seinerzeit brisanten Fragen nach dem Verhältnis von Wissenschaft und Weisheit, von Philosophie und Theologie, von Wissen und Handeln auseinandersetzt.
Johannes von Salisbury
Policraticus
Lateinisch - Deutsch

Herder Verlag
2007, 448 Seiten, Gebunden
978-3-451-28705-3
45,00 EUR 
Der Policraticus des ]ohannes von Salisbury (1115120-1180) ist eine der bedeutendsten politisch­theoretischen Schriften des Mittelalters. Noch ohne direkte Kenntnis der Aristotelischen Ethik und Politik entwickelt der Autor theoretisch anspruchsvolle Gedanken über Zweck, Struktur und Funktionsweise des Gemeinwesens, die weit über die bis dahin bekannten Fürstenspiegel hinausgehen. Insbesondere geht es ihm um eine vermittelnde Lösung des Investiturstreits.
Hg.Wirmer, David
Averroes
Über den Intellekt
Auszüge aus seinen drei Kommentaren zu Aristoteles De Anima, Arabisch/Lateinisch/Deutsch

Herder Verlag
2007, 424 Seiten, Gebunden
978-3-451-28699-5
Averroes / Ibn Rushd (1126-1198) ist der letzte bedeutende Philosoph aus dem Westen der islamischen Welt. Mit seiner umfassenden Kommentierung des aristotelischen Werkes prägte er einen methodischen Standard, der die Aristotelesrezeption gerade im lateinischen Mittelalter stark beeinflusst hat. Dies gilt insbesondere für seine dreifache Auslegung der aristotelischen Erkenntnis­und Wissenschaftslehre, die den Scholastikern nur teilweise bekannt war, hier jedoch in ihrer gesamten Entwicklung vorgestellt wird.
Wilhelm von Ockham
Über die Verknüpfung der Tugenden
Lateinisch - Deutsch

Herder Verlag
2008, 152 Seiten, Gebunden
978-3-451-28711-4
30,00 EUR
De connexione virtutum - Über die Verknüpfung der Tugenden
Wilhelm von Ockham (ca. 1285-1347) ist durch seine Universalienlehre bekannt als Denker des Einzelnen. Und doch kam er in ethischer Hinsicht nicht um die Frage herum, ob die einzelnen Tugenden nicht auch miteinander zusammen- oder gar voneinander abhängen. Die Frage nach der Verknüpfung der Tugenden ist für ihn als Philosophen und Theologen letztlich die Frage danach, wie der Mensch im Angesicht Gottes ein gutes Leben führen kann. Das Werk führt in die ausgefeilte Debattenlage der Spätscholastik nach dem Zusammenbruch der großen Systeme und zeigt die Differenziertheit ethischer Argumentation am Ausgang des Mittelalters.
Hillel von Verona
Vom Lohn der Seele
Lateinisch - Deutsch

Herder Verlag
2008, 304 Seiten, Gebunden
978-3-451-28710-7
37,00 EUR
Hillel ben Shmuel ben Elazar aus Verona steht in exemplarischer Weise für die Begegnung von jüdischem, islamischem und christlichem Denken im 13. Jahrhundert. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dieser intellektuelle Austausch in Hillels philosophischem Hauptwerk, dem Traktat Vom Lohn der Seele, in dem ihm eine philosophiegeschichtlich ebenso wie systematisch höchst originelle Verknüpfung arabisch-jüdischer Argumente, insbesondere averroistischer und maimonidischer Prägung, mit lateinisch-christlichen Positionen, namentlich von Dominicus Gundissalinus und Thomas von Aquin, gelingt, mit deren Hilfe er zentrale Fragen zu Natur und Funktion der Seele beantwortet.
978-3-451-30298-5 Thomas von Aquin
Expositio in libri Boetii De Hebdomadibus. Kommentar zur Hebdomaden-Schrift des Boethius
Lateinisch - Deutsch
Herder Verlag, 2009, 152 Seiten, Gebunden, 13,9 x 21,4cm
978-3-451-30298-5
33,00 EUR
In zwei eigenständigen Schriften setzt sich Thomas von Aquin (1224/25-1274) als Kommentator mit dem spätantiken Erbe des Boethius (480-524) auseinander, und zwar mit dessen Trinitätstraktat und der sog. Hebdomaden-Schrift. Letztere, die aufgrund ihrer argumentativen Struktur auch als Axiomenschrift bezeichnet wird, ist als Abriss neuplatonischer Seinslehre bis ins 12. Jh. hinein eine Grundlagenschrift des platonisierenden Schulbetriebs und erfährt zahlreiche Kommentierungen. Nach Anbruch der Aristotelesrezeption macht die Auslegung des Thomas im 13. Jh. als singuläre und von der bereits erloschenen Kommentartradition unabhängige Arbeit auf sich aufmerksam. Im einzig vollständigen Kommentar zu einem Werk des Boethius erörtert Thomas hier die aufgeworfene Frage nach der substantiellen Güte des Geschaffenen. Auf schöpfungstheologischer Basis analysiert er die Begriffe des Seins und des Guten unter logischen und ontologischen Gesichtspunkten. Durch das innovative Teilhabekonzept gilt die in seinem Kommentar vorgenommene Verhältnisbestimmung von geschaffenem Sein und göttlichem Ursprung als Referenztext für die Partizipationslehre.
Herders Bibliothek der Philosophie des Mittelalters (HBPhMA) Band 18
Maimonides, Moses
Wegweiser für die Verwirrten
Arabisch/Hebräisch-Deutsch

Herder Verlag
2009, 320 Seiten, Gebunden
978-3-451-28707-7
45,00 EUR
Moses Maimonides (Moses ben Maimon (1135-1204) ist einer der größten jüdischen Philosophen. Er verfasste als wichtigste philosophisch-theologische Schrift den Text »Der Führer der Verwirrten«, der bis auf den heutigen Tag eine zentrale Bedeutung besitzt; und hier in ausgewählten Texten wiedergegeben ist.
Alain von Lille
Regulae theologiae - Regeln der Theologie
Lateinisch - Deutsch

Herder Verlag
2009, 272 Seiten, Gebunden
978-3-451-28709-1
37,00 EUR
Die "Regeln der Theologie" des Alain von Lille (gest. 1202/03) sind einer der einflussreichsten wissenschaftstheoretischen und ontologischen Texte aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. In Reaktion auf die wissenschaftliche Transformation der sieben freien Künste sowie der Ethik und des Naturwissens und unter Bezug auf neu zugängliche antike und arabische Quellen entwickelt Alain im berühmten Prolog der Regeln ein axiomatisches Modell von Wissenschaft. Dieses Modell wendet er in logisch miteinander verbundenen Lehrsätzen auf die philosophische Theologie an und rekonstruiert sie auf diesem Weg systematisch in der Form einer neoplatonischen Ontologie. Der Text belegt anschaulich die Veränderungen im Selbstverständnis des westlichen Mittelalters, die zur Herausbildung der Universitäten und in der Philosophie zum 'zweiten Anfang der Metaphysik' führen.
Salomon Ibn, Gabirol
Fons vitae - Lebensquelle Kapitel I und II
Lateinisch - Deutsch

Herder Verlag
2009, 192 Seiten, gebunden
978-3-451-28704-6
38,00 EUR
Die "Quelle des Lebens"(hebr. Meqor Chajjim) ist das philosophische Hauptwerk des jüdischen Poeten und Philosophen Salomon ibn Gabirol (1021/2- ca.1070). Das ursprünglich auf Arabisch geschriebene Werk ist in voller Länge nur in der lateinischen Übersetzung des Dominicus Gundissalinus und Johannes Hispanus unter dem Titel "Liber Fons Vitae" bzw. "Fons vitae" erhalten. Es umfasst fünf Kapitel, die in Form eines scholastischen Dialogs zwischen Lehrer und Schüler abgefaßt sind. Das stark neuplatonisch geprägte Werk beschreibt den Vermittlungsprozess zwischen dem unzusammengesetzten, transzendenten Einen und der geschaffenen Pluralität aller anderen Schichten der Realität durch den Willen Gottes. Das Werk, das in der jüdischen Philosophie nur wenig Beachtung fand, wurde im lateinischen Mittelalter stark rezipiert.

 

 

Änderungen und Lieferbarkeit vorbehalten     Startseite       letzte Bearbeitung: 10.08.2017, DH