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Critical Studies in Religion/Religionswissenschaft (CSRRW), Vandenhoeck & Ruprecht

Diese Reihe ist ein Ort für kritische religionswissenschaftliche Studien, die historische bzw. empirische Forschung und religionswissenschaftliche Theoriebildung miteinander verknüpfen und so einen substanziellen Beitrag zum religionswissenschaftlichen Fachdiskurs leisten. Die Reihe hat keine prinzipiellen Beschränkungen bezüglich des untersuchten Materials (weder zeitlich noch räumlich), der verwendeten Methoden oder der gewählten theoretischen Ansätze. Es werden aber ausschließlich Studien publiziert, die fachlich in die Religionswissenschaft gehören. Die Titel der Reihe zeichnet eine hohe Qualität der historischen bzw. empirischen Forschungsleistung sowie eine innovative Verknüpfung des Materials mit Theoriefragen aus. Monographien und fokussierte Themenbände werden in englischer und deutscher Sprache veröffentlicht. Alle aufgenommenen Arbeiten wurden einem Peer-Review-Verfahren unterzogen.

Herausgeber:
Gregor Ahn (Universität Heidelberg)
Oliver Freiberger (Universität von Texas, Austin)
Jürgen Mohn (Universität Basel)
Michael Stausberg (Universität Bergen)
978-3-525-54065-7 Ricarda Stegmann
Verflochtene Identitäten
Die Große Moschee von Paris zwischen Algerien und Frankreich
Vandenhoeck & Ruprecht, 2017, 372 Seiten, Gebunden,
978-3-525-54065-7
130,00 EUR Warenkorb
Band 11:
Ricarda Stegmann widmet sich der Großen Moschee von Paris, einer der symbolträchtigsten Moscheen in Frankreich. Die Moschee von Paris wurde 1926 im Gelehrtenviertel „Quartier Latin” eröffnet und war tief in kolonialpolitische Agenden verwoben. Heute, ein halbes Jahrhundert nach der Unabhängigkeit der französischen Kolonien und Protektorate, ist sie Kristallisationsfläche diverser Forderungen. So verwaltet der algerische Staat hier einen offiziellen algerischen „Staatsislam“, aber auch französisch-islampolitische Interessen werden auf die Moschee von Paris gerichtet. Stegmann analysiert genau diese teils widersprüchlichen Zuschreibungen, mit denen die Akteure an der Moschee konfrontiert werden.
Insofern widmet sich Stegmann der Großen Moschee von Paris als Produkt postkolonialer Verflechtungsgeschichten. Sie führt die Entstehungszeit, neuere staatliche Funktionszuweisungen an die Moschee sowie Detailanalysen aktueller Identitätskonstruktionen am moscheeeigenen Imamausbildungsinstitut systematisch zusammen. Damit liegt hier die erste Studie über den an der Moschee gelehrten, „algerisch kontrollierten“ Islam vor. Stegmann weist nach, dass die Lehrpersonen sich nicht zwischen algerischen und französischen Ansprüchen entscheiden, sondern in einem Geflecht aus transnational verflochtenen und doch abgrenzungsorientierten Konzepten eigene Identitätspositionen entwerfen. Auf diese Weise können sie unterschiedliche politische Forderungen bewältigen, indem sie diese bestätigen und zugleich auch kreativ unterlaufen.
978-3-525-54040-4 Adrian Hermann
Unterscheidungen der Religion
Analysen zum globalen Religionsdiskurs und dem Problem der Differenzierung von 'Religion' in buddhistischen Kontexten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts
Vandenhoeck & Ruprecht, 2015, 485 Seiten, Gebunden,
978-3-525-54040-4
175,00 EUR Warenkorb
Band 10:
Welche Unterscheidungen charakterisieren den globalen Diskurs um Religion?
Adrian Hermann befasst sich in seiner Studie mit dieser Frage aus diskurstheoretischer Sicht, ausgehend von der Unterscheidung zwischen einer religionstheoretischen und einer diskurstheoretischen Auseinandersetzung mit ‚Religion‘. In der Debatte um den Eurozentrismus des Religionsbegriffs und die Identifikation von außereuropäischen Äquivalenten von ‚Religion‘ schlägt Hermann einen Perspektivenwechsel vor. Die Suche nach Äquivalenten wird durch eine Genealogie der Herstellung hypothetischer Äquivalenzen in einer historischen Praxis ersetzt. Dies verweist auf die Frage nach Charakteristika des globalen Religionsdiskurses, die er hier heuristisch als ‚Pluralität‘ und ‚Differenzierung‘, zwei ‚Unterscheidungen der Religion‘, bestimmt.
Diese theoretischen Überlegungen entwickelt Hermann in einer Beschäftigung mit Religionsdiskursen des buddhistischen Modernismus, insbesondere im Thailand des 19. Jahrhunderts, weiter, wo sich in der Begegnung zwischen indigenen Eliten und christlichen Missionaren diejenigen Unterscheidungen andeuten, die den globalen Religionsdiskurs im 19. und frühen 20. Jahrhundert entscheidend geprägt haben. In Auseinandersetzung mit der Weltgesellschaftstheorie Niklas Luhmanns stellt Hermann im Anschluss die Frage nach den Chancen und Problemen einer religionswissenschaftlichen Differenzierungstheorie. Überlegungen zu den Voraussetzungen einer globalen Religionsgeschichte aus Sicht einer kulturwissenschaftlichen Religionswissenschaft schließen die Studie ab.
Leseprobe
978-3-525-54038-1 Caroline Widmer
Der Buddha und der Andere
Zur religiösen Differenzreflexion und narrativen Darstellung des ›Anderen‹ im Majjhima-Nikaya
Vandenhoeck & Ruprecht, 2015, 434 Seiten, Gebunden,
978-3-525-54038-1
140,00 EUR Warenkorb
Critical Studies in Religion / Religionswissenschaft (CSRRW) Band 9:
Als wahrscheinlich älteste vollständige Überlieferung des Buddhismus reflektiert der Pali-Kanon in literarisch-narrativer Form die Auseinandersetzung mit religiös ‚Anderen‘ aus emischer Perspektive. Die Suttas berichten nicht nur, wie der Buddha Mitglieder seines Ordens belehrt, sondern auch, wie er Vertretern anderer religiöser Gruppierungen begegnet und mit ihnen diskutiert haben soll.
Caroline Widmer untersucht, inwiefern in diesen Begegnungen religiöse Abgrenzung im Sinne eines Otherings literarisch dargestellt wird, und behandelt diese religionswissenschaftliche Fragestellung im Bereich des Buddhismus erstmals durch eine literaturwissenschaftlich angelegte Analyse der narrativen Gestaltung der Pali-Suttas. Die Texte spiegeln jedoch nicht wie oftmals angenommen in erster Linie Toleranz oder Offenheit gegenüber anderen religiösen Ansichten wider; vielmehr sind sie durch einen hohen Grad an Selbstdarstellung und einem exklusiven Anspruch auf Wahrheitsbesitz geprägt. Erzählerisch wird diese Spannung so aufgelöst, dass der ‚Andere‘ das ‚Eigene‘ annimmt und dadurch seine ‚Andersheit‘ verliert. Die Untersuchung eröffnet einen neuen Zugang zu religionsgeschichtlichen Quellen, erlaubt detaillierte Einblicke in diesen systemspezifischen Prozess des Selfings und erläutert seine Funktion innerhalb der buddhistischen Überlieferung.
Leseprobe
978-3-525-54037-4 Christoph Kleine
Devianz und Dynamik
Festschrift für Hubert Seiwert zum 65. Geburtstag
Vandenhoeck & Ruprecht, 2014, 263 Seiten, Gebunden,
978-3-525-54037-4
100,00 EUR Warenkorb
Critical Studies in Religion / Religionswissenschaft (CSRRW) Band 8:
Schon in frühen Zeiten und an verschiedenen Orten der Welt existierten oft mehrere Religionen nebeneinander, sei es dass diese unterschiedlichen Ursprungs waren oder sich aufgrund divergierender Auffassungen der religiösen Akteure innerhalb einer gemeinsamen Tradition ausdifferenzierten. Nicht immer war und ist diese Koexistenz eine friedliche. Die Religion der anderen wird häufig als „deviant“ wahrgenommen oder gar als „nonkonformistisch“ stigmatisiert und sanktioniert, bis hin zur physischen Vernichtung der „Devianten“. Im vorliegenden Band gehen vierzehn ausgewiesene Wissenschaftler_innen aus den Fachgebieten Religionswissenschaft, Soziologie, Sinologie und Judaistik aus ihrer jeweiligen fachlichen Perspektive und anhand diverser Fallbeispiele aus Geschichte und Gegenwart der Frage nach, unter welchen Umständen, aus welchen Gründen und mit welchen Folgen religiöse Pluralität als Problem wahrgenommen wird. Das Buch verbindet so systematische Fragestellungen mit empirischen Fallbeispielen und liefert damit eine ausgezeichnete Grundlage für die Erforschung des gesellschaftlichen Umgangs mit religiöser Pluralität.
In diesem Band sind dreizehn Beiträge versammelt, die sich aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven mit religiöser Devianz und der ihr inhärenten kulturellen Dynamik befassen. Die Bandbreite der Artikel erstreckt sich von eher theoretischen Überlegungen zu Erzeugung und Wahrnehmung sowie zum Umgang mit religiöser Abweichung bis hin zu historischen Einzelfalluntersuchungen aus verschiedenen Weltregionen und Epochen. Das Buch verbindet systematische Fragestellungen mit empirischen Fallbeispielen und liefert damit eine ausgezeichnete Grundlage für die Erforschung des gesellschaftlichen Umgangs mit religiöser Pluralität.
Leseprobe
978-3-525-54031-2 Lucia Traut
Religion – Imagination – Ästhetik
Vorstellungs- und Sinneswelten in Religion und Kultur
Vandenhoeck & Ruprecht, 2015, 555 Seiten, Gebunden,
978-3-525-54031-2
130,00 EUR Warenkorb
Critical Studies in Religion / Religionswissenschaft (CSRRW) Band 7
Imagination – das menschliche Vorstellungsvermögen oder die Einbildungskraft – beeinflusst unser Leben und Erfahren in vielfältiger Weise, zumeist ohne dass uns dies bewusst ist. Sie wirkt im Subjektiven wie im Kollektiven und gerade auch in den Religionen. Der Sammelband bearbeitet in großer inhaltlicher und theoretischer Breite die zentrale Rolle von Imagination in den Religionen und ihre sinnlichen Verkörperungen. In den Teilen Imaginationstechniken, Imaginationsräume, Imaginationspolitiken und Imaginationsgeschichte nehmen die Beiträger unter einem religionsästhetischen Fokus die besondere Fähigkeit der Imagination in den Blick, Sinneswelten in Sinnwelten zu überführen und Sinnwelten in Sinneswelten zu übersetzen. Veranschaulicht mit Beispielen aus unterschiedlichen Kulturen und theoretisch fundiert zeigt der stimulierende Band variantenreich, dass Imagination bislang eine zu Unrecht vernachlässigte religiöse und religionswissenschaftliche Schlüsselkategorie darstellt und welch hohes Analyse- und Erklärungspotential ein vertieftes Nachdenken über Imagination, Imaginieren und über die vielfältigen kulturellen Formen und historischen Dynamiken des (kollektiven) Imaginären besitzt.
Leseprobe
978-3-525-54018-3 Katja Rakow
Transformationen des tibetischen Buddhismus im 20. Jahrhundert

Vandenhoeck & Ruprecht, 2014, 409 Seiten, Gebunden,
978-3-525-54018-3
75,00 EUR Warenkorb
Critical Studies in Religion / Religionswissenschaft (CSRRW) Band 6:
Chögyam Trungpa und die Entwicklung von Shambhala Training
Chögyam Trungpa (1939–1987) war einer der ersten tibetischbuddhistischen Lehrer, die im Westen tätig waren. In den 1970/80er Jahren präsentierte er seinen westlichen Schülern einen säkularen Erleuchtungsweg, den er Shambhala Training nannte. Die Transformationen des tibetischen Buddhismus, die sich in Shambhala Training abzeichnen, sind durch komplexe transkulturelle Einflüsse geprägt. Daher lässt sich die Entwicklung nicht lediglich als erfolgreiche Adaption an westliche Verhältnisse sehen, sondern als Innovation betrachten, die aus einer Situation kultureller Hybridität hervorgegangen ist.
Leseprobe
Hubert Seiwert
Religionstheorie und Religionspolitik

Vandenhoeck & Ruprecht, 320 Seiten, Gebunden
978-3-525-54015-2

Titel erscheint nicht !
Band 3:
Der Band versammelt eine Auswahl von Aufsätzen des Religionswissenschaftlers Hubert Seiwert aus mehr als drei Jahrzehnten. Die Auswahl konzentriert sich auf repräsentative Arbeiten zur systematischen Religionswissenschaft, in denen die theoretischen Ansätze des Autors sich widerspiegeln. Das erste Themenfeld »Religion und symbolische Repräsentation« spannt einen Bogen vom Problem der wissenschaftlichen Definition von Religion und Religionen bis zu Fragen der Funktion von Religion im Rahmen kultureller Evolution und der Dynamik religiöser Bewegungen. Unter dem Thema »Religion und Moderne« behandelt der zweite Abschnitt die religionsgeschichtliche Unterscheidung von Moderne und Vormoderne. Der dritte Teil »Sekten und politische Ordnung« bietet religionswissenschaftliche Perspektiven auf politische Kontroversen um religiöse Minderheiten in Deutschland und einen Beitrag zum Verhältnis von Religion und Staat im vormodernen China. Der Band schließt mit Beiträgen Seiwerts zur Methodologie der Religionswissenschaft.
978-3-525-54049-7 Anja Kirsch
Weltanschauung als Erzählkultur
Zur Konstruktion von Religion und Sozialismus in Staatsbürgerkundeschulbüchern der DDR
Vandenhoeck & Ruprecht, 2016, 438 Seiten, Gebunden,
978-3-525-54049-7
150,00 EUR Warenkorb
Band 2:
Die Dissertation Weltanschauung als Erzählkultur untersucht das Verhältnis von Religion und Sozialismus in Staatsbürgerkundebüchern der DDR. Besondere Bedeutung erhält dabei die Frage nach der Rolle von Erzählungen für die Konstruktion einer sozialistischen Erinnerungskultur: Welche Geschichten wurden in den Lehrbüchern einer sich als nicht religiös verstehenden Moral und Ethik erzählt, um diese zu begründen und zu illustrieren? Das Schulbuch spiegelt sowohl das offiziell genehmigte Wissen über Weltanschauung als auch die Strategien, mit denen der Sozialismus grundlegend als Weltanschauung entworfen werden sollte. Die Umsetzung dieses Anliegens wird in zwei Schritten nachvollzogen: Was wurde als sozialistische Weltanschauung präsentiert (Inhalt)? Wie wurde es präsentiert (Form)? Wie die Untersuchung der Form aufzeigt, sollte die ,Wirksamkeit’ des Sozialismus über Arbeiterheldengeschichten, die Schilderung selbstlosen Handelns einfacher Bürger zum Wohl des Sozialismus oder Geschichten von lebenslangen Freundschaften belegt werden. Literarischen Texteinschüben kam eine Sonderrolle zu. Sie sollten zeigen, dass Sozialismus einen eigenen Wert bildet, der auf den Menschen zurückwirkt. Literatur wurde zur Wirklichkeitsaussage, die die Erfahrungs-, Erinnerungs- und Redehoheit über den Sozialismus erhielt.
Die sozialistische Erinnerungskultur war als Erzählkultur gestaltet, in der die persönliche Erlebbarkeit und Wirksamkeit des Sozialismus über Geschichten und damit über fiktionale Textstrukturen bezeugt werden sollte. Dass diese Strukturen bisweilen als religiös interpretiert wurden, zeigt die wissenschaftliche Debatte über Sozialismus als Religion. Die Untersuchung bezieht hier klar Stellung: Aus religionswissenschaftlicher Perspektive stellt sich die Frage, ob Sozialismus ,tatsächlich’ eine Religion sei, so nicht. Narrative Muster wie jenes der erlebnisbasierten charakterlichen Wandlung sagen zunächst nichts über Inhalte aus. Ihre Struktur ist nicht per se religiös, sondern narrativ: Sie laden den Leser zur Bedeutungsgebung ein.
Leseprobe
Isabel Laack
Religion und Musik in Glastonbury
Eine Fallstudie zu gegenwärtigen Formen religiöser Identitätsdiskurse
Vandenhoeck & Ruprecht, 2011, 712 Seiten, Gebunden,
978-3-525-54011-4

200,00 EUR
Band 1:

Die körperlich-sinnliche Erfahrung von Musik ist ein wesentliches Medium für die Identifizierung mit religiösen Traditionen, das heißt für die Anbindung Einzelner an kollektive religiöse Identitäten. Diese zentrale These wird in der ethnografischen Studie für das Forschungsfeld Glastonbury entwickelt.
Grundlage der Feldforschung ist die Erfassung der religiösen Strömungen vor Ort. Das Spektrum reicht von Anglikanern über Neo-Hindus bis hin zu Druiden und den Goddess People. In der Darstellung dieses religiösen Feldes wird die Vielfalt, Flexibilität und situative Gebundenheit religiöser Identitätsbildung auf innovative Weise eingefangen. Des Weiteren wird im Rahmen einer Sensografie beschrieben, wie Körper und Sinne im Rahmen der gemeinschaftlichen religiösen Praxis der verschiedenen Gruppierungen angesprochen werden.
Im Zentrum der Untersuchung steht die ausführliche religionsmusikologische Analyse der im religiösen Feld verwendeten Musik.
Ein theoretisches Erklärungsmodell wird entworfen, das die Rolle von Musik in den lokalen kollektiven Identitätsbildungsprozessen bestimmen will. Dabei werden Aspekte wie die Wirksamkeit von Musik, Gemeinschaftserlebnisse beim Musizieren, die Konstruktion kollektiver religionshistorischer Autobiografien und ästhetisch-musikalische Identitätskonstitutionen diskutiert und neueste ethnologische, musikwissenschaftliche und ritualtheoretische Ansätze kreativ miteinander verbunden. Das im Umfeld der Religionsästhetik angesiedelte Forschungsfeld Religion und Musik wird erstmals umfassend aus religionswissenschaftlicher Perspektive erschlossen.

Musik der Religionen: Himmlische Klänge
Ein Film von Annabel Münstermann mit Isabel Laack (ZDF Mediathek)
Aus dem Ankündigungstext:
Musik ist die eine universelle Sprache der Menschheit. Ungeachtet aller kulturellen Unterschiede fördert sie den direkten Zugang zu den tiefsten Emotionen des Menschen. Deshalb ist sie seit jeher auch eine der wichtigsten Ausdrucksformen in vielen Religionen. Doch nicht in allen. Manche Religionen sehen in Musik eine zu weltliche Form des Ausdrucks, die vom Glauben ablenkt. In Teilen des Islam ist die Begleitung von religiösen Zeremonien durch Musik bis heute nicht erlaubt.
In einer 30-minütigen Dokumentation begleiten wir die 33-jährige Religionswissenschaftlerin Dr. Isabel Laack von der Universität Heidelberg auf einer Forschungsreise quer durch Deutschland. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, welche Bedeutung die Musik in den verschiedenen Religionen einnimmt.

Dr. Isabel Laack ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Heidelberg im Sonderforschungsbereich »Ritualdynamik« und im Zentrum für Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften tätig.
Ab Herbst 2011 forscht sie im Rahmen eines Marie Curie International Outgoing Fellowship der European Research Agency als Visiting Researcher am Department of Anthropology der Harvard University.

Änderungen und Lieferbarkeit vorbehalten     Startseite       letzte Bearbeitung: 26.09.2017, DH