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Simone Weil 1909 - 1943

Simone Weil, 1909 in Paris als Tochter einer jüdisch-bürgerlichen Familie geboren, schloss 1925 das Gymnasium mit dem baccalauréat de philosophie ab, besuchte dann das Lycée Henri IV und absolvierte ein Philosophiestudium an der École normale superieure, das sie 1931 mit einer Arbeit über Descartes bei Léon Brunschvicq abschloss. Das politische Engagement als Gewerkschafterin, Marx-Kritikerin und Teilnehmerin am Spanischen Bürgerkrieg machte später der Orientierung an christlicher Mystik und platonischem und buddhistischem Denken Platz. Sie starb im Exil 1943 im englischen Ashford.
978-3-7518-6503-6 Simone Weil
Das Unglück und die Gottesliebe

Matthes & Seitz Berlin, 2024, 320 Seiten, Gebunden,
978-3-7518-6503-6
20,00 EUR Warenkorb
Theologische Brocken Bd. 002
Simone Weil ist erst 33 Jahre alt und wird ein Jahr später sterben, als sie im April und Mai 1942 ihren wichtigsten spirituellen Text verfasst. Das Unglück und die Gottesliebe erschien posthum mit einem Vowort von T.S. Eliot. Das Unglück – in Form von physischem oder seelischem Schmerz, aber auch sozialer Erniedrigung – enwurzelt den Menschen so sehr, dass der von ihm Betroffene das Ganze seines Leben nicht mehr einzuordnen vermag und es als sinnlos empfindet. Um nicht vollständig vom Unglück zerrissen zu werden, muss der Mensch das, was ihm auferlegt ist, annehmen und ihm zustimmen. Dies gelingt ihm jedoch nur dann, wenn er sich etwas Größerem unterordnet. Das kann nur Gott sein, bzw. übernatürliche Liebe. So ist das Mysterium des Unglücks das Erleben einer religiösen Erfahrung und ein mystischer Weg in die Gottesliebe, die ihm verwehrt bliebe, wenn er von sich aus danach strebte, denn das Tor zu Gott ist unmöglich zu öffnen – es sei denn, es wird von innen geöffnet. So braucht es Geduld, um die Erfahrung der Liebe Gottes zu machen, die einem geschenkt oder vorenthalten wird, aber auf keinen Fall zu erwerben ist. Voraussetzung ist das Aufmerken, aufmerksam sein, anderen gegenüber, der Natur, den Armen, den Verstoßenen gegenüber. Aufmerksamkeit ist ein Kraftfeld, in dem das Ich kleiner wird und das Du immer größer. Aufmerksamkeit ist der Weg zu Gott.
Leseprobe
978-3-8107-0285-2 Marie Cabaud Meaney
Brücken zum Übernatürlichen
Simone Weil über das Böse, den Krieg und die Religion
Bernardus Verlag, 2018, 196 Seiten, Paperback, 13 x 21 cm
978-3-8107-0285-2
14,80 EUR Warenkorb

Brücken spannen sich von dieser in eine andere Welt, rufen dazu auf, überquert zu werden, und stellen vor die Wahl für oder gegen das Gute. Denn das Übernatürliche, das heißt das absolut Gute oder Gott selbst, warten auf der anderen Seite. Manchmal offenbaren sich Zugänge unaufdringlich, dann wieder bricht eine Wirklichkeit in die unsere hinein und »Gott selbst steigt herab«, wie die Agnostikerin Simone Weil in einem mystischen Erlebnis überraschend erfuhr. Eine rein immanente Wirklichkeit gibt es nicht, auch wenn viele versuchen, sich eine solche zu konstruieren. Simone Weil wollte das Übernatürliche philosophisch erfassen, seine rigorosen Gesetze enthüllen und aufzeigen, wie es das Universum zusammenhält. Dies gab ihr auch den hermeneutischen Schlüssel schlechthin, um Themen wie das Böse, den Krieg, die acht, GerechThemen wie das Böse, den Krieg, die Macht, Gerechtigkeit, Religion und die Liebe tiefer zu verstehen. Mit diesem Buch wird dem Nicht-Kenner die Weil‘sche Philosophie zugänglich gemacht und dem Spezialisten werden neue Einsichten vermittelt.
Wolfgang W. Müller
Simone Weil
Theologische Splitter

Theologischer Verlag Zürich, 2009, 176 Seiten, Paperback, 12,5 x 20 cm
978-3-290-20051-0

24,80 EUR
Das religionsphilosophische Denken Simone Weils, die 2009 hundert Jahre alt geworden wäre, bleibt anregend und aufregend. Die Erfahrungen, die den Kontext für ihre Ideen über den christlichen Glauben bilden, sind immer noch aktuell, so z. B. das Phänomen der Entfremdung in der Arbeitswelt und die Gottesvergessenheit in der Gesellschaft. Zudem bekommen Weils Vorstellungen über den christlichen Charakter nicht- und vorchristlicher Religionen heute neue Brisanz angesichts des interreligiösen Dialogs. Dieses Buch will Simone Weils Religionsphilosophie nicht theologisch weiterdenken oder gar korrigieren. Es will das sperrige Denken Simone Weils auch nicht erbaulich­spirituell vereinnahmen und verharmlosen. Vielmehr stellt es die religionsphilosophischen Grundzüge vor, die sich durch das gesamte Werk Weils ziehen, um einen ersten Zugang zum oft fremd wirkenden Denken der französischen Philosophin zu eröffnen.
978-3-290-20036-7 Wolfgang W. Müller
Simone Weil und die religiöse Frage

Theologischer Verlag Zürich, 2007, 203 Seiten, Paperback,
978-3-290-20036-7
28,00 EUR Warenkorb
Schriften des Ökumenischen Instituts Luzern Band 5
Simone Weil (1909–1943), Agnostikerin und Gewerkschafterin, entdeckt das Religiöse und fragt nach Gott. Inwieweit können ihr Leben, Denken und Werk für die religiöse Frage der Postmoderne beispielhaft sein? Wie bestimmt Simone Weil das Verhältnis von Mystik und Politik? Wie ist ihre Entdeckung von Christlichem in vor- und außerchristlichen Traditionen zu deuten und zu werten? Und welche Freundschaft verbindet sie mit dem biblischen Hiob?. Mit Beiträgen von Otto Betz (Passau), Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz (Dresden), Wolfgang W. Müller (Luzern), Michel Narcy (Paris), Elisabeth Pernkopf (Graz), Reiner Wimmer (Konstanz).
978-3-451-37608-5 Stefanie Völkl
Gotteswahrnehmung in Schönheit und Leid

Herder Verlag, 2016, 560 Seiten, kartoniert, 15,1 x 22,7 cm
978-3-451-37608-5
72,00 EUR Warenkorb
Freiburger Theologische Studiien Band 181
Theologische Ästhetik als Lesart der Logik der Liebe bei Simone Weil und Hans Urs von Balthasar
Wie Gott in der Welt wahrnehmen?
Die sinnliche Wahrnehmung der Welt ist ein authentischer Weg zur Erkenntnis Gottes. Gerade für die menschlich-existentiellen Grunderfahrungen von Schönheit und Leid wird die theologische Ästhetik als Lehre der Wahrnehmung Gottes bedeutsam.
Simone Weil und Hans Urs von Balthasar beschreiben je auf ihre Weise die Weltwahrnehmung als Lesart der Liebe Gottes, die sich in allen Erscheinungsformen offenbart. Die Autorin zeichnet ihre Ansätze im Detail nach und legt eine Synthese vor, welche die Aufmerksamkeit für göttliche Offenbarungsweisen schärft und so Relevanz für den Dialog der Religionen gewinnt.
Leseprobe
Schweizer, Erika
Geistliche Geschwisterschaft

Nelly Sachs und Simone Weil - ein theologischer Diskurs
Matthias-Grünewald Verlag, 2005, 512 Seiten, kartoniert, ,
978-3-7867-2549-7
Theologie und Literatur Band 20
Nelly Sachs, die deutsch-jüdische Dichterin, hat die Werke der französischen Philosophin Simone Weil auf ihre Weise gelesen und interpretiert. Über diesen persönlichen Zugang hinaus zielt die vorliegende Studie aber auf eine grundsätzlichere Betrachtung. Im theologisch orientierten Diskurs zeigt sie auf, worin die authentische, lebendige Auseinandersetzung der beiden großen Frauen mit der religiösen Überlieferung besteht. Was beide schreibend zur Sprache bringen, bezeugt eine Erfahrungsdichte, die das Mitleiden am Unglück ihrer Zeit und die Abwesenheit des schweigenden Gottes miteinander erträgt.

 

Ãnderungen und Lieferbarkeit vorbehalten     Startseite       letzte Bearbeitung: 21.01.2026, DH     Impressum   Datenschutzhinweise