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Buchhandlung Heesen

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Jesaja 26, 13-14(15-18)19
  Predigt ausgearbeitet von: enthalten in:
  Karlheinz Weber Er ist unser Friede, Lesepredigten 2011, 3. Reihe, 1. Band - Seite 196
  Friederike Reif Gottesdienstpraxis 2016 / 2017, Band 2, 978-3-579-07520-4
  Wolfgang Barthen Im Namen Gottes. Kanzelreden 3. Reihe - Seite 198
  Tobias Woydack / Nils Kiesbye Predigtstudien 2010 / 2011  3. Reihe, 1. Halbband - Seite 226
  Barbara Hanussa / Torsten W. Wiegmann Predigtstudien 2016 / 2017  3. Reihe, 1. Halbband, 978-3-451-61391-3
  Marco Uschmann Werkstatt für Liturgie und Predigt 2017 / 2
  Burghard Affeld Zuversicht und Stärke 2017, Heft 3
  Ulrich Kellermann
Das Gotteslob der Auferweckten
Motivgeschichtliche Beobachtungen in Texten des Alten Testaments, des frühen Judentums und Urchristentums
Neukirchener Verlag, 2001, 130 Seiten, kartoniert,
978-3-7887-1861-9
7,95 EUR
Biblisch Theologische Studien Band 46
Das Motiv des Gotteslobs der Auferweckten findet sich in Texten des Alten Testaments, des Frühjudentums, der frühen rabbinischen Zeit und des Neuen Testaments. Vor allem an der ältesten jüdischen Rezeptionsgeschichte von Jes 26,19 und Ez 37,10 zeigt der Verfassser einen festen Zusammenhang zwischen Auferstehung und Gotteslob, das aber auch von den Zeugen des Wunders oder in Vorwegnahme durch die Gläubigen vor Beginn der Heilszeit angestimmt werden kann. Die Auferweckung der Toten vollendet sich im Rettungsjubel der Auferstandenen als dem erstem Lebenszeichen der neuen Existenz.
Dass der Glaubende nach der Auferstehung der Toten im Reich Gottes "ewig Gott zu lobsingen hätte", wie es Gesangbuchverse äußern, ist keine verlockende Aussicht. Wo liegen die Wurzeln und die wahre Bedeutung dieses Motivs der Auferstehungshoffnung? Die Studie geht diesen Fragen nach in Texten des Alten Testaments, des frühen und rabbinischen Judentums und des Neuen Testaments. Sie setzt bei Jes 26,19 an und verfolgt die Überlieferung dieser Stelle in der jüdischen Rezeptions bis zu den ältesten Midraschim. Eine zweite Rezeptionslinie ergibt sich aus der frühjüdischen Überlieferung von Ez 37,10 von der Ezechielapokalypse Qumrans an bis hin zum Ezechielfries in Dura-Europos. Weitere Spuren werden unter anderem in Qumran, im Testament der Zwölf Patriarchen, im Talmudtraktat Sanhedrin und in Gebeten der rabbinischen Zeit aufgewiesen. Im Neuen Testament wird diese jüdische Vorstellung unter anderem aufgenommen mit der Toda des auferweckten Jesus in Lk 24,30, in der Vorwegnahme des endzeitlichen Auferstehungsjubels durch die Gemeinde und in der Wahrnehmung des Jubels durch die Zeugen der Auferweckungswunder Jesu sowie seiner Ostererscheinungen. Das Aufkommen des Motivs datiert der Verfasser in das endende 3. und beginnende 2. Jh. v.Chr. Er erklärt es als Analogiebildung zum Zusammenhang von Errettung und Dank in der Psalmenfrömmigkeit und bestimmt es als theologischen Kontrast zum Schweigenmüssen der Verstorbenen in der Scheol nach alttestamentlicher Vorstellung. Der Lobgesang bleibt so das erste Lebenszeichen geschehener Auferweckung und vollendet diese. Die Studie endet mit einem Blick auf das Motiv im Evangelischen Gesangbuch und in der Abendmahlsliturgie. In den Osterliedern stimmt die singende Gemeinde stellvertretend für den auferweckten Christus das Gotteslob an.
Sie nimmt in ihren Chorälen zugleich den Jubel ihrer eigenen kommenden Auferstehung vorweg.
 
 

 

 

Änderungen und Lieferbarkeit vorbehalten     Startseite       letzte Bearbeitung: 08.03.2017, DH