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Einzeltitel zum Pietismus
Arbeiten zur Geschichte des Pietismus, V&R
Geschichte des Pietismus, V&R
Texte zur Geschichte des Pietismus, V&R / de Gruyter
Kleine Texte des Pietismus, EVA
Edition Pietismustexte, EVA
Biografien, Lebensbilder
Johann Arnd
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Arbeiten zur Geschichte des Pietismus (Vandenhoeck & Ruprecht) / bis 1978 wurde die Reihe vom Luther-Verlag herausgegeben

Im Auftrag der Historischen Kommission zur Erforschung des Pietismus
Die Arbeiten zur Geschichte des Pietismus werden im Auftrag der Historischen Kommission zur Erforschung des Pietismus herausgegeben von Hans Schneider, Christian Bunners und Hans-Jürgen Schrader (seit Band 50).
Die Reihe nimmt in den Geschichts- und Kulturwissenschaften aktuell diskutierte Themenfelder auf und versammelt Beiträge von führenden Vertretern der Pietismusforschung und Nachwuchswissenschaftlern.

  ISBN Autor   EUR   Jahr
63 978-3-525-57083-8 Hans-Jürgen Schrader  Literatur und Sprache des Pietismus. Ausgewählte Studien
zur Beschreibung
60,00 Warenkorb 2018
62 978-3-525-57076-0 Jörg Breitschwerdt  Theologisch konservativ. Studien zu Genese und Anliegen der evangelikalen Bewegung in Deutschland
zur Beschreibung
120,00 Warenkorb 2018
61 978-3-525-55844-7 Irmtraut Sahmland Medizin- und kulturgeschichtliche Konnexe des Pietismus. Heilkunst und Ethik, arkane Traditionen, Musik, Literatur und Sprache
zur Beschreibung
100,00 Warenkorb 2016
60 978-3-525-55843-0 Tünde Beatrix Karnitscher Der vergessene Spiritualist Johann Theodor von Tschesch (1595–1649). Untersuchungen und Spurensicherung zu Leben und Werk eines religiösen Nonkonformisten
zur Beschreibung
110,00 Warenkorb 2015
59 978-3-525-55842-3 Wolfgang Breul Geschichtsbewusstsein und Zukunftserwartung in Pietismus und Erweckungsbewegung
zur Beschreibung
90,00 2013
58 978-3-525-55840-9 Wolfgang Breul Generalreform. August Hermann Franckes Universalprojekt und die pietistische Neuordnung in der Grafschaft Waldeck
zur Beschreibung
79,99 2019
57 978-3-525-55014-4 Jan Carsten Schnurr Weltreiche und Wahrheitszeugen. Geschichtsbilder der protestantischen Erweckungsbewegung in Deutschland 1815 - 1848
zur Beschreibung
84,99 2011
56 978-3-525-55804-1 Thomas Hahn-Bruckart Friedrich von Schlümbach - Erweckungsprediger zwischen Deutschland und Amerika. Interkulturalität und Transkonfessionalität im 19. Jahrhundert
zur Beschreibung
79,99 2011
55 978-3-525-55839-3 Wolfgang Breul Der radikale Pietismus. Zwischenbilanz und Perspektiven der Forschung
zur Beschreibung
74,99 2011
54 978-3-525-55841-6 Kaspar Bütikofer Der frühe Zürcher Pietismus (1689-1721). Der soziale Hintergrund und die Denk- und Lebenswelten im Spiegel der Bibliothek Johann Heinrich Lochers (1648-1718)
zur Beschreibung
110,-- 2009
53 978-3-525-55834-8 Marcus Meier Die Schwarzenauer Neutäufer. Genese einer Gemeindebildung zwischen Pietismus und Täufertum
zur Beschreibung

54,99

2008
52 978-3-525-55388-6 Michael Kannenberg Verschleierte Uhrtafeln. Endzeiterwartungen im württembergischen Pietismus zwischen 1818 und 1848
zur Beschreibung
69,99 2007
51 978-3-525-55837-9 Otto Teigeler Die Herrnhuter in Russland
zur Beschreibung
34,99 2006
50 978-3-525-55836-2 Claudia Tietz Johann Winckler (1642-1705). Anfänge eines lutherischen Pietisten
zur Beschreibung
74,99 2007
49 978-3-525-55835-5 K. Grutschnig-Kieser Der Geistliche Würtz Kräuter und Blumen Garten des Christoph Schütz.
zur Beschreibung
17,99 2006
48 978-3-525-55833-1 Hans Schneider Der fremde Arndt
zur Beschreibung
65,00 2006
47 978-3-525-55832-4 Martin Brecht Neue Aspekte der Zinzendorf-Forschung
zur Beschreibung
19,99 2005
46 978-3-525-55831-7 Isabelle Noth Ekstatischer Pietismus. Die Inspirierten im 18. Jahrhundert und ihre Prophetin Ursula Meyer (1682-1743)
zur Beschreibung
19,99 2005
45 978-3-525-55830-0 Ruth Albrecht Johanna Eleonora Petersen. Theologische Schriftstellerin des frühen Pietismus
zur Beschreibung
19,99 2005
44 978-3-525-55829-4 Messerli / Muschg Schreibsucht. Autobiographische Schriften des Pietisten Ulrich Bräker (1735-1798)
zur Beschreibung
34,99 2004
43 978-3-525-55828-7 Friedemann Burkhardt Christoph Gottlob Müller und die Anfänge des Methodismus in Deutschland
zur Beschreibung
27,99 2003
Sonder-
band
978-3-525-55827-0 Jeff Bach Voices of the Turtledoves. The Sacred World of Ephrata
zur Beschreibung
19,99 2003
42 3-525-55826-0 Lehmann / Schilling / Schrader Jansenismus, Quietismus, Pietismus   2002
41 978-3-525-55825-6 Nicholas M. Railton Transnational Evangelicalism. The Case of Friedrich Bialloblotzky (1799-1869)
zur Beschreibung
14,99 2002
40 3-525-55824-4 Horst Weigelt Geschichte des Pietismus in Bayern   2001
39 3-525-55823-6 Stephan Goldschmidt Johann Konrad Dippel (1673-1734). Seine radikalpietistische Theologie und ihre Entstehung   2001
38 3-525-55822-8 Eckhard Düker Der Erbauungsschriftsteller Stephan Praetorius (um1536-1603) als Förderer nachreformatorischer Frömmigkeit   2001
37 3-525-55821-X Wolfgang Schöllkopf Johann Reinhard Hedinger (1664-1704)   1999
36 3-525-55820-1 Johannes Demandt Johannes Daniel Falk. Sein Weg von Danzig über Halle nach Weimar (1768-1799)   1999
35 3-525-55819-8 Willi Temme Krise der Leiblichkeit. Die Sozietät der Mutter Eva (Buttlarsche Rotte) und der radikale Pietismus von 1700   1998
34 3-525-55818-X Hans-Martin Kirn Deutsche Spätaufklärung und Pietismus. Ihr Verhältnis im Rahmen kirchlich-bürgerlicher Reform bei Johann Ludwig Ewald (1748-1822)   1998
33 3-525-55817-4 Martin Hirzel Lebensgeschichte als Verkündigung. Johann Heinrich Jung-Stilling. Ami Bost. Johann Arnold Kanne.   1997
32 3-525-55816-3 Gerhard Schwinge Jung-Stilling als Erbauungsschriftsteller der Erweckung   1994
31 978-3-525-55815-7 Karl Pestalozzi Das Antlitz Gottes im Antlitz des Menschen. Zugänge zu Johann Kaspar Lavater.
zur Beschreibung
89,99 1994
30 3-525-55814-7 Markus Matthias Johann Wilhelm und Johanna Eleonora Petersen   1993
29 3-525-55813-9 Daniel L. Brunner Halle Pietists in England: Anthony William Boehm an the Society for Promoting Christian Knowledge   1993
28 3-525-55812-0 Erhard Peschke Die frühen Katechismuspredigten August Hermann Franckes 1693-1695   1992
27 3-525-55811-2 Martin Weyer-Menkhoff Christus, das Heil der Natur   1990
26 3-525-55810-4 Arno Sames Anton Wilhelm Böhme (1673-1722)   1990
25 3-525-55809-0 Horst Weigelt Lavater und die Stillen im Lande - Distanz und Nähe   1988
23 3-525-55807-4 Jörg Ohlemacher Das Reich Gottes in Deutschland bauen   1986
20 3-525-55803-1 Martin Schmidt Der Pietismus als theologische Erscheinung   1984
19 3-525-55802-3 Manfred Jakubowski-Tiessen Der frühe Pietismus in Schleswig-Holstein   1983
18 3-525-55801-5 Sigird Grossmann Friedrich Christoph Oetingers Gottesvorstellung
zur Beschreibung
54,-- 1979
17 3-525-55800-7 Gustav A. Krieg Der mystische Kreis. Wesen und Werden der Theologie Pierre Poirets
zur Beschreibung
44,-- 1979
13   Hans Leube Orthodoxie und Pietismus   1975
11   Helmut Obst Der Berlicher Beichtstuhlstreit. Die Kritik des Pietismus an der Beichtpraxis der lutherischen Orthodoxie.   1972
978-3-525-57083-8 Hans-Jürgen Schrader
Literatur und Sprache des Pietismus
Ausgewählte Studien
Vandenhoeck & Ruprecht, 2018, 800 Seiten, Gebunden,
978-3-525-57083-8
60,00 EUR Warenkorb
Arbeiten zur Geschichte des Pietismus Band 63
Die Wirkungen des Pietismus als der wichtigsten Reformbewegung des deutschen Protestantismus, der im 17. und 18. Jahrhundert die Mehrheit der Bevölkerung erfasst hat, auf die deutschsprachige Literatur zwischen Sturm und Drang und Romantik sind in Umrissen erforscht und bekannt. Sie erklären grundlegende Unterschiede gegenüber den europäischen Nachbarkulturen, die spezifische Eigenart der deutschen Aufklärung, erste Anstöße zu konfessioneller Toleranz, auch gegenüber den Juden, Traditionen empfindsamer Innigkeit, Herzenssprache und inspirativ-ekstatischer Poetologie. Gegenüber den theologischen sind aber literaturwissenschaftliche Zugriffe auf das pietistische Schrifttum selbst, auf die pietistische Lyrik, die Lebenszeugnisse, Bibelübersetzungen, auf die pietistische Sondersprache und ihre Argumente, noch rar.
Eine Auswahl einschlägiger Pilotstudien des auf diesem Feld mannigfach hervorgetretenen Genfer Germanisten aus den letzten 30 Jahren, von dreien seiner vormals Göttinger Schüler neu vorgelegt, soll dazu dienen, dieses Defizit zu verringern. Das Verhältnis zur Aufklärung wird neu vermessen, Gedichte so eigengeprägter Autoren wie Hoburg, Haug, Rock, Zinzendorf und Tersteegen lassen erkennen, dass stärkste literarische Anregungen vom radikalen Flügel des Pietismus und seinen hermetischen Traditionen ausgehen. Charakteristische Gattungen, Denkvorgaben und Sprachprägungen werden analysiert, christlich-jüdische und deutsch-amerikanische Interaktionen reflektiert, und der Blick wird gelenkt auf oft übersehene literaturgeschichtliche Zusammenhänge.
978-3-525-57076-0 Jörg Breitschwerdt
Theologisch konservativ
Studien zu Genese und Anliegen der evangelikalen Bewegung in Deutschland
Vandenhoeck & Ruprecht, 2018, 744 Seiten, Gebunden,
978-3-525-57076-0
120,00 EUR Warenkorb
Arbeiten zur Geschichte des Pietismus Band 62
Im Gegensatz zu bisherigen Untersuchungen entwickelt Jörg Breitschwerdt die Genese der evangelikalen Bewegung nicht nur im Zusammenhang mit der Bultmann-Kontroverse seit 1941, sondern setzt sie in einen größeren Zusammenhang. Insbesondere der Blick auf theologische Auseinandersetzungen des 19. Jahrhunderts liefert erstaunliche theologische und strukturelle Parallelen. Was waren die theologischen Anliegen der ""theologisch konservativen"" Bewegungen beider Jahrhunderte und wie lassen sich diese systematisieren? Breitschwerdt verdeutlicht, dass die evangelikale Bewegung besser im Kontext einer „theologisch konservativen“ Bewegung zu verstehen ist, die sich während des 18. Jahrhunderts im Gegenüber zu einer vor allem durch die Entwicklung der historisch-kritischen Methode hervorgetretenen „modernen Theologie“ gebildet hat. Als isoliertes Phänomen des 20. Jahrhunderts kann die evangelikale Bewegung daher nicht gesehen werden. Die Studie trägt dazu bei, den Konservativismus-Begriff aus der Profangeschichte (Valjavec, Epstein, Kondylis) für die Kirchengeschichte fruchtbar zu machen und einer immer mehr zu beobachtenden Begriffsverwirrung zu begegnen.
978-3-525-55844-7 Band 61:
Irmtraut Sahmland
Medizin- und kulturgeschichtliche Konnexe des Pietismus
Heilkunst und Ethik, arkane Traditionen, Musik, Literatur und Sprache
Vandenhoeck & Ruprecht, 2016, 428 Seiten, Gebunden,
978-3-525-55844-7
100,00 EUR Warenkorb
In der Medizin und Pharmazie hat die religiöse Reformbewegung des Pietismus ebenso profunde Wirkungen hinterlassen wie in Gesellschaft, Literatur, Sprache und Musik. Was heute als „sanfte Medizin“, ganzheitlich reflektierte Verantwortungsethik, psychosomatische Heilungsansätze bezeichnet wird, hat man hier vorbereitet gesehen. In Frankfurt am Main, Wirkungsort Johann Christian Senckenbergs wie des jungen Goethe, hat die Historische Kommission zur Erforschung des Pietismus erstmals eine Tagung durchgeführt, die auf Grundhaltungen, Argumente und weitervermittelte frühneuzeitlich alchimistisch-sympathetische Traditionen bei ‚erweckten‘ Hof-, Land- oder Stadtärzten und bei Laienmedizinern fokussiert war. Senckenbergs unermesslicher Nachlass (medizinische wie persönliche Tagebücher) wird derzeit zur Erschließung transkribiert. Der Frankfurter Arzt und Stifter war prominent eingebunden in ein Netzwerk von zumeist radikalpietistischen Ärzten wie Dippel, Carl, Kämpf, Goethes Arzt Metz, die oft zugleich literarisch produktiv waren und alchimische Medikamente produzierten. Verbindungen reichten bis Nordamerika (Ephrata). Ärzte der Aufklärungsära nahmen Anregungen auf, psycho-physische Denktraditionen gingen zur Romantik weiter. Jenseits der bereits besser erforschten medizinischen Schule Halles entsteht ein erweitertes, differenzierteres Bild pietistischer Heilkunst. Die hier miterörterten Konnexe ins Feld der Literatur, Musik und Sprache werden exemplarisch vertieft durch Erträge einer Marbacher Kommissionstagung.
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe
978-3-525-55843-0 Band 60:
Tünde Beatrix Karnitscher
Der vergessene Spiritualist Johann Theodor von Tschesch (1595–1649)
Untersuchungen und Spurensicherung zu Leben und Werk eines religiösen Nonkonformisten
Vandenhoeck & Ruprecht, 2015, 398 Seiten, 6 farb. Abb. und einer Faltkarte, Gebunden,
978-3-525-55843-0
110,00 EUR Warenkorb
Der schlesische Spiritualist Johann Theodor von Tschesch (1595–1649) wurde bislang in Fachkreisen fast ausschließlich als ein Nachfolger Jakob Böhmes wahrgenommen. Der Untersuchung von Tünde Beatrix Karnitscher gelingt es erstmals, ein differenzierteres Bild von Tschesch zu zeichnen. Durch intensive Recherche und mit großer Akribie konnte eine Zusammenschau von bislang nicht zueinander in Beziehung gesetzten und zum Teil schwer zugänglichen Textcorpora zum Thema erfolgen und darüber hinaus am Lebenslauf von Tschesch eine Reihe gesellschaftlicher Phänomene sichtbar gemacht werden, die das 17. Jahrhundert und besonders die Spiritualisten dieser Zeit charakterisieren. Karnitscher zeigt, wie Tscheschs wachsende Hinwendung zum geistigen Leben eine immer stärker werdende Spannung zwischen „Innen“ und „Außen“ verursachte, welche sich im literarischen, gesellschaftlichen und geographischen Bereich beobachten lässt.
Zugleich leistet Karnitscher einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Traditionszusammenhänge zwischen Spiritualismus und Pietismus.
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe
Tünde Beatrix Karnitscher beschäftigt sich als Germanistin und Slawistin jeweils mit Fragen mittelosteuropäischer mystisch-spiritualistischer Literatur am Anfang des 17. Jahrhunderts, insbesondere in Schlesien, sowie Mitte des 18. Jahrhunderts auf dem Gebiet der heutigen Ukraine und schloss ihre Promotion 2012 im Rahmen eines Cotutelle-Verfahrens zugleich an der Ludwig-Maximilians-Universität München und an der Universität Szeged (in Südungarn) im Rahmen des Internationalen Doktorandenkollegs „Textualität in der Vormoderne” ab.
Frau Karnitscher ist Trägerin des Jacob-Böhme-Preises
2015.
978-3-525-55842-3 Band 59:
Wolfgang Breul
Geschichtsbewusstsein und Zukunftserwartung in Pietismus und Erweckungsbewegung

Vandenhoeck & Ruprecht, 2013, 432 Seiten, Gebunden,
978-3-525-55842-3
90,00 EUR
Geschichtsdeutungen und Endzeitvorstellungen.
Zeitwahrnehmung, Geschichtsbewusstsein und Zukunftserwartung sind in den Geschichts- und Kulturwissenschaften derzeit viel diskutierte Themenfelder. Sie sind für das Verständnis des Pietismus im 17./18. und der Erweckungsbewegung im 19. Jahrhundert von grundlegender Bedeutung. Pietisten und Erweckte entwickelten Zukunfts- und Endzeitvorstellungen und damit verbunden Deutungen der allgemeinen und der christlichen Geschichte. Sie haben die beiden großen protestantischen Erneuerungsbewegungen nachhaltig geprägt und wirken teilweise bis heute fort. Die Gegenüberstellung von Pietismus und Erweckung macht dabei Kontinuitäten und Diskontinuitäten sichtbar und soll zu weiterer Forschung anregen.
Der Band versammelt neue Beiträge von führenden Vertretern der Pietismusforschung und Nachwuchswissenschaftlern in interdisziplinärer Perspektive. Kirchen- und Theologiegeschichte, Germanistik, Kulturgeschichte und Erziehungswissenschaften bieten unterschiedliche Zugänge zu den Themen des Sammelbands. Neben grundlegenden Aufsätzen zur Pietismusforschung nach dem „Cultural Turn“ (Hartmut Lehmann), zum Geschichtsbewusstsein um 1700 (Wolf-Friedrich Schäufele) und zur Vorstellung einer „offenen Zukunft“ (Daniel Fulda) beschäftigen sich die Autoren u. a. mit Philipp Jakob Speners „Hoffnung besserer Zeiten“, August Hermann Franckes „Generalreform“, Gottfried Arnolds „Unparteiischer Kirchen- und Ketzerhistorie“, pietistischen Sammelbiographien, Herrnhuter „Lebensläufen“, geschichtstheologischen Deutungen von Naturkatastrophen, der Zukunftserwartung Nikolaus Ludwig von Zinzendorfs und radikaler Pietisten sowie dem Geschichtsbild württembergischer Erweckter, evangelischer Missionare und der Gebrüder Heinrich und Leopold Ranke.

Dr. theol. Wolfgang Breul, geboren 1960, ist Professor für Kirchengeschichte der Neuzeit am Seminar für Kirchen- und Dogmengeschichte der Universität Mainz.
  Band 58
Wolfgang Breul
Generalreform
August Hermann Franckes Universalprojekt und die pietistische Neuordnung in der Grafschaft Waldeck

Vandenhoeck & Ruprecht, 2019, 448 Seiten, Gebunden,
978-3-525-55840-9
79,99 EUR
August Hermann Francke (1663–1727) sah die von ihm gegründeten Anstalten in Glaucha bei Halle als Ausgangspunkt einer umfassenden weltweiten Reform göttlichen Ursprungs. Wolfgang Breul analysiert das Franckesche Reformprogramm auf dem Hintergrund der politischen und kirchlichen Zusammenhänge in Brandenburg-Preußen und mit Blick auf die prägenden theologischen Ideen und Traditionen. Pädagogisches und organisatorisches Geschick, die Einbindung in ein pietistisches Netzwerk und eine effiziente Publizistik verhalfen dem Franckeschen Konzept einer Generalreform zu einer enormen Ausstrahlung.
Die Studie widmet sich in einem zweiten umfangreicheren Teil der bislang noch kaum untersuchten Wirkungsgeschichte der Franckeschen Reform am Beispiel der Grafschaft Waldeck in Hessen. Unter der Führung des frommen Regierungsrats Otto Heinrich Becker und mit Unterstützung des pietistisch geprägten Grafenhauses wurde in paradigmatischer Weise versucht, eine umfassende Reform nach den Franckeschen Grundsätzen durchzuführen. Die Analyse der Maßnahmen in Kirche, Schule und Sozialwesen zeigt, dass die pietistische Neuordnung ein beachtliches kirchliches, pädagogisches, karitatives und nicht zuletzt administratives Modernisierungspotential an den Tag legen konnte. Anders als in Brandenburg-Preußen gelang es ihr aber nicht, sich eine tragfähige soziale Basis zu verschaffen. Trotz großem Engagements der Beteiligten und beachtlichem innovativen Potential kam die Reform nach einem Wechsel in der Führung des Grafenhauses zum Erliegen.
Band 57
Jan Carsten Schnurr
Weltreiche und Wahrheitszeugen
Geschichtsbilder der protestantischen Erweckungsbewegung in Deutschland 1815 - 1848

Vandenhoeck & Ruprecht, 2011, 464 Seiten, Gebunden,
978-3-525-55014-4
84,99 EUR
Die protestantische Erweckungsbewegung des deutschen Vormärz untersucht Jan Carsten Schnurr erstmals systematisch auf ihr Geschichtsdenken hin. Dass die Erweckten ein ausgeprägtes historisches Bewusstsein besaßen, belegt ihre umfangreiche und oft auflagenstarke Geschichtsliteratur, die hier erschlossen und interpretiert wird. Gegliedert nach den Gattungen Welt- und Nationalgeschichtsschreibung, Kirchen- und Missionsgeschichtsschreibung, Biographik sowie Apologie der biblischen Historie werden die z.T. von namhaften Führungsgestalten der Erweckungsbewegung verfassten Werke analysiert.
Schnurr zeigt, dass diese Historiographie zwar Berührungspunkte zu anderen Geschichtsströmungen aufwies, sich aber nach Anlage und Selbstverständnis von Aufklärungshistorie, Historismus, Idealismus und Romantik unterschied und auch hinsichtlich ihrer Semantik und Metaphorik Spezifika entwickelte.
Ein zweiter Hauptteil ist einer inhaltlichen Analyse des vermittelten Geschichtsbildes gewidmet. Mittels Detailanalyse von C.G. Barths »Allgemeiner Weltgeschichte nach biblischen Grundsätzen« von 1837 sowie thematischer Querschnitte auf breiter Quellenbasis arbeitet Schnurr historische Argumentationsfiguren und Deutungsmuster heraus. Wie verhielten sich im Denken der Erweckten Weltgeschichte und Heilsgeschichte zueinander und wie versuchte man, im Licht des »Reiches Gottes« Religions- und Zivilisationsgeschichte zu deuten? Wo vermittelte die Geschichte nationale oder transnationale Identitäten und politische Ideale, wo zeigte sie Vorbilder und Abwege auf? Wie bewertete man die Revolutions- und Beschleunigungserfahrungen seit 1789?
Band 56
Thomas Hahn-Bruckart
Friedrich von Schlümbach - Erweckungsprediger zwischen Deutschland und Amerika
Interkulturalität und Transkonfessionalität im 19. Jahrhundert

Vandenhoeck & Ruprecht, 2011, 520 Seiten, Gebunden,
978-3-525-55804-1
79,99 EUR
Die transatlantischen Austauschprozesse im Protestantismus des 19. Jahrhunderts sind bisher wenig erforscht. Mit Friedrich von Schlümbach (1842-1901) widmet sich Thomas Hahn-Bruckart einer Gestalt, der eine wesentliche Brückenfunktion zwischen den Kulturen zukam.
Als Jugendlicher in die USA emigriert, wirkte er unter anderem als Kaufmann, Bürgerkriegsoffizier, Journalist, Wahlkampfredner, Prediger, Evangelist, Farmer und Koloniegründer. Seine großstädtischen Evangelisationen in den USA und Deutschland sorgten für großes Aufsehen und geben Einblick in die kirchenpolitischen Konstellationen und interkulturellen Wahrnehmungen seiner Zeit. Mit der Gründung des ersten deutschen CVJM brachte Schlümbach ein Modell der Jugendarbeit nach Deutschland, das dort richtungsweisend werden sollte. Die Erfahrungen mit ihm im Spannungsfeld von Landeskirche und Freikirche hatten Auswirkungen auf die Formierung der Gemeinschaftsbewegung in Deutschland. Seine Erfahrungen in Deutschland wiederum hatten Rückwirkungen auf die Gestaltung deutsch-amerikanischen kirchlichen Lebens in den USA.
Anhand der spannenden Vita dieses bemerkenswerten Erweckungspredigers erschließt der Autor Probleme von Religion, Kirche und Gesellschaft in Deutschland und in den Vereinigten Staaten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er behandelt Fragen der Selbst- und Fremdwahrnehmung eines Deutsch-Amerikaners und seines Umfeldes zwischen Europa und den USA. Er erhellt unterschiedliche Religionskulturen der Zeit mit ihren differierenden ekklesiologischen Konzeptionen. Damit leistet diese Studie einen wichtigen Beitrag zur bisher kaum erschlossenen Frömmigkeitsgeschichte der westlichen Welt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Band 55
Wolfgang Breul
Der radikale Pietismus
Zwischenbilanz und Perspektiven der Forschung

Vandenhoeck & Ruprecht, 2011, 470 Seiten, Gebunden,
978-3-525-55839-3
74,99 EUR
Die radikalen Strömungen des Pietismus werden von der Forschung nicht mehr als Randphänomen einer kirchlich integrierten Bewegung angesehen, sondern als genuiner Bestandteil der bedeutendsten Reformbewegung im europäischen und nordamerikanischen Protestantismus.
Der Band enthält neue Forschungsbeiträge zu bekannten und weniger bekannten Figuren des radikalen Pietismus wie dem Ehepaar Petersen, Gottfried Arnold und Gerhard Tersteegen. Er fragt darüber hinaus nach Radikalität als einem prägenden Faktor des Pietismus insgesamt – so etwa bei Francke, Zinzendorf und der Herrnhuter Brüdergemeine sowie bei Vertretern der lutherischen Orthodoxie. Damit präsentieren die Autoren eine exemplarische Zwischenbilanz der Forschung und entwickeln Perspektiven für eine künftige Beschäftigung mit dem Phänomen.
Band 54
Kaspar Bütikofer
Der frühe Zürcher Pietismus (1689-1721)
Der soziale Hintergrund und die Denk- und Lebenswelten im Spiegel der Bibliothek Johann Heinrich Lochers (1648-1718)

Vandenhoeck & Ruprecht, 2009, 624 Seiten, Gebunden,
978-3-525-55841-6
110,00 EUR
Wer waren die Zürcher Pietistinnen und Pietisten im ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhundert, als sich die Frömmigkeitsbewegung zu formieren begann? Aus welchem sozialen Milieu stammten sie? Was beschäftigte und was lasen sie? Was waren ihre Hoffnungen, und wie verhielten sie sich gegenüber ihrer sozialen Umgebung?
Auf breiter Quellenbasis geht Kaspar Bütikofer dies