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Paulusbriefe
1. Thessalonicherbrief
1. Thessalonicher 1, 2-10
1. Thessalonicher 4, 1-8
1. Thessalonicher 4, 13-14f
1. Thessalonicher 5, 1-6 (7-11)
1. Thessalonicher 5, 14-24
2. Thessalonicherbrief
2. Thessalonicher 1
2. Thessalonicher 2
2. Thessalonicher 3, 1-5
2. Thessalonicher 3, 6-13
Literatur zu Paulus
 
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2. Thessalonicherbrief, Kommentare, Auslegungen

978-3-7887-2866-3 Traugott  Holtz /  Wolfgang Trilling
Der erste Brief an die Thessalonicher - Der zweite Brief an die Thessalonicher
Studienausgabe EKK XIII und XIV
Neukirchener Verlag, 2014, 464 Seiten, Kartoniert, 14 x 21 cm
978-3-7887-2866-3
30,00 EUR Warenkorb
Diese Studienausgabe fasst die Kommentare von Traugott Holtz (EKK XIII) und Wolfgang Trilling (EKK XIV) in einem Doppelband zusammen.
1Thess ist der älteste uns erhaltene Paulusbrief und damit der älteste Brief im Neuen Testament und dürfte in den Jahren 50/51 verfasst worden sein. Ein zentrales Thema des Briefes ist die Danksagung, der Dank an Gott für sein Heilswerk in Jesus Christus.
2Thess ist eine der kürzesten Schriften im Neuen Testament und geht auf einen Paulusschüler zurück. Der Brief handelt vor allem vom Ende der Zeiten, dem vorausgesagten "großen Abfall" und dem sog. "Antichristus".
Wolfgang Trilling
Der zweite Brief an die Thessalonicher

Neukirchener Verlag, 1980, 166 Seiten, kartoniert, 16,5 x 24 cm
978-3-7887-0625-8
26,00 EUR 
Der zweite Thessalonicherbrief ist eine der kürzesten Schriften im Neuen Testament. Dennoch ging von ihm eine starke Wirkung aus, die durch die ganze Kirchengeschichte hindurch bis heute anhält. Sie ist vor allem durch das zweite Kapitel ausgelöst worden, wo vom kommenden Ende der Zeiten, dem vorausgesagten grossen Abfall und dem sogenannten Antichristen die Rede ist. Der Wirkungsgeschichte dieser Aussagen wird hier ausführlich nachgegangen.
Ob diser Brief tatsächlich von Paulus stammt, darüber wurden seit Beginn des 19. Jahrhunderts gerätselt. Hier ist erstmals der Versuch unternommen worden, in einem wissenschaftlichen Kommentar den zweiten Thessalonicherbrief konsequent als ein nicht von Paulus stammendes Dokument zu erläutern.
Anders als der erste Thessalonicherbrief kann also diese Schrift nicht als ein Zeugnis paulinischer Theologie gelten. Der Brief ist jedoch ein interssantes Dokument frühchristlichen Glaubens, in dem die Bewältigung der ausbleibenden Erfüllung einer drängenden Parusieerwartung versucht worden ist. Der Verfasser fand dabei ein Modell für das christliche Leben zwischen den Zeiten, das sich auch heute noch bewährt und das zur Orientierung des Glaubens dienen kann.
Wolfgang Trilling, geboren 1925, Mitglied des Oratoriums Philipp Neri in Leipzig übt eine ökumenische Gastdozentur für Neues Testament am Evangelischen Theologischen Seminar in Leizig aus.

zur Übersicht über die EKK - Reihe
978-3-525-51639-3 Tobias Nicklas
Der zweite Thessalonicherbrief

Vandenhoeck & Ruprecht, 2017, 230 Seiten, Leinen, 25 x 18 cm
978-3-525-51639-3
50,00 EUR Warenkorb
Kritisch-Exegetischer Kommentar zum Neuen Testament, KEK, Band 10/2
Tobias Nicklas‘ Kommentar zum Zweiten Thessalonicherbrief ergänzt die auf das Jahr 1909 zurückgehende Kommentierung durch Ernst von Dobschütz durch eine aktuelle Bearbeitung. Nicklas versteht den Text als pseudepigraphische Schrift einer unbekannten Figur des frühen Christentums, die mit dem Denken des Paulus vertraut war, dieses aber in entscheidenden Punkten einer neuen Situation anpasste. Der Brief antwortet auf eine Krise: Eine sich prophetisch verstehende Gruppe verkündet, dass „der Tag des Herrn schon da“ sei (2Thess 2,2) und beruft sich dabei auf Paulus selbst. Um in dieser Situation das Erbe des Paulus zu retten, wird im Namen des Paulus geantwortet. Dabei entsteht ein Text, der nicht nur aufgrund seiner Aussagen zur Endzeit bedeutsam ist, sondern auch mit seiner Kyrio-Logie, d.h. der Rede vom „Herrn“ und seinen Ideen vom Wesen der Gemeinde in einer sich dehnenden Zeit theologisch spannend ist. Gleichzeitig bedürfen Aussagen des Texts zum Ethos des Arbeitens oder zur Rolle des Apostels durchaus der historischen Einordnung und hermeneutischen Distanz. Als besondere Herausforderung erweist sich die Idee, das gegenwärtige Leid der Gemeinde sei „sicheres Indiz“ der im endzeitlichen Gericht zu erwartenden Gerechtigkeit Gottes. Vor diesem Hintergrund versteht Nicklas den Grundimpuls der Schrift nicht in der Information über die Zukunft, sondern in ihrer „Neubestimmung der Gegenwart“, was auch für die heutige Kirche noch von großem Nutzen sein kann.
Nikolaus Walter / Eckart Reinumth
Die Briefe an die Philipper, Thessalonicher und an Philemon

Vandenhoeck u. Ruprecht, 1998, 240 Seiten, kartoniert,
3-525-51381-x

34,99 EUR
Unter den Briefen des Apostels Paulus ist der an die Gemeinde in Philippi der einzige, der nicht durch Anfragen oder gar Mißstände in der Gemeinde veranlaßt ist. So kann Paulus, obwohl er sich in Haft befindet, relativ entspannt über Themen schreiben, die ihm selbst am Herzen liegen, die aber natürlich für die Gemeinde wichtig sind. Der Brief ist von der Freude über das Leben mit Christus, aber auch vom Ernst des Leiden-Müssens für ihn und von der Mahnung, sich in der Orientierung auf ihn nicht beirren zu lassen, bestimmt. Die Auslegung möchte die geschichtlichen Zusammenhänge und die theologischen Themen des Briefes auch Nicht-Fachleuten erschließen.
Der erste Thessalonicherbrief wird als ältester Paulusbrief, der zweite Thessalonicherbrief als pseudepigraphes Schreiben, das auf den ersten Brief Bezug nimmt, behandelt. Das Hauptinteresse der Kommentierung liegt auf einer möglichst klaren Darstellung des Sachgehalts der Texte, ihrer Voraussetzungen, argumentativen Struktur und Zielsetzung.
In einem Exkurs zur neutestamentlichen Pseudepigraphie wird versucht, das Verständnis dieses neutestamentlichen Phänomens unter Berücksichtigung der frühchristlichen Literaturgeschichte mit neuen Einsichten zu bereichern. Vor dem Hintergrund antiker Rechts-texte werden Anlaß und Situation des Philemonbriefes neu analysiert. Der Brief vermittelt in einem Streitfall, aber es geht nicht auch noch um Sklavenflucht. Das erleichtert das Verständnis dieses Schreibens, das wertvolle Einsichten über die rechte Art urchristlichen Zusammenlebens, über die urchristliche Stellung zur Sklaverei, aber auch über Paulus' Umgang mit seinem Apostolat vermittelt. So kommt der Seelsorger Paulus in den Blick, aber auch seine rhetorische Kunst, die sich auch psychologisch erläutern läßt, ohne daß dadurch der theologischen Dimension etwas genommen würde.

Das Neue Testament Deutsch, NTD, Neues Göttinger Bibelwerk Band 8
978-3-7887-2991-2 Hanna Roose
Der erste und zweite Thessalonicherbrief

Neukirchener Verlag, 2016, 224 Seiten, Paperback, 14,5 x 22 cm
978-3-7887-2991-2
16,99 EUR Warenkorb
Aus der Reihe Botschaft des Neuen Testaments

Dieser Kommentar fragt nicht nur nach den Unterschieden zwischen den Thessalonicherbriefen, sondern auch nach ihrer Einheit, wie sie sich vom 2. Thessalonicherbrief her ergeben soll. Im 1. Brief, mit dem die Missionare Paulus, Silvanus und Timotheus ihre unverzichtbare Stellung in der Gemeinde von Thessalonich untermauern, begegnet uns eine Spielart urchristlicher Theologie. Dem gegenüber möchte der 2. Thessalonicherbrief eine bestimmte eschatologische Deutung des 1. Briefes "korrigieren", indem er ihn in einen neuen literarischen Kontext stellt, sodass sich einige seiner Bedeutungsspielräume verschieben. Der Kommentar nimmt damit die potenzielle Mehrdeutigkeit von (biblischen) Texten ernst.
Franz Laub
1. und 2. Thessalonicherbrief

Echter Verlag, 1988, 60 Seiten, kartoniert, 978-3-429-00947-2

14,40 EUR
Die Neue Echter Bibel - Kommentar zum Neuen Testament mit Einheitsübersetzung

Neue Echter Bibel Neues Testament Band 13
978-3-579-00524-9 Stefan Schreiber
Der zweite Brief an die Thessalonicher

Gütersloher Verlagshaus, 2017, 296 Seiten, Kartoniert,
978-3-579-00524-9
34,99 EUR Warenkorb
Ökumenischer Taschenbuchkommentar 13/2
Der zweite Thessalonicherbrief gehört mit 47 Versen zu den kürzesten Briefen im Neuen Testament. Dies erschwert seine Auslegung, da wichtige Inhalte nur angedeutet oder kurz benannt werden. Stefan Schreiber erkennt als Schlüssel für die Exegese wichtiger Passagen die der Gesamtstruktur des Briefs entsprechenden intertextuellen Bezugnahmen auf 1 Thess und macht dadurch neue Entdeckungen in Bezug auf die Problemlage, mit der sich der Brief auseinandersetzt, und die Antwortstrategie, die er entwickelt. Bekannte Auslegungsmuster werden dadurch in Zweifel gezogen, und für grundlegende Fragen und Problemstellungen wie beispielsweise die des Verhältnisses zwischen den beiden Thessalonicherbriefen und der Authentizität des Briefes, die in der gegenwärtigen Forschung umstritten sind, bietet Schreiber neue Lösungsmöglichkeiten an.
Stefan Schreiber, geb. 1967, ist Professor für Neutestamentliche Wissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Augsburg.
978-3-429-03700-0 Norbert Baumert
In der Gegenwart des Herrn
Übersetzung und Auslegung des ersten und zweiten Briefes an die Thessalonicher
Echter, 2014, 336 Seiten, Broschur, 14 x 22,5 cm
978-3-429-03700-0
19,90 EUR Warenkorb
Paulus neu gelesen Band 5:
Als letzter der sogenannten Hauptbriefe von Paulus erscheint nun die Übersetzung und Auslegung von 1 Thess, und zwar zusammen mit 2 Thess, der vielfach als nachpaulinisch gilt. Grundlegend für die neue Sicht ist die Arbeit von M.-I. Seewann, „,Tag des Herrn‘ und ,Parusie‘“ (fzb 130) mit einer Analyse von 2 Thess 2. Demnach gibt es in beiden Briefen keine ,Nah-Erwartung‘.

In 1 Thess bedeutet parousia vielmehr dreimal die Gegenwart Christi bei den Seinen hier und jetzt; und in 4,15 be­sagt es, dass Gott selbst am Jüngsten Tag seine ,Gegenwart‘ schenkt. 2 Thess 2 spricht nicht von einem ,Antichrist‘ am Ende der Zeit, sondern Paulus ruft anlässlich eines Pseudopropheten zu einem Unterscheidungsprozess innerhalb der Gemeinde auf. Beide Briefe sind ein Zeugnis des frühen Paulus.

Norbert Baumert SJ, Dr. phil., lic. theol., geb 1932; em. Professor für Neutestamentliche Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt/Main. Er lebt in Wien.

Maria-Irma Seewann, Dipl. theol., Assistentin und weiterhin wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Norbert Baumert. Sie lebt in Wien.
978-3-7887-2866-3 Paul-Gerhard Müller
Der Erste und Zweite Brief an die Thessalonicher

Pustet Verlag, 2001, 320 Seiten, Leinen,
978-3-7917-1764-7
34,90 EUR
 
Übersetzt und erklärt von Paul-Gerhard Müller

Regensburger Neues Testament
978-3-290-14729-7 Willi Marxsen
Der zweite Brief an die Thessalonicher

Theologischer Verlag Zürich, 1982, 119 Seiten, Kartoniert,
3-290-14729-x
978-3-290-14729-7
18,00 EUR
Die Zürcher Bibelkommentare richten sich nicht nur an Theologen, sondern auch an Leser, die nur in beschränktem Masse mit wissenschaftlichen Kommentaren arbeiten. Sie ermöglichen dem Gemeindeglied - aber auch Menschen, die kirchlich nicht engagiert sind - eine fundierte und verständliche Einführung in die Bibel. Das Alte Testament ist in 26 Teile aufgefächert, die in ca. 30 Bänden behandelt werden, das Neue Testament in 22 Teile, die in ca. 25 Bänden behandelt werden.
Willi Marxsen, 1919–1993, war Professor für Neutestamentliche Einleitungswissenschaft und Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Zürcher Bibelkommentar Neues Testament Band 11

978-3-525-51006-3 Christina Maria Kreinecker
2. Thessalonicher

Vandenhoeck & Ruprecht, 2010, 240 Seiten, Leinen,
978-3-525-51006-3
54,99 EUR
Ist der 2. Brief an die Thessaloniker ein pseudepigraphisches Schreiben?
Im Papyrologischen Kommentar zum 2. Thessalonikerbrief werden weltweit veröffentlichte dokumentarische Papyri und Ostraka aus der Zeit vom 3. Jh. v.Chr. bis zum 3. Jh. n.Chr. auf die neutestamentliche Schrift hin ausgewertet und kommentiert.
Vor dem Hintergrund der dokumentarischen Zeugnisse geht Kreinecker zusätzlich zur Kommentierung der in der Forschung umstrittenen Frage nach dem Autor nach. Dabei vergleicht die Autorin nicht nur die brieflichen Formeln mit den typischen Wendungen der Papyrusbriefe, sondern stellt im Rahmen eines Exkurses auch die stilistischen Eigenheiten in antiken Papyrusarchiven dar.
Spezielle Untersuchungen erfolgen außerdem zu methodischen Fragen der Vergleichbarkeit von ägyptischen und außerägyptischen Texten anhand von Sklavenkaufverträgen und anhand einer Darstellung des gemeinsamen Denkhorizontes in griechischen und lateinischen dokumentarischen Texten des Imperium Romanum.
Die für die Forschung wesentlichsten Ergebnisse betreffen zum einen die Feststellung, dass die Verwendung von Formeln und Phrasen in 2Thess starke Abweichungen zu Papyrusprivatbriefen aufweist, und zum anderen die Beobachtung, dass auffällig viele Wendungen des 2. Briefes an die Thessaloniker in den dokumentarischen Belegen primär oder ausschließlich im Rechtskontext zu finden sind. Damit weicht die Sprache in 2Thess nicht nur von den unbestrittenen Paulusbriefen (Röm, 1/2 Kor, Gal, Phil, 1Thess, Phlm) ab, sondern auch von den dokumentarischen Privatbriefen der relevanten Zeitspanne. Gerade an diesen Brüchen – so die Hypothese – verrät sich 2Thess als ein pseudepigraphisches Schreiben.
Papyrologische Kommentare zum Neuen Testament,Vandenhoeck & Ruprecht
978-3-429-03646-1 Maria-Irma Seewann
Tag des Herrn und Parusie
2 Thess in der Kontroverse
Echter Verlag, 2013, 500 Seiten, Broschur,
978-3-429-03646-1

42,00 EUR
Der zweite Thessalonicherbrief wird vielfach als deuteropaulinisch eingestuft, hauptsächlich wegen der als eschatologisch angesehenen Ausdrücke wie Tag des Herrn und Parusie im zweiten Kapitel. Durch eingehende semantische Untersuchungen des Wortschatzes wird aufgezeigt, dass von der Terminologie her keine eschatologische Konnotation vorliegt, sondern - wie im AT so auch im NT - Tag des Herrn das Eingreifen Gottes in die Geschichte Israels bzw. der christusgläubigen Gemeinde oder des Einzelnen meint. Parusie bezeichnet im NT stets die Gegenwart oder Anwesenheit Gottes oder des erhöhten Herrn, nicht seine Wiederkunft.
In 2 Thess 2 fordert Paulus die junge Gemeinde eindringlich zu einer tiefgreifenden geistlichen Unterscheidung gegenüber einem Pseudopropheten auf.
Nach diesen Ergebnissen wird sich in der weiteren Folge die Frage nach der Echtheit von 2 Thess neu stellen. Dies alles steht im Kontext einer neuen Gesamtsicht der Paulusbriefe, die in der Reihe Paulus neu gelesen vorgelegt wird.

Maria-Irma Seewann, Dipl.-Theologin, ist Bibelwissenschaftlerin und Mitarbeiterin von Professor Norbert Baumert SJ.
Forschung zur Bibel, Band 130
Marlene Crüsemann
Die pseudepigraphen Briefe an die Gemeinde in Thessaloniki
Studien zu ihrer Abfassung und zur jüdisch-christlichen Sozialgeschichte
Kohlhammer Verlag, 2010, 320 Seiten, kartoniert,
978-3-17-021149-0
44,00 EUR
Crüsemann fragt nach dem Ort der beiden Thessalonicherbriefe im Horizont der jüdisch-christlichen Sozialgeschichte. Dabei kommt sie zum Ergebnis, dass 1 Thess ein nachapostoisch-pseudepigraphes, briefliche Kommunikation lediglich inszenierendes Schreiben aus Thessaloniki ist. An 2 Thess wird deutlich, dass sich die thessalonische Korrespondenz nicht in das Schema eines Linearfortschreitenden Trennungsprozesses zwischen ,Christentum und Judentum' im 1. Jahrhundert fügt. Der Brief widerruft die weitgehende soziale Trennung vom Judentum, die 1 Thess prägt, und zielt damit sozialhistorisch auf eine Resolidarisierung mit dem Gesamt judentum. So ist die Diskussion um ein ,Auseinandergehen der Wege von Christen und Juden' in frühchristlicher Zeit neu auszurichten und sozialgeschichtlich entsprechend zu differenzieren.

Beiträge zur Wissenschaft vom Alten und Neuen Testament, Band 191
978-3-525-53963-7 Taeseong Roh
Der 2. Thessalonicherbrief als Erneuerung apokalyptischer Zeitdeutung

Vandenhoeck & Ruprecht, 2007, 144 Seiten, Gebunden
978-3-525-53963-7
51,99 EUR
Ausgangspunkt des Werkes ist die Frage, ob der zweite Brief an die Thessalonicher tatsächlich eine Korrektur des ersten Briefes bzw. der dort vertretenen Naherwartung des Paulus darstellt. Für die Beantwortung dieser Frage ist entscheidend, ob die in 2Thess 2,2 vorgestellte Parole durch »Der Tag des Herrn ist da« oder durch »Der Tag des Herrn ist nah« zu übersetzen ist. Im ersten Fall stellt die in 2Thess 2 bekämpfte eschatologische Lehre keine Naherwartung dar, sondern eine (angeblich) realisierte Eschatologie. Der Verfasser des zweiten Briefs antwortet auf sie mit einer bisher in der Exegese kaum bedachten eschatologischen Position: Er antwortet mit einer Erneuerung der Naherwartung, die Paulus im ersten Brief vertreten hat.
Taeseong Roh gelingt es, den zweiten Brief des Paulus an die Thessalonicher (sozial-) geschichtlich zu erhellen. Er tritt damit einer in der Exegese weit verbreiteten Resignation entgegen, das im zentralen apokalyptischen Teil in 2Thess 2,3ff Gesagte sei so sehr verschlüsselt, dass es heute nicht mehr zu enträtseln ist.
Für die sozialgeschichtliche Fragestellung wertet die Arbeit verschiedene Indizien in 2Thess 2,1–12 aus. Dadurch lässt sich eine bestimmte zeitgeschichtliche Situation im Imperium Romanum des 1. Jh. n.Chr. zur Zeit des Vespasian beschreiben.
Band 62 aus der Reihe Novum Testamentum et Orbis Antiquus, Vandenhoeck & Ruprecht / Universitätsverlag Fribourg
 

 

Änderungen und Lieferbarkeit vorbehalten     Startseite       letzte Bearbeitung: 06.06.2017, DH