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Inhaltsverzeichnis

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Kirchengeschichte

Einzeltitel zur Geschichte des Christentums
Literatur zum Studiengang Kirchengeschichte
 
Reihe Alte Kirche
Apostolische Väter
Arbeiten zur Kirchengeschichte
Arbeiten zur Kirchen- und Theologiegeschichte
Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte, V & R
Augustinus Opera
Berner Synodus
Beiträge zur Europäischen Religionsgeschichte V&R
Beiträge zur Kirchen- und Kulturgeschichte
Early Christianity
Evangelisches Kirchenlexikon, EKL
Fontes Christiani
Forschungen zur Kirchen- und Dogmengeschichte
Geschichte der christlichen Orden
Geschichte des Christentums, Herder/Kohlhammer
Poster Geschichte des Christentums
Geschichte des frühen Christentums
Geschichte des globalen Christentums
Geschichte und Theologie des Judentums in hellenistisch-römischer Zeit
Grundwissen Christentum, V & R
Handbuch der Kirchengeschichte
Handbuch der Religionsgeschichte im deutschsprachigen Raum
Handbuch der Religionsgeschichte, V & R 
Herbergen der Christenheit, EVA
Hexen / Hexenverfolgung
Ideengeschichte des Christentums
Jesus der Christus im Glauben der Kirche
Die Kirche in ihrer Geschichte
Kirchen- und Theologiegeschichte in Quellen,
Kirchengeschichte in Einzeldarstellungen, EVA
Kirchenväter
Kreuzzüge
Kriminalgeschichte des Christentums
Kulturgeschichte
Lehrbuch für Kirchen- und Dogmengeschichte
Münchener Kirchenhistorische Studien MKS,
Protestantismus in Preussen
Quellen und Forschungen zur Württembergischen Kirchengeschichte
Religiöse Kulturen im Europa der Neuzeit
Studien zur christlichen Religions- und Kulturgeschichte
Studien zur Kirchengeschichte der Neuesten Zeit
Studien zur Orientalischen Kirchengeschichte
Theologie für die Gemeinde VI: Die Geschichte kennen
Theologiestudium: Kirchengeschichte
Reihe Theologische Wissenschaft
Urchristentum
Wüstenväter
Württembergische Kirchengeschichte
Zugänge zum Denken des Mittelalters, Aschendorff Verlag
Zugänge zur Kirchengeschichte
 
vergriffene Titel / Reihen:
Gestalten der Kirchengeschichte
Bildwerk zur Kirchengeschichte
 
 
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Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte: Reihe A: Quellen Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte: Reihe B: Darstellungen
siehe auch Seitenleiste links zur alphabetischen Auswahl "Kirchengeschichte"
siehe auch Geschichte des Christentums
Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte, Reihe B: Darstellungen, Vandenhoeck & Ruprecht
In der Reihe B der »Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte« werden monographische Darstellungen und Sammelbände zur Geschichte des deutschen Protestantismus und seiner internationalen Beziehungen seit 1918 veröffentlicht. Die Reihe wird herausgegeben von Siegfried Hermle (Universität Köln) und Harry Oelke (Universität München) im Auftrag der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte.
74 978-3-525-56477-6 Mirjam Loos  Gefährliche Metaphern. Auseinandersetzungen deutscher Protestanten mit Kommunismus und Bolschewismus (1919 bis 1955)
zur Beschreibung
60,00 Warenkorb  2020
72 978-3-525-57056-2 Felix Teuchert Die verlorene Gemeinschaft. Der Protestantismus und die Integration der Vertriebenen in die westdeutsche Gesellschaft (1945–1972)
zur Beschreibung
90,00 Warenkorb 2018
71 978-3-525-57057-9 Rebecca Scharf Evangelische Kirche und Konzentrationslager (1933 bis 1945).
zur Beschreibung
70,00 Warenkorb 2018
70 978-3-525-55792-1 Luise Schramm  Evangelische Kirche und Anti-AKW-Bewegung. Das Beispiel der Hamburger Initiative kirchlicher Mitarbeiter und Gewaltfreie Aktion im Konflikt um das AKW Brokdorf 1976–1981
zur Beschreibung
90,00 Warenkorb 2018
69 978-3-525-55791-4 Peter Paul Schwarz  Mitöffentlichkeit. Zur deutsch-deutschen Arbeit der Evangelischen Akademie Berlin-Brandenburg
zur Beschreibung
70,00 Warenkorb 2018
68 978-3-525-55793-8 Birge-Dorothea Pelz  Revolution auf der Kanzel. Politischer Gehalt und theologische Geschichtsdeutung in evangelischen Predigten während der deutschen Vereinigung 1989/90
zur Beschreibung
90,00 Warenkorb 2018
67 978-3-525-55790-7 Siegfried Hermle Zwischen Verklärung und Verurteilung. Phasen der Rezeption des evangelischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus nach 1945
zur Beschreibung
75,00 Warenkorb 2017
66 978-3-525-55788-4 Dagmar Pöpping Kriegspfarrer an der Ostfront. Evangelische und katholische Wehrmachtseelsorge im Vernichtungskrieg 1941–1945
zur Beschreibung
65,00 Warenkorb 2016
65 978-3-525-55779-2 Claudia Lepp Religion und Lebensführung im Umbruch der langen1960er Jahre. 75,00 Warenkorb 2016
64 978-3-525-55789-1 Harry Oelke Martin Luthers »Judenschriften«. Die Rezeption im 19. und 20. Jahrhundert
zur Beschreibung
85,00 Warenkorb 2016
63 978-3-525-55778-5 Annegreth Schilling Revolution, Exil und Befreiung. Der Boom des lateinamerikanischen Protestantismus in der internationalen Ökumene in den 1960er und 1970er Jahren
zur Beschreibung
70,00 Warenkorb 2016
62 978-3-525-55777-8 Karin Oehlmann Glaube und Gegenwart. Die Entwicklung der kirchenpolitischen Netzwerke in Württemberg um 1968
zur Beschreibung
100,00 Warenkorb 2016
60 978-3-525-55775-4 Cornelia von Ruthendorf-Przewoski Der Prager Frühling und die evangelischen Kirchen in der DDR. 100,00 Warenkorb 2015
57 978-3-525-55772-3 Gerhard Gronauer Der Staat Israel im westdeutschen Protestantismus. Wahrnehmungen in Kirche und Publizistik von 1948 bis 1972
zur Beschreibung
120,-- 2013
56 978-3-525-55771-6 Alexander Christian Widmann Wandel mit Gewalt?. Der deutsche Protestantismus und die politisch motivierte Gewaltanwendung in den 1960er und 1970er Jahren
zur Beschreibung
130,00 2013
54 978-3-525-55706-8 Katharina Kunter Europäisches und Globales Christentum / European and Global Christianity. Herausforderungen und Transformationen im 20. Jahrhundert / Challenges and Transformations in the 20th Century vergriffen   2011
52 978-3-525-57451-5 Klaus Fitschen Die Politisierung des Protestantismus. Entwicklungen in der Bundesrepublik Deutschland während der 1960er und 70er Jahre vergriffen   2011
51 978-3-525-55742-6 Angela Hager Ein Jahrzehnt der Hoffnungen. Kirchenreformbewegung in der bayerischen Landeskirche 1966-1976 vergriffen   2010
50 978-3-525-55768-6 Berndt Hamm Spielräume des Handelns und der Erinnerung. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern und der Nationalsozialismus vergriffen   2010
49 978-3-525-55749-5 Thomas Martin Schneider Gegen den Zeitgeist. Der Weg der VELKD als lutherischer Bekenntniskirche vergriffen   2008
48 978-3-525-55750-1 Peter Zocher Edo Osterloh - Vom Theologen zum christlichen Politiker. Eine Fallstudie zum Verhältnis von Theologe und Politik im 20. Jahrhundert vergriffen   2007
47 3-525-55748-5
978-3-525-55748-8
Siegfried Hermle Umbrüche. Der deutsche Protestantismus und die sozialen Bewegungen in den 1960er und 70er Jahren 140,00 2006 / 2012
46 3-525-55745-0 Katharina Kunter Erfüllte Hoffnungen und zerbrochene Träume. Evangelische Kirchen in Deutschland im Spannungsfeld von Demokratie und Sozialismus (1980-1993) vergriffen   2006
45 3-525-55747-7 Anke Silomon Anspruch und Wirklichkeit der besonderen Gemeinschaft. Der Ost-West-Dialog der deutschen evangelischen Kirchen 1969-1991 vergriffen   2006
44 3-525-55746-9 K. Rittberger-Klas Kirchenpartnerschaften im geteilten Deutschland vergriffen   2006
43 3-525-55744-2 Jens Bulisch Evangelische Presse in der DDR. Die Zeichen der Zeit 1947-1990 vergriffen   2005
42 3-525-55743-4 Claudia Lepp Tabu der Einheit? Die Ost-West-Gemeinschaft der evangelischen Christen und die deutsche Teilung (1945-1969) vergriffen   2005
41 3-525-55741-8 Uta Gerdes Ökumenische Solidarität mit christlichen und jüdischen Vefolgten. Die CIMADE in Vichy-Frankreich 1940-1944 vergriffen   2005
40 3-525-55740-x Dieter Hauschild Konfliktgemeinschaft Kirche. Aufsätze zur Geschichte der Evangelischen Kirche in Deutschland vergriffen   2004
39 3-525-55739-6 Georg Wilhelm Die Diktaturen und die evangelische Kirche. Totaler Machtanspruch und kirchliche Antwort am Beispiel Leipzigs von 1933-1958 vergriffen   2004
38 3-525-55738-8 Simone Mantei Nein und Ja zur Abtreibung. Die evangelische Kirche in der Reformdebatte um § 218 StGB vergriffen   2004
37 3-525-55737-x Peter Beier Kirchwerdung im Zeichen der deutschen Teilung. Die Verfassungsreformen von EKD und BEK als Anfrage an ihre besondere Gemeinschaft vergriffen   2004
36 3-525-55736-1 Dirk Palm Wir sind doch Brüder. Der evangelische Kirchentag und die deutsche Frage 1949-1961 vergriffen   2002
35 3-525-55735-3 Gury Schneider-Ludorff Magdalene von Tiling (1877 - 1974). Theologie der Geschlechterbeziehung als politisches Programm in der Weimarer Republik vergriffen   2001
34 3-525-55734-5 Vico von Bülow Otto Weber (1902-1966). Reformierter Theologe und Kirchenpolitiker vergriffen   1999
33 3-525-55733-7 Anke Silomon Schwerter zu Pflugscharen und die DDR vergriffen   1999
32 3-525-55732-9 Peter Beier Missionarische Gemeinde in sozialistischer Umwelt. Die Kirchentagskongreßarbeit in Sachsen im Kontext der SED-Kirchenpolitik (1968-1975) vergriffen   1999
31 3-525-55731-0 Holger Roggelin Franz Hildebrandt. Ein lutherischer Dissenter im Kirchenkampf und Exil vergriffen   1998
30 3-525-55730-2 Rainer Bookhagen Die evangelische Kinderpflege und die Innere Mission in der Zeit des Nationalsozialismus Band 2. Rückzug in den Raum der Kirche. Band 2: 1938-1941 vergriffen   2002
29 3-525-55729-9 Rainer Bookhagen Die evangelische Kinderpflege und die Innere Mission in der Zeit des Nationalsozialismus Band 1. Mobilmachung der Gemeinden Band 1: 1933 bis 1937 vergriffen   1998
28 3-525-55728-0 Christoph Weiling Die Christlich-deutsche-Bewegung. Eine Studie zum konservativen Protestantismus in der Weimarer Republik vergriffen   1998
27 3-525-55727-2 Hartmut Fritz Otto Dibelius. Ein Kirchenmann in der Zeit zwischen Monarchie und Diktatur vergriffen   1998
26 3-525-55726-4 Björn Mensing Pfarrer und Nationalsozialismus. Geschichte einer Verstrickung am Beispiel der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern vergriffen   1998
25 3-525-55725-6 Peter Beier Die Sonderkonten Kirchenfragen. Sachleistungen und Geldzuwendungen an Pfarrer und kirchliche Mitarbeiter als Mittel der DDR-Kirchenpolitik vergriffen   1997
24 3-525-55724-8 Anke Silomon Synode und SED-Staat. Die Synode des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR in Görlitz vom 18.-22.September 1987 vergriffen   1997
23 3-525-55723-X Joachim Mehlhausen und über Barmen hinaus. Studien zur Kirchlichen Zeitgeschichte. Festschrift für Carsten Nicolaisen zum 4.4.1994 vergriffen   1995
22 3-525-55722-1 Heide - Marie Lauterer Liebestätigkeit für die Volksgemeinschaft. Der Kaiserswerther Verband deutscher Diakonissenmutterhäuser in den ersten Jahren des NS - Regimes vergriffen   1994
21 3-525-55721-3 Gottfried Abrath Subjekt und Milieu im NS-Staat. Die Tagebücher des Pfarrers Hermann Klugkist Hesse 1936-1939 vergriffen   1994
20 3-525-55720-5 Trutz Rendtorff Protestantische Revolution? Kirche und Theologie in der DDR vergriffen   1993
19 3-525-55719-1 Thomas Martin Schneider Reichsbischof Ludwig Müller vergriffen   1993
18 3-525-55718-3 Siegele-Wenschkewitz / Nicolaisen Theologische Fakultäten im Nationalsozialismus vergriffen   1993
17 3-525-55717-5 Karl-Heinrich Melzer Der Geistliche Vertrauensrat. Geistliche Leitung für die Deutsche Evangelische Kirche im Zweiten Weltkrieg? vergriffen   1991
15 3-525-55715-9 Klaus Tanner Die fromme Verstaatlichung des Gewissens. Zur Auseinandersetzung um die Legitimität der Weimarer Reichsverfassung in Staatsrechtswissenschaft und Theologie der zwanziger Jahre. vergriffen   1989
14 3-525-55714-0 Johannes Michael Wischnath Kirche in Aktion. Das Evangelische Hilfswerk 1945-1957 und sein Verhältnis zu Kirche und Innerer Mission vergriffen   1986
13 3-525-55713-2 Carsten Nicolaisen Nordische und deutsche Kirchen im 20. Jahrhundert vergriffen   1982
11/12/2 3-525-55712-4 Hartmut Rudolph Evangelische Kirche und Vertriebene 1945 bis 1972 Band 2: Kirche in der neuen Heimat vergriffen   1985
11/12/1 3-525-55711-6 Hartmut Rudolph Evangelische Kirche und Vertriebene 1945 bis 1972 Band 1: Kirchen ohne Land. vergriffen   1984
10 3-525-55710-8 Joachim Beckmann Hoffnung für die Kirche in dieser Zeit. Beiträge zur kirchlichen Zeitgeschichte 1946 - 1974. Geleitwort: J. Beckmann zum 80. Geburtstag 18.7.1981
zur Beschreibung
52,--- 1981
9 3-525-55709-4 Annemarie Smith - von Osten Von Treysa 1945 bis Eisenach 1948. Zur Geschichte der Grundordnung der Evangelischen Kirche in Deutschland
zur Beschreibung
49,-- 1981
8 3-525-55708-6 Armin Boyens Kirchen in der Nachkriegszeit. Vier zeitgeschichtliche Beiträge
zur Beschreibung
19,90 1979
7 3-525-55707-8 Jens Holger Schjorring Theologische Gewissensethik und politische Wirklichkeit. Das Beispiel Eduard Geismars und Emanuel Hirschs
zur Beschreibung
39,-- 1979
6 3-525-55705-1 Martin Noberto Dreher Kirche und Deutschtum in der Entwicklung der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien
zur Beschreibung
29,90 1978
5 3-525-55704-3 Reijo E. Heinonen Anpassung und Identität. Theologie und Kirchenpolitik der Bremer Deutschen Christen 1933 - 1945 vergriffen   1978
4   Johanna Vogel Kirche und Wiederbewaffnung. Die Haltung der Evang. Kirche in Deutschland in den Auseinandersetzungen um die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik 1949-1956 vergriffen   1978
3 3-525-55701-9 Heinz Brunotte Bekenntnis und Kirchenverfassung. Aufsätze zur kirchlichen Zeitgeschichte vergriffen   1977
             
2 3-525-55702-7 Jonathan R.C. Wright Über den Parteien. Die politische Haltung der evangelischen Kirchenführer 1918 - 1933
zur Beschreibung
36,-- 1977
1 3-525-55700-0 Jörg Thierfelder Das Kirchliche Einigungswerk des württembergischen Landesbischofs Theophil Wurm
zur Beschreibung
36,-- 1975
             
978-3-525-56477-6  Mirjam Loos
Gefährliche Metaphern

Vandenhoeck & Ruprecht, 2020, 288 Seiten, Gebunden,
978-3-525-56477-6
60,00 EUR Warenkorb
Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte Reihe B Band 74
Auseinandersetzungen deutscher Protestanten mit Kommunismus und Bolschewismus (1919 bis 1955)
Mirjam Loos zeichnet eine mentalitätsgeschichtliche Entwicklungslinie im Protestantismus nach, beleuchtet Positionierungen und Diskurse kirchenhistorisch und analysiert diese sprachwissenschaftlich. Die Autorin zeigt, dass massive Abwehrhaltung und sprachliche Radikalität dabei nur teilweise auf unfreie Kommunikationsstrukturen im totalitären NS-Staat zurückzuführen sind. Evangelische Publikationen, die das bolschewistische „Experiment“ ablehnten und vor kommunistischen Einflüssen in Deutschland warnten, hatten am Ende der Weimarer Republik Hochkonjunktur. Als hochgradig verbindend – sowohl innerhalb des evangelischen Lagers als auch mit nationalsozialistischen Denk- und Sprachmustern – wirkte die Furcht vor der sogenannten „Weltgefahr des Bolschewismus“. Evangelische Autorinnen und Autoren multiplizierten populistische Metaphern, zumeist aus dem Feld der Gefahrenabwehr, die als existentiell empfundene Ängste widerspiegelten. Mirjam Loos zeigt mit Ihrer Untersuchung, wie der Blick für Komplexität durch die kontinuierliche Verwendung solcher Sprachbilder verloren ging und dieser Umstand dazu beitrug, offensichtliches Unrecht im Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion nicht zu erkennen bzw. protestlos hinzunehmen. Nach 1945 entschärften die meisten evangelischen Autoren ihre Rhetorik, Ressentiments wirkten allerdings fort.
978-3-525-57056-2 Felix Teuchert
Die verlorene Gemeinschaft
Der Protestantismus und die Integration der Vertriebenen in die westdeutsche Gesellschaft (1945–1972)
Vandenhoeck & Ruprecht, 2018, 556 Seiten, 960 g, Gebunden,
978-3-525-57056-2
90,00 EUR
Warenkorb
Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte Reihe B Band 72
Die Integration von ca. 8 Millionen Vertriebenen verunsicherte die westdeutsche Gesellschaft zutiefst. Auch der Protestantismus war unmittelbar wie mittelbar vom Vertreibungsgeschehen betroffen. Millionen evangelische Vertriebene mussten in die westdeutschen Landeskirchen und Kirchengemeinden integriert werden. Unterschiedliche Frömmigkeitskulturen prallten in den Gemeinden schroff aufeinander; die innerprotestantischen Bekenntnisse sorgten für beträchtlichen Konfliktstoff. Die Integrationsfrage motivierte protestantische Akteure aber auch zu karitativem Engagement, sozialpolitischer Mitgestaltung und sozialethischer Reflexion.Felix Teuchert untersucht den Einfluss des Protestantismus in den gesellschaftlichen Debatten über die Integration der Vertriebenen in die westdeutsche Gesellschaft, die protestantische Deutung des Sozialen, aber auch das Politik-Kirche-Verhältnis und die Rolle religiöser Akteure in der Sozialpolitik. Dabei analysiert der Autor die semantisch vielfältigen Integrationsvorstellungen und die dahinter liegende gedachte soziale Ordnung aus protestantischer Perspektive. Die Vertriebenenproblematik avancierte zu einem sozialethischen Reflexionsfeld und zu einem diskursiven Ort, an dem sich der Protestantismus kritisch mit der modernen, sich transformierenden Gesellschaft auseinandersetzte. Schließlich geraten auch die Debatten um ein „Recht auf Heimat“ sowie Ostdenkschrift der EKD von 1965 in den Blick, die Teuchert auf ihre integrationspolitischen Implikationen befragt.
Leseprobe
978-3-525-57057-9 Rebecca Scharf
Evangelische Kirche und Konzentrationslager (1933 bis 1945)

Vandenhoeck & Ruprecht, 2018, Gebunden,
978-3-525-57057-9
70,00 EUR Warenkorb
Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte Reihe B Band 71
Um das Verhältnis der evangelischen Kirche zum KZ-System zwischen 1933 und 1945 darzustellen, untersucht Rebecca Scherf wesentliche Aspekte, die dieses Verhältnis charakterisieren: die Seelsorgetätigkeit der evangelischen Kirche, die inhaftierten Geistlichen, ihre Hafterfahrungen sowie die Reaktionen auf ihre Verhaftungen.Zur Analyse der Seelsorgetätigkeit wurden Quellen aus den frühen Jahren der NS-Diktatur herangezogen, die das Herausdrängen kirchlicher Einflussmöglichkeiten innerhalb des KZ-Systems durch den Staat bezeugen, das 1937 in einem für die damalige evangelische Kirche unverständlichen Seelsorgeverbot gipfelte.Bereits im März 1933 wurde der erste evangelische Pfarrer in KZ-Haft genommen, bis März 1945 waren es insgesamt 71. In einem Überblick dokumentiert Scherf erstmals alle in den KZs inhaftierten Pfarrer, Vikare und Pfarrverwalter nach landeskirchlicher Zugehörigkeit, Verhaftungszeitpunkt und Inhaftierungsgrund. Zeitlich liegt ein Schwerpunkt auf den Jahren 1935 und 1941/42 mit den meisten Inhaftierungen. Die Inhaftierungsgründe sowie die Reaktionen von institutioneller und gemeindlicher Seite in jenen Jahren spiegeln dabei das sich wandelnde Verhältnis von Staat und evangelischer Kirche wieder. Die lokale Priorität liegt auf den Lagern Sachsenburg und Dachau, in die die meisten Geistlichen verschleppt wurden. Hierbei konnte die Autorin auf der Grundlage von Tagebucheinträgen und Predigten erstmals das protestantische Leben der Geistlichen im Dachauer Pfarrerblock rekonstruieren. Wenige der 71 Geistlichen hielten ihre erlebte KZ-Haft nach ihrer Entlassung schriftlich in einem autobiographischen Bericht fest. Acht dieser Aufzeichnungen untersuchte Scherf, um persönlichen Erfahrungen und theologischen Deutungshorizonten der erlebten KZ-Haft nachzugehen. Den Abschluss bildet der Blick auf die Auswirkungen der KZ-Haft für das Selbstbild und die Fremdwahrnehmung der Bekennenden Kirche nach 1945.
Die Arbeit wurde mit dem Wilhelm Freiherr von Pechmann-Preis 2018 ausgezeichnet.
Leseprobe
978-3-525-55792-1 Luise Schramm
Evangelische Kirche und Anti-AKW-Bewegung
Das Beispiel der Hamburger Initiative kirchlicher Mitarbeiter und Gewaltfreie Aktion im Konflikt um das AKW Brokdorf 1976–1981
Vandenhoeck & Ruprecht, 2018, 452 Seiten, 870 g, Gebunden,
978-3-525-55792-1
90,00 EUR Warenkorb
Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte Reihe B Band 70
Wie agierten kirchliche Akteure im Spannungsfeld von Anti-AKW-Bewegung einerseits und institutionalisierter Kirche andererseits? Diese Frage untersucht Luise Schramm in ihrer Studie exemplarisch anhand der Hamburger Initiative kirchlicher Mitarbeiter und Gewaltfreie Aktion (HIkMuGA) im Konflikt um das Atomkraftwerk Brokdorf.Sie erschließt die Geschichte dieser kirchlichen Basisgruppe seit ihrer Entstehung im Zusammenhang mit den Großdemonstrationen gegen den Bau des Atomkraftwerkes Brokdorf bis zur Großdemonstration im Frühjahr 1981 und legt sowohl den Diskussionsprozess als auch die Debatten um die Aktionsweise innerhalb der Anti-AKW-Bewegung dar. Weiterhin gibt sie einen tieferen Einblick in die Geschichte des von der HIkMuGA angestoßenen Stromzahlungsboykottes und untersucht, inwieweit die Diskussionen um die Atomenergie durch die HIkMuGA-Pastoren in die Gemeindearbeit, in Gottesdienste und auf Kirchentagen eingebracht wurden. Ausführlich widmet sie sich der Besetzung der Kirche St. Petri in Hamburg, an der auch HIkMuGA-Pastoren beteiligt waren, und schildert die beginnenden Institutionalisierung der Umweltverantwortung in der Nordelbischen Kirche mit der Einsetzung des hauptamtlichen Umweltbeauftragten. Ein geschichtlicher Ausblick auf die Proteste gegen das AKW Brokdorf 1986 und den in dieser Zeit entstandenen sechs Blockaden, die von der Solidarischen Kirche, in die die HIkMuGA aufgegangen ist, getragen wurden, schließt die Darstellung ab.
97963"
978-3-525-55791-4 Peter Paul Schwarz
Mitöffentlichkeit
Zur deutsch-deutschen Arbeit der Evangelischen Akademie Berlin-Brandenburg
Vandenhoeck & Ruprecht, 2018, 364 Seiten, 760 g, Gebunden,
978-3-525-55791-4
70,00 EUR
Warenkorb
Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte Reihe B Band 69
Im Mittelpunkt dieser beziehungsgeschichtlichen Darstellung steht die Geschichte der deutsch-deutschen Arbeit der Evangelischen Akademie Berlin-Brandenburg seit ihrer Gründung 1951 bis Ende der 1970er- bzw. Anfang der 1980er-Jahre. Nach einem Überblick zur Geschichte der Ev. Akademien und der Evangelischen Akademie Berlin-Brandenburg wird sie als ein exemplarischer deutsch-deutscher Ort literarischer Kommunikation, der „Vergangenheitsbewältigung“ und des christlich-jüdischen Dialogs als Teil der NS-Auseinandersetzung beschrieben. Im Rahmen der literarischen Arbeit wurden häufig in der DDR – noch – nicht veröffentlichte westdeutsche und westeuropäische Texte in den literarischen Kreislauf eingespeist; hiermit konstitutiv verbunden ist das ebenfalls hochpolitische und gesamtdeutsch dimensionierte Thema der Vergangenheitsbewältigung. Über den Kontext der Akademie hinaus versteht sich die Arbeit auch als ein Beitrag zur deutsch-deutschen Geschichte der Vergangenheitsbewältigung. Mit den seit 1961 durchgeführten Israel-Tagungen institutionalisierte sich der christlich-jüdische Dialog etwa 15 Jahre früher als in der evangelischen Kirche in der DDR. Damit bietet diese Arbeit auch neue Aspekte der Geschichte des Protestantismus in Ostdeutschland und der christlich-jüdischen Beziehungen in der DDR. Hinsichtlich der kirchlichen Vergangenheitsbewältigung leistete die Akademie Pionierarbeit. Im Horizont deutschland-, kultur- und kirchenpolitischer Entwicklungen schwächte sich ab Ende der 1960er-Jahre der gesamtdeutsche Bezug ab. Die Akademie war durch Nähe und Distanz zu staatlichen und kirchlichen Kontexten geprägt. Massive Überwachungen durch die Staatssicherheit und Konflikte mit staatlichen Organen sind Ausdruck dieses „Eigen-Sinns“. Als christlicher Akteur beharrte die Akademie auf Mitgestaltung und Mitwirkung und erzeugte durch ihre Arbeit Mitöffentlichkeit. Dieser neu eingeführte Begriff entzieht sich dem Dualismus von offizieller Öffentlichkeit und Gegenöffentlichkeit und leistet eine wesentliche Differenzierung des Formenkreises von Öffentlichkeit in der DDR.
Leseprobe
978-3-525-55793-8 Birge-Dorothea Pelz
Revolution auf der Kanzel
Politischer Gehalt und theologische Geschichtsdeutung in evangelischen Predigten während der deutschen Vereinigung 1989/90
Vandenhoeck & Ruprecht, 2018, 406 Seiten, Gebunden,
978-3-525-55793-8
90,00 EUR Warenkorb
Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte Reihe B Band 68
Birge-Dorothea Pelz schreibt Kirchengeschichte aus der Sicht von Pastoren. Auf Basis zumeist unveröffentlichter Sonntagspredigten wird gezeigt, welche Rolle die evangelische Kirche in den drei Nordbezirken der DDR 1989/90 einnahm. Wie wurden politische Ereignisse theologisch gedeutet? Welche politischen Schlussforderungen wurden gezogen? In welchem Verhältnis standen Alltagsbezüge und biblisches Wort in der Verkündigung? Und wie wurden die rasanten Ereignisse retrospektiv beurteilt und mit dem eigenen Glauben in Einklang gebracht? Das Ergebnis ist ein fundierter Eindruck davon, was Pastoren 1989/90 politisch dachten, glaubten und predigten und wie diese überzeugungen bis in die Gegenwart hinein transportiert und transformiert wurden. So bleibt die Betrachtung nicht bei der deutschen Einheit stehen, sondern die fortdauernde Wirkung der Zäsur von 1989/90 für das kirchliche Selbstverständnis in Norddeutschland wird untersucht: Welche Rolle nehmen die Ereignisse von 1989/90 in Predigten und Texten der vergangenen 25 Jahre ein? Inwiefern veränderten sich die Deutungen der friedlichen Revolution? Welche Rolle spielt das Wendejahr in der Identität der evangelischen Kirchen heute? Die Antworten leisten einen wichtigen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis der in der Nordkirche zusammengefassten Landeskirchen. Ein solches ist wesentlich für ein gelungenes Zusammenwachsen. Mit den Worten Bischof Gerhard Ulrichs: »Wer versteht, braucht keine Bilder vom anderen.«
Titel auf Cover: Gott will die Wende
Jörg Thierfelder
Das Kirchliche Einigungswerk des württembergischen Landesbischofs Theophil Wurm

Vandenhoeck u. Ruprecht, 1975, 311 Seiten, Leinen,
3-525-55700-0

978-3-525-55700-6
36,00 EUR
Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte Reihe B Band 1
Diese Arbeit sucht ein vergessenes, ja sogar vielleicht verdrängtes Moment des Kirchenkampfes zu Bewußtsein zu bringen, nämlich das Kirchliche Einigungswerk, das von dem württembergischen Landesbischof Th. Wurm ausging, und das zugleich ein bedeutsames Element in der Vorgeschichte der Bildung der EKD ist.
Die Arbeit basiert auf einer Vielzahl von unpublizierten Quellen und ist somit grundlegend. Zwölf gewichtigere Dokumente werden im Anhang publiziert.
Aufgrund dieser Quellen gelingt es dem Verfasser, ein geschichtliches Bild der Vorgänge in den Jahren 1941-1944 zu entwerfen, zugleich aber auch zu bestimmen, was die theologische Intention der Bemühung um die Einsicht der Kirche gewesen ist. Dem Verfasser gelingt es, eine Lücke in der bisherigen Kirchenkampfforschung zu beseitigen.
siehe auch Quellen und Forschungen zur Württembergischen Kirchengeschichte
Jonathan R.C. Wright
Über den Parteien
Die politische Haltung der evangelischen Kirchenführer 1918 - 1933
Vandenhoeck u. Ruprecht, 1977, 276 Seiten, Leinen,
3-525-55702-7

36,00 EUR
In diesem Buch verfolgt der junge Oxforder Historiker den Weg der evangelischen Kirche vom Zusammenbruch des Kaiserreiches bis zum Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft. Sein Blick ist vor allem auf das politische Verhalten der Kirchenführer gerichtet, also jener Männer, die das Schicksal des deutschen Gesamtprotestantimus bestimmten. Die Untersuchung, die ein intensives Studium der weit verstreuten und großenteils noch nicht erschlossenen Quellen zugrundeliegt, kommt zu überraschenden Ergebnissen, besonders im Hinblick auf die kirchenpolitischen Entscheidungen in den ersten Monaten des Dritten Reiches.
Martin Noberto Dreher
Kirche und Deutschtum in der Entwicklung der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien

Vandenhoeck u. Ruprecht, 1978, 259 Seiten, 4 Abb., 1 Faltkarton, Leinen,
3-525-55705-1

29,90 EUR
Wie kann die Kirche den ihr gegebenen Auftrag in Gegenwart und Zukunft recht begreifen, wenn sie sich nicht dem unvoreingenommenen Dialog mit der Vergangenheit stellt?
Der Autor geht der Frage nach, wie sich eine von Idealismus und Romantik beeinflußte Theologie im Leben und in der Gestalt deutsch-brasilianischer Gemeinden und Synoden im Kontext der brasilianischen Geschichte ausgewirkt hat. Es geht hier um den Weg, den die Evangelische Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien zurücklegen mußte; ein Weg, der sie von der Struktur einer Einwandererkirche zu einer einheimischen, bodenständigen Kirche in Brasilien führte.
Jens Holger Schjorring
Theologische Gewissensethik und politische Wirklichkeit
Das Beispiel Eduard Geismars und Emanuel Hirschs
Vandenhoeck u. Ruprecht, 1979, 354 Seiten, Leinen,
3-525-55707-8
39,00 EUR
Der kritischen Auseinandersetzung mit Geismar und Hirsch liegt weder die Absicht zugrunde, die beiden Theologen in ihrem Format als Denker zu beurteilen, noch deren Werk systematisch-theologisch aufzuwerten. Der Autor zielt mit seinem vergleichenden Ansatz vielmehr darauf ab, zu einem differenzierteren Bild der sozialethischen Wirkungsgeschichte des Luthertums beizutragen.
Ein solches Bild ergibt sich aufgrund emes durchgehenden Vergleichs Geismars und Hirschs in den verschiedenen Phasen ihres theologischen Denkens und ihrer politischen Entscheidungen sowie aufgrund genauer Analyse dessen, was beide Männer verband und trennte.
Armin Boyens
Kirchen in der Nachkriegszeit
Vier zeitgeschichtliche Beiträge
Vandenhoeck u. Ruprecht, 1979, 167 Seiten, Leinen,
3-525-55708-6
19,90 EUR
Trotz ihrer methodisch unterschiedlichen Ansätze kommen die vier Autoren A. Boyens, M. Greschat, R.von Thadden, P. Pombeni dieses Sammelbandes zu einem gemeinsamen Ergebnis, das gleichermaßen auf die evangelische Kirche in Deutschland wie auf die katholische Kirche in Italien zutrifft: Die Kirchen haben für kurze Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, während sich andere politische und gesellschaftliche Kräfte erst wieder neu institutionalisieren mußten, eine ungewöhnlich bedeutsame Rolle im öffentlichen Leben ihrer Länder übernommen. Die Verfasser beurteilen überwiegend kritisch, was die Kirchen erreicht oder versäumt haben in einer Situation, in die sie sich unvorbereitet hineingestellt haben.
Annemarie Smith - von Osten
Von Treysa 1945 bis Eisenach 1948
Zur Geschichte der Grundordnung der Evangelischen Kirche in Deutschland
Vandenhoeck u. Ruprecht, 1981, 400 Seiten, kartoniert,
3-525-55709-4
49,00 EUR
Dereg von der ersten Kirchenkonferenz in Treysa 1945 bis zur verfassungsgebenden Kirchenversammlung in Eisenach 1948 ist gekennzeichnet dadurch, daß die in der Bekennenden Kirche während -des Kirchenkampfes nicht gelösten Probleme auch nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches unvermittelt wieder aufbrachen.
Zwischen den Gruppen um den "Reichsbruderrat" und den "Lutherrat" bestanden tiefgreifende Unterschiede in der Auffassung über Gestalt und Ordnung der evangelischen Kirche. Die Autorin weist unter Beziehung meist unveröffentlichten Materials nach, daß auf diesem Hintergrund die Grundordnung der EKD, die 1948 verabschiedet wurde, nur den Charakter einer Kompromißlösung tragen konnte.
Joachim Beckmann
Hoffnung für die Kirche in dieser Zeit
Beiträge zur kirchlichen Zeitgeschichte 1946 - 1974 Geleitwort: J. Beckmann zum 80. Geburtstag 18.7.1981
Vandenhoeck u. Ruprecht, 1981, 420 Seiten, kartoniert,
3-525-55710-8

52,00 EUR
Band 10:
Joachim Beckmann ist einer der profiliertesten evangelischen Kirchenführer der Nachkriegszeit. Anläßlich seines 80. Geburtstages wird mit diesem Band eine repräsentative Sammlung von Interviews, Reden und Aufsätzen vorgelegt, die Beckmanns Bedeutung für die kirchliche Zeitgeschichte widerspiegelt. Es geht ihm immer wieder um die Stellungnahme der Kirche zu den komplexen Fragen des öffentlichen Lebens. Seine Urteile sind stets eindeutig und werden gerade deshalb auch umstritten bleiben. Immer aber macht er deutlich, daß Verantwortung der Kirche für die Welt nicht möglich ist ohne den Rückbezug auf das Evangelium.
Alexander Christian Widmann
Wandel mit Gewalt?
Der deutsche Protestantismus und die politisch motivierte Gewaltanwendung in den 1960er und 1970er Jahren
Vandenhoeck & Ruprecht, 2013, 640 Seiten, Gebunden,
978-3-525-55771-6

130,00 EUR
Band 56:
Die Gewaltfrage der 1960er und '70er kirchen- und kulturgeschichtlich neu betrachtet.
Alexander Christian Widmann thematisiert die Auseinandersetzungen im deutschen Protestantismus der 1960er und 1970er Jahre um Gewalt und gesellschaftlichen Wandel. Die Debatte war ein nicht nur Theologen und Sozialethiker interessierender Gegenstand. Der Autor untersucht die im Kontext von ‘68, internationalem Terrorismus und ökumenischem »Antirassismusprogramm«geführten Kontroversen aus kirchen- und kulturgeschichtlicher Sicht. In der »Gewaltfrage«, so seine These, konzentrierten sich all jene gesellschaftlichen Konflikte, die mit Bezug auf eine Neuregelung des Verhältnisses von Politik, Staat und Religion im damals geteilten Deutschland geführt wurden. Der Kalte Krieg und der infolge der Entkolonialisierung damit verschränkte Nord-Süd-Gegensatz bildeten einen globalen Diskursrahmen, in dem zunächst die nicht-katholische Ökumene, wenig später auch die von Linksprotestanten mitgetragene Studentenbewegung über die Berechtigung sozialrevolutionärer Gewalt diskutierten. In der Bundesrepublik gewann die Debatte um eine»Theologie der Revolution«an Brisanz, als linksterroristische Gruppen die »Gewaltfrage«zu einem innenpolitischen Thema machten. Angesichts des internationalen Terrorismus kam es aber auch in anderen Ländern zu Polarisierungen hinsichtlich einer ökumenischen Unterstützung linksgerichteter Befreiungsbewegungen in der Dritten Welt. In den evangelischen Kirchen in der DDR war diese Hilfe ebenso umstritten. Der deutsch-deutsche Gedankenaustausch über das »Antirassismusprogramm«des Ökumenischen Rates der Kirchen machte dabei deutlich, dass die auf Südafrika und den Kampf gegen die Apartheid sowie auf den kirchlichen Widerstand im Nationalsozialismus projizierte Gewaltfrage den deutschen Protestantismus als Ganzes sensibilisierte – dies vor dem Hintergrund seiner antirevolutionären Tradition.
Gerhard Gronauer
Der Staat Israel im westdeutschen Protestantismus
Wahrnehmungen in Kirche und Publizistik von 1948 bis 1972
Vandenhoeck & Ruprecht, 2013, 518 Seiten, Gebunden,
978-3-525-55772-3
120,00 EUR
Band 57:

Gerhard Gronauer untersucht die Wahrnehmung des Staates Israel im Protestantismus Westdeutschlands von 1948 bis 1972. Dabei verfolgt er ein zeitgeschichtliches und ein publizistikwissenschaftliches Interesse. Es werden Einzelpersonen, kirchliche Gruppierungen und Gremien der verfassten Kirche sowie ausgewählte evangelische Zeitschriften dargestellt, die danach fragten, was die Existenz des Staates Israel theologisch, moralisch und politisch bedeute: Haben Juden ein biblisch verbrieftes Recht auf das Heilige Land? Inwieweit ist angesichts der Schoah eine Solidarität zum Staat Israel geboten? Was folgt daraus für die Bewertung des Nahostkonflikts?
Es wird deutlich, dass die Staat-Israel-Perzeption in der Bundesrepublik Deutschland und in West-Berlin Veränderungen unterworfen war: Bestimmten etwa in den 1950er Jahren die Prämissen traditioneller Theologie das Urteil über den jüdischen Staat, so waren um 1970 vermehrt politische Kategorien ausschlaggebend. Dazwischen liegen die Jahre, in denen evangelische Christen auf ihren ersten Israelreisen einen wahren Enthusiasmus für dieses Land entwickelten. Das war auch die Zeit, in der sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) zu Wort meldete und sich beispielsweise zugunsten der deutsch-israelischen Anerkennung aussprach.
Insgesamt können keine eindimensionalen Entwicklungslinien gezogen werden können, wonach der Protestantismus anfangs israelkritisch, dann israelfreundlich geworden sei — oder umgekehrt. Vielmehr war das Verhältnis evangelischer Christen und Kirchen zum Staat Israel vielschichtig und ambivalent, sodass Protagonisten proisraelischer und proarabischer Einstellungen sich ständig um Deutungshoheit bemühten, gerade auch nach 1967.

Der Autor dankt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, dem Verein "Begegnung von Christen und Juden in Bayern" (BCJ) und dem "Arbeitskreis für evang. Theologie" (AfeT) für die Gewährung von Druckkostenzuschüssen.
Die Studie ist ausgezeichnet worden mit dem Promotionspreis der Nürnberger Staedtler-Stiftung.
978-3-525-55777-8 Karin Oehlmann
Glaube und Gegenwart
Die Entwicklung der kirchenpolitischen Netzwerke in Württemberg um 1968

Vandenhoeck & Ruprecht, 2016, 461 Seiten, Gebunden, 15,5 x 21,2 cm
978-3-525-55777-8
100,00 EUR Warenkorb
Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte: Reihe B: Darstellungen Band 62
Karin Oehlmann beschreibt, ausgehend von der heutigen kirchenpolitischen Landschaft in Württemberg, die in Gesprächskreise und Landesvereinigungen gegliedert und vom Gegensatz zwischen Pietismus und moderner Theologie geprägt ist, die großen Konflikte in der Landeskirche sowie die Geschichte der beteiligten Gruppen.
Zunächst werden die Entstehungsgeschichten der Ludwig-Hofacker-Vereinigung (heute: Lebendige Gemeinde Christusbewegung in Württemberg), der Württembergischen Bekenntnisgemeinschaft (heute: Evangelium und Kirche) und jener progressiv und reformerisch orientierten Gruppen, aus denen später die "Offene Kirche" hervorging, beschrieben. Grundlegend für die Entwicklung zwischen 1945 und 1965 war dabei der Konflikt um die sog. Moderne Theologie bzw. das Entmythologisierungskonzept Rudolf Bultmanns. Diese Theologie wurde von biblisch-konservativer Seite massiv bekämpft, während die reformorientierten Kräfte darin die angemessene Form theologischen Denkens und Verkündigens im 20. Jahrhundert sahen und sie verteidigten.
Die Netzwerke, die sich um die theologische Frage der bekenntnisgemäßen Exegese gebildet hatten, suchen ihre Anliegen u.a. mit den Mitteln der Kirchenpolitik und über die Landessynode durchzusetzen. Dies führte zu einer Polarisierung der synodalen Arbeit, was 1966 in der Entstehung der "Gesprächskreise" in der Württembergischen Landessynode seinen klarsten Ausdruck fand.
Im Vorfeld des Kirchentags 1969 spitze sich der Konflikt zwischen diesen Lagern massiv zu, da es um Teilnahme oder Boykott der pietistisch-evangelikalen Gruppen ging. Diese Auseinandersetzung führte im Herbst 1968 zum Rücktritt des Synodalpräsidenten Oskar Klumpp. Auf diesen Rücktritt reagierten die progressiven Kräfte in Württemberg mit der Gründung der "Kritischen Kirche", aus der später die "Offene Kirche" hervorging.
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe
978-3-525-55778-5 Annegreth Schilling
Revolution, Exil und Befreiung

Vandenhoeck & Ruprecht, 2016, 360 Seiten, Gebunden, 15,5 x 21,2 cm
978-3-525-55778-5
70,00 EUR Warenkorb
Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte: Reihe B: Darstellungen Band 63
Der Boom des lateinamerikanischen Protestantismus in der internationalen Ökumene in den 1960er und 1970er Jahren
Das Christentum in Lateinamerika hat im 20. Jahrhundert vor allem durch die Entstehung der Befreiungstheologie in den 1960er und 1970er Jahren internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Doch während der Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen bislang meist auf der Rolle der römisch-katholischen Kirche lag, bietet Annegreth Schilling einen neuen Zugang an, indem sie den ökumenischen und transnationalen Charakter der lateinamerikanischen Befreiungstheologie detailliert herausarbeitet. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Verflechtungsgeschichte zwischen dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) und dem politisch engagierten, ökumenisch aufgeschlossenen Teil des lateinamerikanischen Protestantismus und die daraus resultierenden Auswirkungen für die globale ökumenische Zusammenarbeit. Der Boom revolutions- und befreiungstheologischer Perspektiven aus Lateinamerika, wie er sich etwa in dem Netzwerk für Kirche und Gesellschaft (ISAL) darstellte, trug – so die der Studie zugrundeliegende These – nicht nur zur Stärkung protestantischer Identitäten in Lateinamerika bei, sondern auch entscheidend zur Ausbildung eines globalen Bewusstseins in der weltweiten Ökumene. Der ÖRK bot für diese Entwicklungen ein einzigartiges Forum – einen, so ließe sich im Anschluss an Homi Bhabha formulieren, „ökumenischen Zwischenraum“, in welchem die transkontextuellen Verflechtungen zwischen Erster und Dritter Welt thematisiert sowie damit einhergehende theologische Konflikte und Differenzen verhandelt wurden.
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe
978-3-525-55789-1 Harry Oelke
Martin Luthers »Judenschriften«
Die Rezeption im 19. und 20. Jahrhundert

Vandenhoeck & Ruprecht, 2016, 338 Seiten, mit 3 Abb., Gebunden,
978-3-525-55789-1
80,00 EUR Warenkorb
Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte: Reihe B: Darstellungen Band 64
Martin Luthers „Judenschriften“ haben in der deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts eine hochproblematische, aber bislang kaum erforschte Wirkungsgeschichte gehabt. Dieser Rezeptionsgeschichte widmet sich der vorliegende Band. Dabei steht nicht die eindimensionale Perspektivierung eines historischen Versagens Luthers im Vordergrund. Vielmehr wird die Rezeption im Kontext zeitgenössischer theologischer und historischer Bedingungen untersucht: Welche theologischen und politischen Motive bedingten die Rezeption von Luthers antijüdischen Schriften in der Lutherforschung des 19. Jahrhunderts? Welche Rolle spielten sie im lutherischen Konfessionalismus und in der jüdischen Wahrnehmung jener Zeit? Wie wurden sie in der Zwischenkriegszeit von der Bekennenden Kirche oder den „Deutschen Christen“ zur Zeit des Nationalsozialismus politisch und theologisch instrumentalisiert? Vor diesem Hintergrund kommt die Bedeutung und Wirkung von Luthers Schriften für neuzeitliche theologische Diskurse und historische Entwicklungen, einschließlich Antisemitismus und NS-Zeit, zur Sprache. Die inhaltliche Aufarbeitung mit der Wirkungsgeschichte von Luthers „Judenschriften“ ist nicht auf das En­de des Zweiten Weltkriegs begrenzt, der Band beleuchtet zudem die Rezeption der „Judenschriften“ im angloamerikanischen Raum und ihre ethische, kirchengeschichtliche und kirchenpolitische Aufarbeitung im Protestantismus seit 1945.
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe
978-3-525-55788-4 Dagmar Pöpping
Kriegspfarrer an der Ostfront
Evangelische und katholische Wehrmachtseelsorge im Vernichtungskrieg 1941–1945

Vandenhoeck & Ruprecht, 2016, 264 Seiten, mit 17 Abb, Gebunden,
978-3-525-55788-4
65,00 EUR Warenkorb
Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte: Reihe B: Darstellungen Band 66
Vorwort von Hans Mommsen
Kriegs- und Wehrmachtpfarrer waren an allen Feldzügen des Zweiten Weltkriegs beteiligt. Im Krieg gegen die Sowjetunion wurden sie Zeugen von Massenverbrechen an Juden und anderen Zivilisten sowie an den sowjetischen Kriegsgefangenen. Gestützt auf zahlreiche Quellen, unter anderem auf Tagebücher von evangelischer und katholischer Seite, geht Dagmar Pöpping der Frage nach, wie diese Geistlichen, die dem Gebot der Nächstenliebe verpflichtet waren, Teil eines militärischen Apparates werden konnten, der einen brutalen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion führte, während sie selbst den Krieg im Gefühl moralischer Unschuld, ja sogar einer besonderen moralischen Leistung erlebten.
Ein Schwerpunkt der Studie liegt auf der Doppelrolle der Kriegspfarrer als Offiziere der Wehrmacht auf der einen Seite und als Geistliche ihrer Kirchen auf der anderen. Diese Rolle verschaffte den Kriegspfarrern das Bewusstsein innerer Unabhängigkeit, die es ihnen rückblickend sogar erlaubte, sich mit Blick auf die im Nationalsozialismus bedrängten Kirchen als Opfer des Nationalsozialismus oder sogar als Teil des Widerstandes gegen den NS-Staat zu stilisieren. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der theologischen Interpretation des Ostkrieges als Kampf gegen den „gottlosen Bolschewismus“. Diese Sichtweise ermöglichte es den Kriegspfarrern den Angriff auf die Sowjetunion nicht als nationalsozialistischen Vernichtungskrieg wahrzunehmen, sondern als einen christlichen Feldzug zu legitimieren.
978-3-525-55790-7 Siegfried Hermle
Zwischen Verklärung und Verurteilung
Phasen der Rezeption des evangelischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus nach 1945
Vandenhoeck & Ruprecht, 2017, 351 Seiten, Gebunden,
978-3-525-55790-7
75,00 EUR Warenkorb
Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte: Reihe B: Darstellungen Band 67
Warum entdeckte die evangelische Gedenkkultur den von den Nationalsozialisten hingerichteten Geistlichen Karl Friedrich Stellbrink erst in den 1980er Jahren für sich? Warum werden kirchliche Führungspersönlichkeiten wie der bayerische Landesbischof Hans Meiser, die lange als Gegner des Nationalsozialismus verehrt wurden, in jüngster Zeit als nicht mehr erinnerungswürdig betrachtet? Und warum erfreut sich der 1935 entstandene Text von Elisabeth Schmitz, der mit großer Hellsichtigkeit die „Lage der deutschen Nichtarier“ beschrieb und die evangelische Kirche zum konsequenten Eintreten für die Juden aufforderte, erst seit kurzem nationaler und internationaler Beachtung in Forschung und Erinnerungskultur?Diesen und vielen anderen Fragen widmen sich die Autoren dieses Sammelbandes. Die Beiträge zeigen, dass auch die protestantische Erinnerungsgeschichte in einem aktiven und funktionalen Verhältnis zu ihrer Gegenwart steht und weit mehr über die Macht aktueller Konjunkturen in Kultur und Politik aussagt als über die historische Wahrheit des Erinnerten. Christliche Akteure und Gruppen verfolgten aktiv moralische und politische Ziele und bildeten über die Erinnerung an christlichen Widerstand ihre eigenen Identitäten. Es zeigt sich, was engagierte Promotoren der Erinnerung bewirken können, wenn ihre Ziele von kulturellen und politischen Zeitströmungen getragen werden. Nicht zuletzt an der Schnittstelle von persönlichem Engagement und Zeitgeist entscheidet sich, warum bestimmte Persönlichkeiten, Texte oder Orte einen Platz in der Erinnerung an christlichen Widerstand erhalten, während andere in Vergessenheit geraten oder ihren Platz in der Erinnerungskultur räumen müssen.


 

Änderungen und Lieferbarkeit vorbehalten     Startseite       letzte Bearbeitung: 06.10.2019, DH