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Reformation

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Thomas Kaufmann

978-3-406-69607-7 Thomas Kaufmann
Erlöste und Verdammte
Eine Geschichte der Reformation
Beck, 508, 508 Seiten, gebunden, mit 103 Abbildungen, davon 58 in Farbe und 4 farbigen Karten
978-3-406-69607-7
26,95 EUR Warenkorb
Die Reformation hat die Welt so tiefgreifend verwandelt wie kein anderes Ereignis seit dem Ende der Antike – auch der Katholizismus war danach nicht mehr der gleiche. Thomas Kaufmann erzählt souverän und auf dem neuesten Forschungsstand die Geschichte dieser religiösen Revolution in einem Zeitraum von mehr als hundert Jahren. Seine magistrale Darstellung lässt die Dramatik des erbitterten Kampfes um himmlische Erlösung und irdische Macht für heutige Leser lebendig werden. Die Reformation entstand fernab von den politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentren Europas, und doch hat sie den gesamten Kontinent in Aufruhr versetzt. Viel ist darüber spekuliert worden, welche politischen und sozialen Faktoren für diese Revolution verantwortlich waren. Thomas Kaufmann, einer der besten Kenner der Reformation, sieht die wichtigsten Beweggründe in der Religion selbst. Den Reformatoren ging es um das Seelenheil. Als der Papst Luther und seine Lehre verdammte, hätte dies das Ende sein können. Doch Luther sah den Papst selbst in ewiger Verdammnis. So nahm die Kirchenspaltung ihren Lauf. Hass auf die Verdammten ließ Menschen in den Krieg ziehen, in der Hoffnung auf Erlösung verließen unzählige ihre Heimat und trugen die Reformation in die letzten Winkel der Welt. Thomas Kaufmann zeigt eindrucksvoll, wie ganz Europa durch das Beben der Reformation umgestaltet wurde und welche Nachbeben die Reformation bis heute auslöst.
Buchbesprechung Deutschlandfunk 31.10.2016
978-3-518-42541-1 Thomas Kaufmann
Geschichte der Reformation in Deutschland
Neuausgabe zum 500. Reformationsjubiläum 2017
Suhrkamp Verlag / Insel Verlag, 2016, 1038 Seiten, Hardcover,
978-3-518-42541-1
28,00 EUR Warenkorb
Die traditionelle, protestantisch geprägte Geschichtsauffassung sah in der »Tat Luthers« eine Befreiung von den »dunklen Mächten« der Papstkirche und ein »Ende des Mittelalters«.
Doch weder war das Spätmittelalter »finster« noch Luther eine Lichtgestalt. Sein kirchlicher Reformimpuls steht im Kontext vielfältiger Umbrüche, die um 1500 im politischen, ökonomischen und kulturellen Leben einsetzten.
Dass die Reformation viele Menschen mitriss und zuletzt in ein eigenes Kirchenwesen mündete, war nur möglich, weil verschiedene Akteure (Landesfürsten, städtische Magistrate, Bürger und Bauern) etwas mit ihr »anfangen« konnten. Dabei spielten auch die neuen Massenmedien der Zeit (Flugschriften, Predigten) eine große Rolle.
Das zuerst 2009 im Verlag der Weltreligionen unter dem Titel Geschichte der Reformation erschienene Buch wurde für die Neuausgabe durchgesehen, aktualisiert und um einen Epilog erweitert, der unter anderem auf die Geschichte der Reformationsjubiläen zurück- und auf das Lutherjahr 2017 vorausblickt.
Leseprobe
  Thomas Kaufmann
Das Ende der Reformation
Magdeburgs Hergotts Kanzlei (1548-1551/2)
Mohr, 2003, 662 Seiten, Leinen,
3-16-148171-2
978-3-16-148171-0
129,00 EUR
Beiträge zur historischen Theologie Band 123
Thomas Kaufmann untersucht die Publikationen der sogenannten "Herrgotts Kanzlei", die in der Zeit der Interimskrise in Magdeburg über 400 Drucke produzierte und so den einzigen wirksamen Widerstand gegen die Religionspolitik Karls V. artikulierte. Sie hat deshalb für die Deutung der lutherischen Reformation und deren interner Pluralisierung eine historische Schlüsselrolle inne.
Ausgehend von einer Rekonstruktion des protestantischen 'Erinnerungsortes' "Herrgotts Kanzlei", der insbesondere durch Wilhelm Raabes gleichnamigen Roman große Popularität erlangte, werden die infrastrukturellen Voraussetzungen, vor allem die Drucker, vorgestellt, das Material kategorisiert und in literarischer, publikationsstrategischer und theologischer Perspektive quantitativ und qualitativ analysiert. Der Autor stellt die Voraussetzungen des Projektes der antiinterimistischen Publizistik in der Magdeburger Reformationsgeschichte und die Haltung des Rates dar und beschreibt ihre rechtshistorischen Bedingungen. Die Basis der Studie bildet eine im Anhang publizierte Bibliographie, die erstmals das gesamte Druckschaffen der Magdeburger Offizinen in der Zeit der Interimskrise zuverlässig dokumentiert. Die gesamte Tätigkeit der Magdeburger Publizisten steht unter dem Vorzeichen einer dramatisch zugespitzten apokalyptischen Naherwartung. Von hier aus fällt ein neues Licht auf den Vorgang der Reformation als ganzen.
978-3-16-146860-5 Thomas Kaufmann
Dreißigjähriger Krieg und Westfälischer Friede
Kirchengeschichtliche Studien zur lutherischen Konfessionskultur
Mohr, 1998, 200 Seiten,
978-3-16-146860-5
69,00 EUR
 
Beiträge zur historischen Theologie Band 104
Thomas Kaufmann setzt sich mit der religiösen und theologischen Verarbeitung des als Katastrophe und als Alltag erfahrenen Krieges auseinander und untersucht die Reaktionen des Luthertums auf den Friedensschluß von Münster und Osnabrück. Im zuge des Reformationsjubiläums von 1617 fand eine intensivierte Anknüpfung an Luther, die theologischen Themen der frühen Reformation und die Opposition zum Papsttum statt. Unter lutherischen Theologen war nach dem Kriegseintritt Schwedens und dem Tod des heilsgeschichtlich gedeuteten Gustav Adolf umstritten, ob der große Krieg ein Religionskrieg sei.
Unter den Bedingungen des Krieges gerieten Theologie und Frömmigkeit des Luthertums in einen Pluralisierungsprozeß, der die weitere Entwicklung des Luthertums in der Neuzeit vorbereiten und prägen sollte. Die gleichzeitige Bindung an die eigene Konfession und die Orientierung am überkonfessionellen Christentum beschreibt Thomas Kaufmann als spezifisches Merkmal der lutherischen Konfessionskultur der früheren Neuzeit.
978-3-579-05844-3 Thomas Kaufmann
Kritische Gesamtausgabe der Schriften und Briefe Andreas Bodensteins von Karlstadt
Band I: Schriften 1507-1518.

Gütersloher Verlagshaus, 2017, 1152 Seiten, Leinen,
978-3-579-05844-3
224,00 EUR Warenkorb
Quellen und Forschungen zur Reformationsgeschichte Band 90
Die erste umfassende kritische Edition der Schriften und Briefe Andreas Bodenstein von Karlstadts
Andreas Bodenstein (1486-1541), nach seiner Heimatstadt auch Karlstadt genannt, war neben Martin Luther einer der einflussreichsten protestantischen Theologen in Wittenberg. Er war der erste Kollege, der Luther akademisch wie öffentlich unterstützte, und er war der erste, der sich mit ihm überwarf. Seitdem hat die reformationsgeschichtliche Forschung ein ambivalentes Bild von ihm gezeichnet: Während die einen ihn als Verräter an der Sache Luthers betrachteten, sahen andere in ihm eine in Kreise der Schweizer Reformation und der Wiedertäufer hinein vermittelnde Persönlichkeit.
Der vorliegende Band ist der erste der auf 8 Bände angelegten Edition der Briefe und Schriften Karlstadts, die von Mitarbeitern der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen, der Göttinger Akademie der Wissenschaften sowie der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel herausgegeben wird.
Leseprobe
  Thomas Kaufmann
Die Abendmahlstheologie der Straßburger Reformatoren bis 1528

Mohr, 1992, VIII, 500 Seiten, Leinen, 23,5 cm
3-16-145817-6
978-3-16-145817-0
119,00 EUR
Beiträge zur historischen Theologie Band 81

Thomas Kaufmann
Türckenbüchlein
Zur christlichen Wahrnehmung türkischer Religion in Spätmittelalter und Reformation
Vandenhoeck & Ruprecht, 2008, 299 Seiten, Gebunden,
978-3-525-55222-3
75,00 EUR
Forschungen zur Kirchen- und Dogmengeschichte 97
Seit dem späten 14. Jahrhundert, verstärkt seit der Eroberung Konstantinopels durch das Osmanische Reich, sah sich das »christliche Europa« einer wachsenden äußeren Bedrohung gegenüber. Der Zusammenhang zwischen dieser Bedrohung und ihrer Verarbeitung durch unterschiedliche epistemologische Strategien stehen im Zentrum dieses Buches. Bei der Auseinandersetzung mit den »Türken« kam der Beschäftigung mit ihrer Religion eine Schlüsselrolle zu. Thomas Kaufmann untersucht die Deutungsmuster der »türkischen Religion«, ihre Rückwirkungen auf die binnenchristlichen Diskussionen und fragt, wie sich diese auf das Selbstbild der Christen auswirkten. Verdankt sich der »Erfolg« der Reformation auch dem durch die Osmanen evozierten endzeitlichen Szenario? Ist die These »Ohne Türken keine Reformation« richtig?
978-3-15-010998-4 Thomas Kaufmann
Luthers Juden

Reclam, 203 Seiten, gebunden, 12,2 x 19,5 cm
978-3-15-010998-4
22,95 EUR Warenkorb
Die grundlegende Untersuchung zu Luthers Antisemitismus, zur Judenfeindlichkeit in seinen Schriften, in seinem Weltbild, in seinen alltäglichen Meinungen und Ansichten ist das Ergebnis der jahrelangen Forschungen des Kirchenhistorikers Thomas Kaufmann. In diesem Buch zieht er die Summe aus seiner Arbeit an Luthers Werken und ihrer Rezeption über 5 Jahrhunderte hin. Es ist ein eindringliches und überzeugendes Plädoyer für eine entschlossene und vollständige Historisierung Luthers und seines Werks. Kaufmann warnt davor, heute und in Zukunft von Luthers Popularität profitieren zu wollen und naiv mit ihm umzugehen. Genau darin weiß er sich schließlich durch den großen Reformator selbst bestärkt, der als mächtiger Polemiker mit Worten vernichten, aber auch sich selbst relativieren konnte.
Thomas Kaufmann
Luthers Judenschriften
Ein Beitrag zu ihrer historischen Kontextualisierung

Mohr Siebeck, 230 Seiten, Broschur,
978-3-16-150772-4
978-3-16-152873-6
29,00 EUR
Thomas Kaufmann greift die Frage nach den historischen Entstehungsbedingungen und Abfassungsintentionen von Luthers sogenannten „Judenschriften“ - Daß Jesus Christus ein geborener Jude sei (1523), Wider die Sabbather (1538), Von den Juden und ihren Lügen, Vom Schem Hamphoras, Von den letzten Worten Davids (alle 1543) - auf. Dabei zeigt sich, daß der Reformator Anlässe und Situationen konstruierte, um sein zentrales Anliegen zu propagieren: die christologischen Weissagungen des Alten Testaments. Keine der Schriften war an jüdische Adressaten gerichtet; sie dienten primär der Stabilisierung einer christlichen Gesellschaft. In Bezug auf die Publizistik der 1520er Jahre, in denen zahlreiche Schriften zur „Judenfrage“ veröffentlicht wurden, lässt sich ein breites Echo der ersten „Judenschrift“ Luthers nachweisen. Im Kampf gegen die Judenheit, mit der er nur wenige persönliche Erfahrungen gemacht hat, war Luther seit den 1530er Jahren buchstäblich jedes Mittel recht. In der Schrift von 1538 etwa konstruierte er die Gefahr jüdischer „Proselytenmacherei“, um zu erreichen, daß die Juden aus protestantischen Territorien ausgewiesen würden. Eine für Luther immer wichtiger werdende, auch für die späten „Judenschriften“ entscheidende Front bildete eine christliche Hebraistik, die seiner christologischen Deutung alttestamentlicher dicta probantia nicht folgte.
Der Autor interpretiert Luthers Positionen unter ständigem Bezug auf die Einstellungen seiner Zeitgenossen, geht der Wirkungsgeschichte von Luthers „Judenschriften“ bis ins 20. Jahrhundert nach und skizziert ihre Bedeutung für eine historisch differenzierte Perspektive auf die Geschichte der Reformation.
978-3-16-154324-1 Thomas Kaufmann
An den christlichen Adel deutscher Nation von des christlichen Standes Besserung

Mohr Siebeck, 2017, 559 Seiten, Broschur,
978-3-16-154324-1
59,00 EUR
Kommentare zu Schriften Luthers, Band 3
Die Adelsschrift ist ein Schlüsseldokument der frühen Reformation; in ihr zeigt sich Luther erstmals als jener Reformator, der das lateineuropäische Kirchenwesen in seiner bestehenden Form radikal in Frage stellte. Im Spiegel der hier erstmals vollständig kommentierten Adelsschrift stellt sich die Reformation als radikaler Traditionsbruch dar. Thomas Kaufmann erläutert sie deshalb sprachlich, historisch-sachlich und theologiegeschichtlich und interpretiert sie in ihrem historischen Kontext.

Weimarer Lutherausgabe, WA 6, Seite 381-469
978-3-406-69887-3 Thomas Kaufmann
Martin Luther

Beck, 2016, 128 Seiten, mit 4 Abbildungen und 1 Karte, broschur,
978-3-406-69887-3
8,95 EUR Warenkorb
C.H.Beck Wissen
Thomas Kaufmann führt anschaulich und auf dem neuesten Forschungsstand in Leben und Werk des einflußreichsten "Ketzers" der Kirchengeschichte ein. Er beschreibt, welche geschichtlichen Voraussetzungen den Erfolg Luthers ermöglicht haben, und geht der Frage nach, was vor dem Hintergrund einer sich bereits im Umbruch befindenden katholischen Kirche eigentlich neu an Luthers Reformation war.
978-3-525-34004-2 Thomas Kaufmann
Reformatoren

Vandenhoeck u. Ruprecht, 1998, 96 Seiten, kartoniert, 978-3-525-34004- 2
18,00 EUR Warenkorb
Kleine Reihe Vandenhoeck
Als ,,Reformatoren" werden Theologen des 16. Jahrhunderts bezeichnet, die maßgeblich den Vorgang der Reformation eingeleitet, begleitet und zumal durch das Mittel der Predigt und der reformatorischen Publizistik prägend gestaltet haben. Im 16.Jahrhundert selbst spielte dieser Begriff gegenüber den an der jeweiligen kirchlichen Funktion und der Bibel-auslegung orientierten (Selbst-)Bezeichnungen eine höchst untergeordnete Rolle, so wird zum Beispiel Martin Luther von Zeitgenossen eher Elia, Hercules Germanicus, Gottesmann, Evangelist oder Apostel genannt. Der einleitende Essay Thomas Kaufmanns versucht eine Begriffsbestimmung von ,,Reformator" und stellt in einer historischen Einführung verschiedene Typen von Reformatoren vor: Reformatoren landesherrlicher Territorien, die häufig durch Martin Luther und die Universität Wittenberg beeinflußt waren, oberdeutsch-schweizerische Stadtreformatoren, vor allem in Straßburg und der Schweiz, und radikale Reformatoren. In den anschaulich geschriebenen Kurzbiographien steht dann jeweils das Leben und Wirken des einzelnen Reformators im Mittelpunkt, sein Werde- und Ausbildungsgang wird kurz geschildert und die Entstehung seiner Hauptwerke in die Biographie eingeordnet - unter Verzicht auf ausführliche theologie-geschichtliche Erörterungen entsteht so ein plastisches Bild des Dargestellten. Die Literaturhinweise zu jedem Reformator sind knapp gehalten. Sie nennen dessen Werke (mit gängigen Editionen) sowie wichtige weiterführende Sekundärliteratur und ermöglichen so eine vertiefende Beschäftigung mit Leben und Werk.
Thomas Kaufmann
Der Anfang der Reformation
Studien zur Kontextualität der Theologie, Publizistik und Inszenierung Luthers und der reformatorischen Bewegung
Mohr Siebeck, 2012, 680 Seiten, Leinen,
978-3-16-150771-7

139,00 EUR
Die Diskussionen um Kontinuitäten und Umbrüche zwischen dem späten Mittelalter und der Reformationszeit nötigen zu einer Klärung der historiographischen Stellung der Reformation. Im Zentrum der einzelnen Studien dieses Buches steht die Frage nach dem „Anfang“ der Reformation als eines in sich komplexen Ereignisses. Dabei zeigt sich, dass die literarischen Akteure der reformatorischen Bewegung, allen voran Luther, Traditionen konstruierten, in denen sie ihre Anliegen legitimierten und plausiblisierten. An den „Anfängen“ der Reformation stehen auch bestimmte Traditionskonstruktionen der vorreformatorischen Ketzergeschichte, des Bibelgebrauchs und der reform- und der politiktheoretischen Literatur des 15. Jahrhunderts.
Ein weiterer Schwerpunkt in Thomas Kaufmanns Studien liegt auf den Kommunikationsdynamiken, die die Reformation mittels „neuer Medien“ über den Bereich der akademischen Diskussionen in eine breitere Öffentlichkeit getragen haben. Lehrbildungen und Identitätsentwürfe, die den inneren Zusammenhang und die Dissoziationsprozesse der reformatorischen Bewegung darstellen, bilden einen weiteren Fokus. Dem Verfasser geht es im Kern darum, Luther und die unterschiedlichen Rezeptionen, die ihm zuteil wurden, aufeinander zu beziehen. Dies wird vornehmlich an Texten und Sachverhalten der frühen 1520er Jahre aufgezeigt.
Band 67 aus der Reihe Spätmittelalter, Humanismus, Reformation
978-3-16-149017-0 Thomas Kaufmann
Konfession und Kultur
Lutherischer Protestantismus in der zweiten Hälfte des Refomationsjahrhunderts
Mohr Siebeck, 2006, 500 Seiten, Leinen,
978-3-16-149017-0
119,00 EUR
In der Zeitspanne zwischen Luthers Tod bzw. dem Schmalkaldischen Krieg (1546/47) und dem Dreißigjährigen Krieg war die lutherische Konfession besonderen Herausforderungen ausgesetzt.Thomas Kaufmann untersucht die Formierung des lutherischen Protestantismus im Horizont dieser Konfliktszenarien als einen Prozeß konfessionskultureller Identitätsbildung. Den durch das Interpretationskonzept der lutherischen Konfessionskultur verbundenen thematischen Einzelanalysen liegt die Basishypothese zugrunde, dass der lutherische Protestantismus seine ""Identität"" in Krisen, Kontroversen und Konflikten bildete. Der Autor berücksichtigt v.a. weithin vernachlässigtes Quellenmaterial ""populären"" Charakters (Flugschriften, Predigten, Gutachten etc.) und zeigt, dass diesen Textformen eine Schlüsselbedeutung für die Rekonstruktion der frühneuzeitlichen Konfessionskulturen zukommt.

Spätmittelalter und Reformation Bnd 29
978-3-525-55018-2 Thomas Kaufmann
Zwinglis Disputationen
Studien zu den Anfängen der Kirchenbildung im Protestantismus
Vandenhoeck & Ruprecht, 2011, 211 Seiten, Gebunden,
978-3-525-55018-2
70,00 EUR Warenkorb
In der Frühzeit der Reformation fanden an zahlreichen Orten kirchlich-politische Veranstaltungen statt, bei denen die Anhänger der neuen Lehre ihre Überzeugungen in der Form des Gesprächs, als »Disputationen«, öffentlich verfochten und zur Debatte stellten. In der Regel wurden diese Veranstaltungen von den weltlichen Obrigkeiten, vor allem Stadtregierungen, einberufen und geleitet, sollten diesen im Widerstreit der Meinungen zur Wahrheitsfindung dienen und führten vielfach dazu, den Übertritt des betreffenden Ortes oder Landes zur Reformation zu legitimieren.
Als »Erfinder« dieser Disputationen kann der Schweizer Reformator Ulrich Zwingli gelten, der erstmals im Januar 1523 in Zürich ein solches Projekt realisierte. In der Folge machte die Erfindung in ganz Deutschland und auch jenseits der Grenzen Schule. Sie gehört zu den wichtigsten Maßnahmen, mit denen evangelische Kirchenbildung vorbereitet worden ist.
Das Buch ist die Neuausgabe einer in den Jahren 1970, 1974 und 1999 in drei Teilen erschienenen Monografie, in der diese Veranstaltungen erstmals in ihrem Zusammenhang gesehen und dargestellt worden sind.
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

 

Änderungen und Lieferbarkeit vorbehalten     Startseite        letzte Bearbeitung: 22.09.2017, DH